05. Februar 2021 / 23:44 Uhr

DFB-Direktor Bierhoff kontert Kritik von Rummenigge: "Kalle sollte bei den Fakten bleiben"

DFB-Direktor Bierhoff kontert Kritik von Rummenigge: "Kalle sollte bei den Fakten bleiben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Direktor Oliver Bierhoff (links) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zoffen sich öffentlich.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff (links) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zoffen sich öffentlich. © imago images/Sven Simon (Montage)
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Der Zoff zwischen DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge geht in die nächste Runde. Nachdem Rummenigge beklagte, dass Bierhoff um Hansi Flick geworben und damit Jogi Löw in den Rücken gefallen sei, teilt der Verbandsfunktionär nun gegen den Münchener Oberen aus.

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Es kracht weiterhin! Der Streit zwischen Oliver Bierhoff, Direktor der Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München findet kein Ende. Nun hat der 52 Jahre alte Europameister gegen den Klub-Oberen des Rekordmeisters heftig ausgeteilt. Bierhoff war in einem Interview zuvor scharf von Rummenigge angegangen worden.

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Zum Hintergrund: Aus Sicht des Bayern-Chefs hat Bierhoff im Sport Bild-Interview vom Mittwoch zu intensiv um Hansi Flick als neuen Bundestrainer geworben. Rummenigge konterte daraufhin bei Sport1 in Richtung des Verbandsfunktionärs, dass dieser sich beim DFB "als der große Aufräumer und Modernisierer" inszeniere. Außerdem sei es Jogi Löw gegenüber "illoyal, auf dem Trainerposten Planungsspiele öffentlich für die Zukunft aufzustellen". Rummenigge kritisierte außerdem, dass "der Sportdirektor Oliver Bierhoff federführend seit 15 Jahren verantwortlich und mit im Boot" ist - nun aber Kritik am bestehenden System äußert.

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Das lässt Bierhoff nun nicht auf sich sitzen, schießt mit deutlichen Worten zurück. "Die Aussage wundert mich schon, wenn man mein Verhalten und meine Aussagen der letzten Wochen verfolgt hat", sagte der Ex-Nationalspieler der Bild. Und weiter: "Das gilt auch explizit für das Interview, in dem ich darauf hinweise, dass ich davon ausgehe, dass Jogi seinen Vertrag bis Ende 2022 erfüllt."

Bierhoff mit Appell: "Zusammenspiel statt Angriff"

Dann startet Bierhoff noch einmal den Frontalangriff. "Unabhängig davon sollte Kalle Rummenigge schon bei den Fakten bleiben. Ich bin und war nie Sportdirektor des DFB", verdeutlichte er mit Blick auf die Aussage des Münchener Vorstandsvorsitzenden über die angeblich langjährige Verantwortlichkeit der sportlichen Geschicke beim Verband. Bierhoff weiter: "Erst seit 2018 liegt es in meiner Verantwortung, mich beim DFB um diese Themen zu kümmern." Letztlich richtet Bierhoff einen Appell zur Versöhnung. "Zusammenspiel statt Angriff ist hier der beste Weg weiterzukommen. Denn es geht um den gesamten deutschen Fußball", sagte der DFB-Direktor.

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