07. Oktober 2020 / 07:40 Uhr

Aufstellung, Spielort, Bilanz: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum DFB-Test gegen die Türkei

Aufstellung, Spielort, Bilanz: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum DFB-Test gegen die Türkei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw bekommt gegen die Türkei am Mittwoch die Gelegenheit, einige Dinge auszuprobieren.
Bundestrainer Joachim Löw bekommt gegen die Türkei am Mittwoch die Gelegenheit, einige Dinge auszuprobieren. © 2020 Getty Images (Montage)
Anzeige

Mit einem Freundschaftsspiel gegen die Türkei bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch auf die beiden anstehenden Nations-League-Partie gegen die Ukraine und die Schweiz vor. Der SPORTBUZZER klärt die wichtigsten Fragen – von der DFB-Aufstellung über den Gegner und die Bilanz in der Vergangenheit.

Am Mittwochabend trifft die deutsche Nationalmannschaft im dritten Länderspiel des Jahres auf die Türkei. Im Freundschaftsspiel in Köln (20.45 Uhr, RTL) soll es nach den beiden Unentschieden zum Auftakt des Länderspieljahres endlich wieder einen Erfolg setzen, bevor in den Tagen danach die nächsten Nations-League-Spiele in der Ukraine und gegen die Schweiz anstehen. Der Test bietet Bundestrainer Joachim Löw aber auch die Möglichkeit, einigen Spielern, die sonst eher zum erweiterten Kreis gehören, Einsatzzeit zu bieten. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Duell.

Wie ist die deutsche Statistik gegen die Türkei?

Zum 21. Mal treffen Deutschland und die Türkei aufeinander. Mit 14:3-Siegen ist die Bilanz aus Sicht der DFB-Auswahl deutlich positiv, vier Partien endeten remis. Das letzte Duell liegt auf den Tag neun Jahre zurück: Am 7. Oktober 2011 gab es in der EM-Qualifikation ein 3:1 in Istanbul. Mario Gomez, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger trafen damals vor 50.000 Zuschauern für das Team von Bundestrainer Löw.

Mehr zum DFB-Team

Wie könnte Bundestrainer Joachim Löw aufstellen?

Am Dienstag auf der Pressekonferenz vor der Partie hat der Bundestrainer schon einige Details seiner Aufstellung verraten. Wegen der hohen Belastung in den vergangenen Wochen und im Laufe der aktuellen Saison sind die Nationalspieler vom FC Bayern und von RB Leipzig sowie Toni Kroos erst für die Nations-League-Spiele eingeplant. Im Tor beginnt statt Manuel Neuer daher Arsenal-Keeper Bernd Leno. Auch einigen Feldspielern gab der Bundestrainer eine Startelf-Garantie: Julian Brandt, Kai Havertz, Emre Can, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger und als Kapitän Julian Draxler sollen alle von Beginn an spielen. Timo Werner fehlt indes mit "Grippe-artigen Symptomen", wie Löw erklärte.

Anzeige

Welche Profis dürfen auf ihr DFB-Debüt hoffen?

Drei Spieler im DFB-Aufgebot hoffen auf ihren ersten Einsatz im Nationaltrikot. Die Gladbacher Florian Neuhaus (23) und Jonas Hofmann (28) sowie der Dortmunder Mahmoud Dahoud (24) sind bislang noch ohne Länderspieleinsatz. Während Neuhaus bei den Nations-League-Spielen zuletzt gegen Spanien und die Schweiz schon mit dabei war und auf der Bank saß, ist es für Dahoud und Hofmann die erste Nominierung. Alle drei hoffen, gegen die Türkei zum 108. Debütanten in der 14-jährigen Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw zu werden.

Wo wird gespielt und dürfen Zuschauer ins Stadion?

Die Partie findet in der Rheinenergie-Stadion in Köln statt. Wegen der hohen Corona-Inzidenz in der nordrhein-westfälischen Metropole dürfen bei dem Freundschaftsspiel aber kaum Zuschauer dabei sein. Am Dienstag lag das Sieben-Tages-Mittel in Köln noch bei 38,7 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern. Damit waren nach der gültigen Coronaschutzverordnung die vom Deutschen Fußball-Bund angestrebten 9200 Stadionbesucher nicht zulässig – der Grenzwert liegt bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Stattdessen dürfen nun nur 300 Fans im Stadion sein.

Wie ist der Gegner einzuschätzen?

Die Türken sind nicht mehr die ganz große europäische Hausnummer, die sie – gespickt mit zahlreichen Bundesliga-Profis – vor Jahren einmal waren. In der Nations League tritt man nur in der zweitklassigen Liga B an. Allerdings entsteht rund um Schalkes Ozan Kabak, die ehemaligen Bundesliga-Profis Hakan Calhanoglu (AC Mailand), Caglar Söyüncü und dessen neuen Teamkollegen bei Leicester City, Cengiz Ünder, eine schlagkräftige Truppe. Die ersten beiden Nations-League-Spiele endeten trotzdem unbefriedigend: Gegen Ungarn verlor man 0:1, gegen Serbien kam in Überzahl nicht mehr als ein torloses Unentschieden rum.