15. Juli 2021 / 06:14 Uhr

"Bescheidener Erfolg": Sportausschuss-Vorsitzende plädiert für personellen Neuanfang beim DFB

"Bescheidener Erfolg": Sportausschuss-Vorsitzende plädiert für personellen Neuanfang beim DFB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dagmar Freitag hält einen personellen Neuanfang beim DFB für notwendig.
Dagmar Freitag hält einen personellen Neuanfang beim DFB für notwendig. © IMAGO/Chai v.d. Laage (Montage)
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Das Chaos an der DFB-Spitze hat seine Spuren hinterlassen. Auch die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, hält eine personelle Umstrukturierung im Verband für notwendig. Dabei setzt sie ihre Hoffnungen auch in die Frauengruppe um Katja Kraus und Almuth Schult.

Dagmar Freitag wünscht sich eine personelle Neuausrichtung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Es sind seit Jahren dieselben Personen, die Einfluss auf die Auswahl des neuen Führungspersonals nehmen, und das mit bescheidenem Erfolg." Der DFB wird seit dem Rücktritt von Präsident Fritz Keller interimistisch von Peter Peters und Rainer Koch geführt.

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"Persönlich setze ich meine Hoffnungen darauf, dass die unverbrauchte, unbestritten kenntnisreiche Sichtweise der Frauengruppe um Katja Kraus und Almuth Schult endlich Gehör innerhalb des DFB findet", sagte die 68 Jahre alte Freitag. "Denn das gerade für die Amateure im DFB notwendige Vertrauen in das Führungspersonal zurückzugewinnen wird mit einigen der bisherigen Köpfe aus meiner Sicht nicht gelingen."

Freitag mit Kritik an hohen Ablösesummen

Die im September aus dem Bundestag ausscheidende SPD-Politikerin kritisiert zudem die Auswüchse des Profi-Fußballs. "Was hat es noch mit Sport zu tun, wenn für einen zwanzigjährigen Fußballspieler mal eben eine Ablösesumme von 175 Millionen Euro im Raum steht? Die Spieler sind Luxusgüter, übrigens auch mit Auswirkungen auf die Aktienkurse der jeweiligen Vereine", sagte Freitag in Anspielung auf den Dortmunder Stürmer Erling Haaland. Freitag beklagte zudem: "Und diese Spieler müssen auf den Platz, selbst kurz nach beispielsweise einer Covid19-Infektion, ohne dass die Langzeitfolgen einer solchen Erkrankung hinreichend erforscht sind."