11. Oktober 2019 / 12:44 Uhr

DFB-Direktor Oliver Bierhoff über Havertz, Gnabry und das Verhältnis zum FC Bayern

DFB-Direktor Oliver Bierhoff über Havertz, Gnabry und das Verhältnis zum FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Direktor Oliver Bierhoff bezieht Stellung zu Kai Havertz, Serge Gnabry und das Verhältnis zwischen dem DFB und dem FC Bayern.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff bezieht Stellung zu Kai Havertz, Serge Gnabry und das Verhältnis zwischen dem DFB und dem FC Bayern. © imago images/Team 2
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Serge Gnabry präsentiert sich bei der deutschen Nationalmannschaft weiterhin in Topform, Kai Havertz darf sich aktuell ebenfalls zeigen – und wie ist nach den jüngsten Attacken eigentlich das Verhältnis zum FC Bayern? DFB-Direktor Oliver Bierhoff bezog am Freitag Stellung zu diesen Themen.

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Der teilweise erfrischende Freundschaftskick mit gleich vier Debütanten gegen Argentinien (2:2) liegt hinter der deutschen Nationalmannschaft, am Sonntag wartet in Tallinn beim Spiel gegen Underdog Estland (Hinspiel: 8:0) wieder der EM-Qualifikationsalltag. Derweil sprach DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Freitagmorgen…

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…über Serge Gnabry: "Ich kann mich noch daran erinnern, als ich mit Hansi Flick in London war, um mit seinem Vater zu sprechen – da war er noch Jugendspieler. Welche Entwicklung er genommen hat, und wie er sich oben festgesetzt hat, freut mich. Auf jeden Fall ist er ein sehr reflektierter Typ mit seiner positiven, kommunikativen Art – damit ist er für die Mannschaft auch außerhalb des Platzes wichtig. Er ist auch bereit, sich da einzubringen. Und man merkt einfach, dass er ein gutes Zeit- und Raumgefühl hat – und natürlich auch die entsprechende Schnelligkeit. Er bringt jetzt auch die Konzentration auf, die Torchancen frühzeitig zu nutzen. Ich habe mal aus Spaß zu ihm gesagt, dass er die erste Chance gar nicht erst verstreichen lassen soll – denn aufgrund der technischen Fähigkeiten geht man ja manchmal leichtfertig damit um – aber er nutzt sie derzeit eiskalt. Das zeigt, dass er sehr fokussiert ist."

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…über das Verhältnis zum FC Bayern: "Das ist gut. Es gibt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, weil wir natürlich voneinander profitieren und auch aufeinander angewiesen sind. Und dann gibt es immer mal wieder punktuelle Störfeuer, die sich aus Situationen heraus ergeben. Aber auch die Diskussionen um Manuel Neuer haben jetzt nicht dazu geführt, dass es Unruhe gibt."

Bierhoff über Havertz; "Dass er unser Toptalent ist, steht außer Frage"

…über Kai Havertz: "Dass er unser Toptalent ist, steht außer Frage. Das weiß auch Jogi. Es geht darum, ihn aufzubauen auf der einen Seite. Aber auf der anderen Seite gibt es im Mittelfeld auch viele Konkurrenten. Denen muss er sich auch stellen. Man kann sagen: Ihm gehört die Zukunft. Und es liegt natürlich an ihm, wenn er mal spielt oder im Verein, da weiter Akzente zu setzen. Gerade im offensiven Bereich gibt es aber auch Spieler wie Marco Reus, die ebenfalls ihre Berechtigung haben."

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…über die Nicht-Wechsel im Sommer von Timo Werner und Kai Havertz zum FC Bayern: "Es geht um die Entwicklung der Spieler. Dass sie Erfahrung in der Champions League sammeln, international dazulernen. Für diese Spieler ist es gut, in einem Mannschaftsgefüge, wo sie volle Unterstützung haben und das sie kennen, als Persönlichkeit zu reifen und eine führende Rolle aufzunehmen. Wenn man zu einem großen Verein geht, das kann Bayern sein, das kann Barcelona oder Manchester City sein – dann ist man wieder einer von vielen. Man schwimmt mit. Und für die Entwicklung der beiden ist es ganz gut mehr Gewicht auf den Schultern in ihren Vereinen zu haben."