20. Juli 2020 / 13:40 Uhr

DFB-Boss Keller stellt Fan-Rückkehr gegen Spanien nach Massentests in Aussicht: "Muss einen Weg geben"

DFB-Boss Keller stellt Fan-Rückkehr gegen Spanien nach Massentests in Aussicht: "Muss einen Weg geben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fritz Keller ist von einer baldigen Fan-Rückkehr in die Stadien überzeugt.
Fritz Keller ist von einer baldigen Fan-Rückkehr in die Stadien überzeugt. © Getty Images
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Wann kehren die Fans in die Fußball-Stadien zurück? Wenn es nach DFB-Präsident Fritz Keller geht, soll das schon im September beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien der Fall sein – mithilfe von massenhaften Corona-Präventivtests.

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Der Deutsche Fußball-Bund will mithilfe von massenhaften Präventivtests schon beim Länderspiel gegen Spanien Anfang September wieder Zuschauer in Stuttgart zulassen. "Es muss einen Weg geben, über Tests wieder eine gewisse Normalität zu erlangen", sagte DFB-Präsident Fritz Keller der Badischen Zeitung. Der Verband arbeite mit Experten und Wissenschaftlern aus vielen Bereichen an einem System, das Stadionbesuche wieder ermöglichen soll. Mögliche Kritik an einer Sonderrolle des Fußballs wies Keller zurück. "Die Präventivtests kommen nicht dem Fußball zugute, sondern allen", sagte der DFB-Chef.

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Mit der Infrastruktur seiner 25.000 Vereine könne der DFB der Gesellschaft helfen. "Wenn von 7,1 Millionen Mitgliedern im Idealfall jedes fünf bis zehn Menschen aus seinem Verein zum Testen bewegt, kann man sich ausrechnen, wie viel wir erreichen könnten", sagte Keller. In jedem Verein gebe es jemanden mit medizinischer Erfahrung, der die Selbsttests anleiten könne. Schon am Morgen nach dem Test könne man das Ergebnis auf dem Handy haben.

Keller: "Höchstmaß an Sicherheit ist zu gewährleisten"

Bei einem negativen Testresultat sei Keller zufolge ein Stadionbesuch unbedenklich. "Da Wissenschaftler davon ausgehen, dass man bis zu 48 Stunden nach einem Test mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemand anderen anstecken kann, ist es möglich, innerhalb dieses Zeitraums ein Höchstmaß an Sicherheit für andere zu gewährleisten", erklärte der 63-Jährige.

Das sind die Vorgänger von DFB-Präsident Fritz Keller

Fritz Keller (links) ist der designierte DFB-Präsident: Theo Zwanziger (zweiter von links), Wolfgang Niersbach
 (dritter von links) und Egidius Braun (rechts) gehören zu seinen Vorgängern. Zur Galerie
Fritz Keller (links) ist der designierte DFB-Präsident: Theo Zwanziger (zweiter von links), Wolfgang Niersbach (dritter von links) und Egidius Braun (rechts) gehören zu seinen Vorgängern. ©

DFB und Deutsche Fußball Liga hatten zuletzt einen Leitfaden für die Rückkehr von Zuschauern vorgelegt. Dieser soll bei der Erarbeitung standortindividueller Konzepte für Profiklubs und auch für Länderspiele helfen. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte der Bild am Sonntag gesagt: "Wenn ein gutes Hygienekonzept vorliegt und Abstand zwischen den Besuchern gewährleistet ist, können Veranstaltungen stattfinden – auch mit einer größeren Zahl an Zuschauern."

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Montag, grundsätzlich müssten die einzelnen Fußballklubs eigenständige Hygienekonzepte vorlegen, die von den örtlichen Gesundheitsämtern abgenommen werden müssten. Der Sprecher verwies außerdem auf den Leitfaden der DFL. Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes seien eine deutliche Reduktion der Zuschauerzahl und die Einhaltung eines Mindestabstands wichtig. „Für uns ist eigentlich klar, dass es Fußballspiele in ausverkauften Fußballstadien derzeit nicht geben kann.“