12. Juni 2020 / 06:47 Uhr

DFB reagiert auf Termin-Kritik von Bayern-Trainer Hansi Flick: "Ansetzung folgte üblichen Grundsätzen"

DFB reagiert auf Termin-Kritik von Bayern-Trainer Hansi Flick: "Ansetzung folgte üblichen Grundsätzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Hansi Flick hatte sich über die Ansetzung des Pokal-Halbfinals beklagt - nun reagiert der DFB.
Bayern-Trainer Hansi Flick hatte sich über die Ansetzung des Pokal-Halbfinals beklagt - nun reagiert der DFB. © Preiss/Witters/Pool
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Nach dem Final-Einzug des FC Bayern hatte sich Hansi Flick mächtig über die Ansetzung des Halbfinals gegen Eintracht Frankfurt aufgeregt. Der FCB-Coach wollte den Wettbewerb lieber nach der Saison beenden. Nun reagierte der DFB auf die Kritik aus München.

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Obwohl der FC Bayern München durch ein hart erkämpftes 2:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt ins DFB-Pokal-Finale eingezogen ist, hatte Hansi Flick nach dem Halbfinale nicht mit Kritik gespart - und zwar am Deutschen Fußball-Bund. Nach Meinung des Bayern-Trainers sei die Ansetzung des Pokal-Spiels nicht durchdacht gewesen. "Vielleicht hätte man so ein Halbfinale, ähnlich wie es die Champions League plant, auch nach der Runde machen können, um sich erst einmal komplett auf die Meisterschaft zu konzentrieren", monierte Flick.

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Die Profis des deutschen Rekordmeisters wirkten nach der Halbzeit müde, dem Außenseiter vom Main gelang noch der Ausgleich - und die Verlängerung schien durchaus möglich. Daher richtete sich Flick mit kritischen Worten in Richtung des Verbands - und der reagierte am Freitag mit einer Stellungnahme in der Bild. "Die Ansetzung folgte den üblichen Grundsätzen. Ganz entscheidend ist dabei die Gleichbehandlung aller Teams, um größtmögliche Chancengleichheit zu gewährleisten", wird ein DFB-Sprecher zitiert.

DFB erklärt Pokal-Ansetzung nach Flick-Kritik

Demnach habe der Verband vor allem auf die Folgen der Corona-Krise außerhalb der obersten beiden Spielklassen reagiert. "Zu berücksichtigen war hier insbesondere die lange Spielpause des 1. FC Saarbrücken und zudem, dass den Finalisten mit Blick auf das Endspiel eine möglichst lange Vorbereitungszeit ermöglicht wird", so der DFB-Sprecher weiter. Der Regionalligist aus Saarbrücken hatte vor seinem Halbfinale gegen Bayer Leverkusen (0:3) rund drei Monate lang keine Begegnung mehr absolviert. Der erste Viertligist in der Vorschlussrunde des Wettbewerbs hatte zuvor den Aufstieg in die 3. Liga geschafft - allerdings nicht sportlich, sondern dieser wurde dem FCS nach Abbruch der Spielzeit als Tabellenführer zugesprochen.

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Flick hatte sich vor allem deshalb beklagt, weil der FC Bayern sein Halbfinale gegen Frankfurt zwischen den beiden wichtigen Liga-Partien in Leverkusen (4:2) und gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr, Sky) bestreiten musste. Schon an diesem Wochenende könnten die Münchener ihren achten Meister-Titel in der Bundesliga in Folge einfahren. Im Endspiel des DFB-Pokals am 4. Juli in Berlin greift der FCB dann nach seinem insgesamt 20. Pokal-Triumph.