09. Oktober 2021 / 15:12 Uhr

Siegtor per Ecke, Flick zufrieden: Wie Standard-Experte Mads Buttgereit das DFB-Team verbessert

Siegtor per Ecke, Flick zufrieden: Wie Standard-Experte Mads Buttgereit das DFB-Team verbessert

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Siegtreffer der DFB-Elf von Thomas Müller gegen Rumänien resultierte aus einer Standardsituation - ein Verdienst von Mads Buttgereit (rechts)?
Der Siegtreffer der DFB-Elf von Thomas Müller gegen Rumänien resultierte aus einer Standardsituation - ein Verdienst von Mads Buttgereit (rechts)? © IMAGO/Matthias Koch/Schüler (Montage)
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Der 2:1-Siegtreffer deutschen Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien resultierte aus einem Eckball. Es war schon das zweite Tor des DFB-Teams aus einer Standardsituation in der noch jungen Ära von Bundestrainer Hansi Flick - wohl auch ein Verdienst von Standard-Experte Mads Buttgereit.

Die Erlösung wirkte wie auf dem Reißbrett entworfen: Ecke von Joshua Kimmich auf den ersten Pfosten, dort verlängert Leon Goretzka per Kopf auf den zweiten – und von hinten schleicht sich Thomas Müller heran, der den Aufsetzer mit dem Fuß über die Linie drückt. Es war das 2:1 für die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Rumänien.

Es lief bereits die 81. Minute im Hamburger Volkspark. Umso mehr freuten sich nicht nur die 25.000 Fans, sondern auch ein Mann, der beim DFB immer wichtiger wird: Mads Buttgereit. Den 36-Jährigen, halb Däne, halb Deutscher, hatte Hansi Flick mit für sein neues Trainerteam verpflichtet, als Standardexperten – und langsam scheinen sich dessen Dienste auszuzahlen. Bereits beim 4:0 auf Island hatte Antonio Rüdiger nach einer einstudierten Freistoßvariante zum zwischenzeitlichen 2:0 eingeköpft. Kein Wunder, dass auch der Bundestrainer bislang zufrieden ist mit der Arbeit seines Spezialtrainers. „Wir haben uns schon überlegt, warum wir Mads dazu genommen haben. Wir haben nicht viel Zeit, gewisse Sachen einzustudieren. Aber wie wir das jetzt schon umsetzen, gefällt mir richtig gut.“

Auch aus der Mannschaft gibt es viel Lob für den Standardexperten, der während der Spiele die ruhenden Bälle per iPad von der Tribüne aus aufnimmt und sowohl in der Halbzeit als auch nach dem Spiel für die Analyse parat hat. Aber nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive zeigt sich das DFB-Team unter Flick/Buttgereit deutlich verbessert. Während bei der EM noch mehr als die Hälfte aller Gegentore nach Standards fielen, hat Deutschland in der Nach-Löw-Ära überhaupt erst einen Gegentreffer kassiert – und der resultierte aus einer Einzelleistung von Rumäniens Ianis Hagi.

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„Man kann die eine oder andere Überraschung erwarten. Es geht aber nicht darum, spektakulär zu sein, sondern vor allem effektiv“, hatte Buttgereit bei seinem Amtsantritt angekündigt. Bisher hat er Wort gehalten. Und vielleicht gibt es die Fortsetzung ja bereits am Montag in Skopje. Mit einem Sieg in Nordmazedonien (20:45 Uhr, RTL) kann Deutschland das WM-Ticket mit einem Sieg bereits sicher lösen, wenn die Konkurrenz mitspielt. Im November folgen dann die abschließenden Partien in Wolfsburg gegen Außenseiter Liechtenstein und auswärts gegen Armenien.