05. Oktober 2021 / 15:57 Uhr

Ticket für Katar: So schafft das DFB-Team schon gegen Rumänien und in Nordmazedonien die WM-Quali

Ticket für Katar: So schafft das DFB-Team schon gegen Rumänien und in Nordmazedonien die WM-Quali

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutsche Nationalmannschaft (hier beim Sieg auf Island im September) könnte möglicherweise schon in den Länderspielen gegen Rumänien und in Nordmazedonien die WM-Qualifikation perfekt machen.
Die deutsche Nationalmannschaft (hier beim Sieg auf Island im September) könnte möglicherweise schon in den Länderspielen gegen Rumänien und in Nordmazedonien die WM-Qualifikation perfekt machen. © IMAGO/Matthias Koch (Montage)
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Bundestrainer Hansi Flick will nach seinem Traum-Start als Bundestrainer mit drei Siegen im September die Serie gegen Rumänien und in Nordmazedonien fortsetzen. Der SPORTBUZZER erklärt, wie die DFB-Elf in den beiden anstehenden Länderspielen schon das WM-Ticket lösen kann.

Die beste Aussicht hatte ein Junge mit seinem Fernglas auf dem Wohnungsbalkon gegenüber des Gastwerk Hotels in Hamburg. Er konnte über die rund 100 Fans, die vor der Unterkunft auf die Ankunft der deutschen Nationalmannschaft warteten entspannt hinweg schauen. Thilo Kehrer war der erste DFB-Profi, der eincheckte. Die Bayern-Stars um Thomas Müller und Kapitän Manuel Neuer fuhren um 19.30 Uhr vor. Am Dienstag stand der Bundestrainer um 11 Uhr mit seiner Mannschaft das erste Mal auf dem Platz. Die Vorbereitung auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Rumänien am Freitag (20.45 Uhr, RTL) und am Montag (20.45 Uhr, RTL) in Skopje gegen Nordmazedonien beginnt. Das Ziel ist klar: Nach drei Siegen zum Flick-Start bei den Länderspielen im September sollen die nächsten sechs Punkte her – und die könnten bereits reichen, um die vorzeitige Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Winter 2022 in Katar perfekt zu machen.

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Und zwar so: Gewinnt das DFB-Team seine beiden Partien und Verfolger Armenien, der als Tabellenzweiter vier Punkte Rückstand hat, verliert eines seiner beiden anstehenden Auswärtsspiele in Island oder Rumänien, sind Manuel Neuer und Co. vor den beiden abschließenden Qualifikationsspielen der Gruppe J im November nicht mehr von Tabellenplatz eins zu verdrängen. Nur der Gruppenerste ist sicher in Katar dabei. „Wir wollen den Vorsprung von vier Punkten ausbauen und uns so schnell wie möglich für die WM qualifizieren“, machte Flick die Marschroute vor den beiden Spielen deutlich. „Wir haben im September die ersten guten Schritte gemacht. Jetzt geht es darum, den Weg so weiterzugehen.“

Gosens und Gündogan fehlen dem DFB-Team verletzt

23 statt der möglichen 26 Spieler hat der Bundestrainer für die beiden Partien nominiert und dabei weitgehend auf die Profis vertraut, die ihm die drei Siege zum Einstand beschert haben. Robin Gosens (Atalanta Bergamo) und Ilkay Gündogan (Manchester City) fehlen verletzt. Neu im Aufgebot sind nur der zuletzt angeschlagene Torwart Marc-André ter Stegen sowie Matthias Ginter, der die vorherige Abstellungsphase wegen einer Corona-Infektion verpasst hatte.

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Rekordmeister Bayern stellt mit acht Spielern das größte Kontingent im DFB-Team. Am Sonntagabend war Flick noch in der Allianz-Arena zu Gast und schaute sich mit seinem Assistenten Danny Röhl die überraschende 1:2-Niederlage der Münchner gegen Eintracht Frankfurt an. Auffällig: Der Bundestrainer und seine Mitarbeiter waren seit der letzten Länderspielphase viel unterwegs und beobachteten Spiele. Das war zuletzt unter Ex-Bundestrainer Joachim Löw nur selten der Fall. Ohnehin ist unter Flick vieles anders. So trainiert die Mannschaft in Hamburg nicht wie in der Vergangenheit bei Länderspielen in der Stadt auf dem Gelände des FC St. Pauli, sondern auf Platz sechs beim Hamburger SV.

Flick will mit Nationalelf zurück "in die Weltspitze"

Die sechs Punkte für Katar sind für den Bundestrainer übrigens nur das kurzfristige Ziel – Flick denkt schon weiter. „Wir wollen wieder dahin kommen, wo wir einmal waren, in die Weltspitze, an die Weltspitze“, sagte der 56-Jährige im Interview mit dem Kicker.

Nach zuletzt zwei schwachen Turnieren mit dem Vorrundenaus bei der Weltmeisterschaft in Russland 2018 sowie dem Scheitern im Achtelfinale der Europameisterschaft im vergangenen Sommer und dem Absturz auf Platz 14 (hinter den USA) in der FIFA-Weltrangliste hat Flick einiges zu tun. Der Bundestrainer setzt dabei auf den Zusammenhalt. „Eine gute Mannschaft spielt miteinander, eine Topmannschaft spielt füreinander. Das sind die Elemente, die wir brauchen.“