18. Mai 2020 / 19:19 Uhr

DFB erklärt: Elfmeter gegen VfB Stuttgart "regeltechnisch korrekt" - Einsatz des VAR "nicht angebracht"

DFB erklärt: Elfmeter gegen VfB Stuttgart "regeltechnisch korrekt" - Einsatz des VAR "nicht angebracht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Spieler des VfB Stuttgart beschwerten sich nach dem umstrittenen Elfmeter, der zum Wiesbadener Siegtreffer führte, bei Schiedsrichter Sascha Stegemann.
Die Spieler des VfB Stuttgart beschwerten sich nach dem umstrittenen Elfmeter, der zum Wiesbadener Siegtreffer führte, bei Schiedsrichter Sascha Stegemann. © imago images/Poolfoto
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Der VfB Stuttgart fühlte sich bei der 1:2-Pleite beim SV Wehen Wiesbaden benachteiligt. Ein umstrittener Elfmeter nach Videobeweis führte zum späten Gegentreffer. Der DFB reagierte nun auf die Kritik des Zweitligisten.

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die scharfe Kritik des VfB Stuttgart reagiert und die Elfmeter-Entscheidung gegen die Schwaben als "regeltechnisch in Ordnung" bezeichnet. Die Armhaltung von VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui vor dem spielentscheidenden Strafstoß beim SV Wehen Wiesbaden (1:2) sei als "unnatürlich" einzuordnen, teilte die Sportliche Leitung der Elite-Schiedsrichter am Montag auf dpa-Nachfrage mit. Allerdings räumten die Unparteiischen auch ein, dass die Handspiel-Szene "als nicht ganz klar eingeordnet werden kann". Dadurch gab es einen Ermessensspielraum für den Schiedsrichter.

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In der Nachspielzeit hatte Referee Sascha Stegemann am Sonntag nach Sichtung der Videobilder und Rücksprache mit Robert Kampka im Videokeller auf Elfmeter entschieden. Allerdings erkannte der DFB einen Fehler bei der Anwendung des Videobeweises. Kampkas Empfehlung an Stegemann, sich die umstrittene Szene auf einem Bildschirm im Stadion anzuschauen, erachte man als "nicht angebracht", da es sich zuvor nicht um eine klare Fehleinschätzung Stegemanns gehandelt habe.

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"Da es sich um einen sehr detaillierten Vorgang handelte, war eine genaue Analyse durch den Video-Assistenten erforderlich, um das Handspiel bildlich belegen zu können. Dieser Beweis konnte durch eine hochauflösende Kamera erbracht werden", heißt es. Auf dem Bildschirm im Stadion sei das Handspiel für Stegemann dagegen "nur schwer zu erkennen" gewesen. Dennoch sei die Entscheidung regeltechnisch korrekt, weil Stegemann in seinem Ermessensbereich entschieden hatte. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat bezeichnete sie am Montag als "Skandal".