09. November 2019 / 20:57 Uhr

Last-Minute-Sieg: DFB-Frauen gewinnen vor großer Kulisse im Wembley-Stadion gegen England

Last-Minute-Sieg: DFB-Frauen gewinnen vor großer Kulisse im Wembley-Stadion gegen England

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Fußball-Frauen haben in Wembley mit 2:1 gewonnen.
Die deutschen Fußball-Frauen haben in Wembley mit 2:1 gewonnen. © Catherine Ivill/Getty Images
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Von 25 Duellen mit den Engländerinnen hatten die deutschen Fußball-Frauen erst eins verloren. Dies blieb auch nach dem letzten Länderspiel des Jahres so. Der europäische Zuschauerrekord wurde in dem spektakulären Duell im Londoner Wembley-Stadion aber verfehlt.

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Vor der imposanten Kulisse von 77 768 Zuschauern im Wembley-Stadion hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft einen versöhnlichen Jahresabschluss gefeiert. Die DFB-Auswahl gewann am Samstag in London das Prestige-Duell mit dem WM-Vierten England nach einer überzeugenden Vorstellung 2:1 (1:1). Spielführerin Alexandra Popp (9. Minute) und Klara Bühl (90.) erzielten die Treffer für die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Ellen White traf zum zwischenzeitlichen 1:1 (44.).

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Kurz zuvor hatte die deutsche Torhüterin Merle Frohms noch einen von ihr selbst verschuldeten Foulelfmeter von Nikita Parris spektakulär mit dem Fuß abgewehrt (36.). Der angekündigte Europarekord mit 90.000 verkauften Tickets wurde zwar klar verfehlt - bei nasskaltem Schmuddelwetter blieben doch einige Plätze in der Arena leer. Doch auch ohne Bestwert erlebten die Zuschauer eine spektakuläre und bis zum Schluss unterhaltsame Partie mit einem am Ende verdienten Sieg - für die deutsche Elf nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Frankreich und der verspielten Olympia-Teilnahme ein Mutmacher.

Nationalspielerin Turid Knaak zur Partie in Wembley

Vor allem in der Anfangsphase und mit der Schlussoffensive zeigten die DFB-Frauen ihr stärkstes Spiel in diesem Jahr. Als „Geschenk für jede Spielerin“ und „absolutes Highlight“ hatte Voss-Tecklenburg das 26. Duell mit einer englischen Auswahl bezeichnet.

Popp trifft zur Führung für die DFB-Frauen

Mit einer grauen Wollmütze auf dem Kopf verfolgte die 51-Jährige bei feinstem britischen Schmuddelwetter an der Seitenlinie stehend den starken Beginn ihres Teams. Der Olympiasieger schien von der beeindruckenden Atmosphäre eher beflügelt denn eingeschüchtert.

Das sind die Aushängeschilder des deutschen Frauenfußballs:

Die deutschen Nationalspielerinnen um Kapitänin Alexandra Popp (links) geben sich betont locker. In der Galerie stellen wir Euch einige der wichtigsten Köpfe des Teams vor. Zur Galerie
Die deutschen Nationalspielerinnen um Kapitänin Alexandra Popp (links) geben sich betont locker. In der Galerie stellen wir Euch einige der wichtigsten Köpfe des Teams vor. ©
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Schon in der 3. Minute hatte Popp die Chance zur Führung, scheiterte jedoch an der Latte. Sechs Minuten später überwand die Angreiferin vom Doublesieger VfL Wolfsburg dann aber die englische Torfrau Mary Earps mit einem Kopfball nach Flanke von Kathrin Hendrich.

DFB-Torhüterin Frohms hält Elfmeter

Ein starkes Zeichen hatten beide Mannschaften schon vor dem Anpfiff gesetzt, indem sie mit sogenannten Poppy-Armbinden aufliefen. Mit dem Motiv der roten Mohnblüten auf schwarzem Grund gedachten beide Teams der Opfer von Kriegen und kriegerischer Konflikte. Bemerkenswert blieb dann auch der Auftritt auf dem Rasen. Beide Teams bestritten die Partie wie ein Pflichtspiel. Sara Doorsoun hätte für ein hartes Einsteigen mit gestrecktem Fuß gegen Beth Mead auch Rot sehen können.

Lena Oberdorf (17.) und Klara Bühl (21./24.) hatten die Chance zum 2:0, doch dann geriet plötzlich die deutsche Torhüterin Frohms in den Blickpunkt. Die Vertreterin der noch immer verletzten Almuth Schult foulte Mead, die nach einem Steilpass alleine auf sie zugelaufen war, parierte den berechtigten Elfmeter aber mit einer kombinierten Parade aus Hand und Fuß. Machtlos war die Freiburgerin dann aber beim Ausgleich aus stark abseitsverdächtiger Position.

Nationaltrainerin Voss-Tecklenburg: "Versöhnlicher Jahresabschluss"

Nach dem Wechsel musste die erneut überzeugende Innenverteidigerin Oberdorf mit Oberschenkelbeschwerden draußen bleiben, für die 17-Jährige kam die zwölf Jahre ältere Martina Hegering. Das Spiel bot weiter höchsten Unterhaltungswert, die Zuschauer feierten mit der Welle und trieben vor allem ihr Team immer wieder lautstark nach vorne. In der Schlussminute ließ Bühl die Fans dann aber verstummen.

Von Bisanz bis Hrubesch: Die Bundestrainer(innen) der DFB-Frauen

Martina Voss-Tecklenburg ist seit 30. November 2018 Bundestrainerin der DFB-Frauen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Vorgänger und Vorgängerinnen der Ex-Nationalspielerin. Zur Galerie
Martina Voss-Tecklenburg ist seit 30. November 2018 Bundestrainerin der DFB-Frauen. Der SPORTBUZZER zeigt die Vorgänger und Vorgängerinnen der Ex-Nationalspielerin. ©
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