18. Mai 2020 / 12:04 Uhr

DFB-Vizepräsident Frymuth: Zukunft der 3. Liga ist "hochgradig gefährdet" - Kritik an Rufen nach Saison-Abbruch

DFB-Vizepräsident Frymuth: Zukunft der 3. Liga ist "hochgradig gefährdet" - Kritik an Rufen nach Saison-Abbruch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Vizepräsident hat sich vehement für eine Fortsetzung der 3. Liga ausgesprochen.
DFB-Vizepräsident hat sich vehement für eine Fortsetzung der 3. Liga ausgesprochen. © imago images/Picture Point LE/Jan Huebner/Montage
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Anders als Bundesliga und 2. Bundesliga pausiert die 3. Liga noch. Wann es weitergeht ist völlig unklar. DFB-Viezepräsident sprach sich in einem "Kicker"-Interview nun vehement für eine Drittliga-Fortsetzung aus - andernfalls stünde die Zukunft der Liga auf dem Spiel.

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Bei einer länger anhaltenden offenen Debatte um die Saisonfortsetzung der 3. Liga sieht DFB-Vizepräsident Peter Frymuth die Existenz der Spielklasse bedroht. "Eine Profiliga, die ein Jahr mit dem Spielbetrieb aussetzt - ich glaube, da kann sich jeder ausmalen, was das bedeutet. Die gesamte Zukunft der 3. Liga als Profispielklasse wäre hochgradig gefährdet, inklusive ihrer Teilnehmer", sagte Frymuth dem Kicker. "Ich halte den Ansatz, dass die 3. Liga im zweiten Halbjahr 2020 nicht spielt, für fast nicht vorstellbar. Dann würden alle Verzahnungen im Profibereich, Stichwort Aufstieg in die 2. Liga, und eine saubere Spielplangestaltung nicht mehr passen."

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Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Freitag bekanntgegeben, dass der geplante Neustart der 3. Liga am 26. Mai nicht haltbar sei. Es liege weiter "keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs" vor. Es sind noch nicht alle Mannschaften ins volle Training eingestiegen. Wann und ob es weitergeht, ist noch unklar. Die Klubs sind darüber zerstritten, ob die Saison wieder aufgenommen werden soll.

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Frymuth kritisiert Befürworter von Saison-Abbruch in der 3. Liga scharf

Für ihn komme "die Frage zu kurz, wie es weitergehen soll bei einem selbst gewählten Saisonabbruch", sagte Frymuth. "Diejenigen, die dieses Szenario vehement fordern, müssen sich fragen lassen: Habt ihr dann bestimmte Partner noch? Und wenn ja, in welcher Form?", sagte Frymuth und verteidigte die Vorgehensweise des DFB. "In einer Diskussion, die zu entgleisen droht, muss es auch dem Dachverband erlaubt sein, klare Kritikpunkte zu benennen und inhaltliche Pflöcke einzuschlagen."

Selbst ein Spielbetrieb über das bisherige Saisonende ist nicht mehr ausgeschlossen. "Wir versuchen, den 30. Juni zu realisieren", sagte der 63 Jahre alte Frymuth. "Wir packen die Sorgen aller Beteiligten in ein Gesamtbild. Wenn die Klubs der Bundesliga und 2. Liga den Juli ins Auge fassen, müssen wir das auch."