17. September 2021 / 15:56 Uhr

DFB kritisiert FIFA für WM-Plan scharf - und warnt vor "massiven Auswirkungen"

DFB kritisiert FIFA für WM-Plan scharf - und warnt vor "massiven Auswirkungen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB hat zur Idee, die WM im Zwei-Jahres-Rhythmus auszutragen, Stellung bezogen.
Der DFB hat zur Idee, die WM im Zwei-Jahres-Rhythmus auszutragen, Stellung bezogen. © IMAGO/osnapix/ActionPictures (Montage)
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Die FIFA liebäugelt mit der Einführung eines neuen WM-Rhythmus. Der Deutsche Fußball-Bund hält von der Idee jedoch nichts, wie er in einer Mitteilung klarstellt. Zudem warnte der Verband vor den Folgen einer WM-Austragung alle zwei Jahre.

Der DFB hat sich in der Frage einer WM-Austragung im Zweijahresrhythmus klar auf die Seite der UEFA gestellt und den Weltverband FIFA kritisiert. "Der DFB unterstützt uneingeschränkt die Position der UEFA, wonach eine Entscheidung in einer so wichtigen Angelegenheit nicht ohne die Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs getroffen werden darf", hieß es in einem Statement, das der Verband am Freitag nach seiner Präsidiumssitzung veröffentlichte. Es sei "unverständlich", dass zunächst "sogenannte FIFA-Legenden" und nicht die eigenen Council-Mitglieder konsultiert worden sind.

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Der Weltverband warb in den vergangenen Wochen für die Idee, die Weltmeisterschaft künftig alle zwei Jahre auszutragen und erntete dafür jede Menge Kritik. Der DFB schrieb nun: "Der DFB ist wie alle anderen europäischen Nationalverbände, Ligen und Vereine am meisten betroffen von den offensichtlich in Doha diskutierten Reformmodellen." Eine solche Umstellung, die ab 2026 greifen könnte, habe "massive Auswirkungen auf den Fußball in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit".

DFB warnt vor "Marginalisierung" von Frauen- und Junioren-Wettbewerben

Der Verband mit Sitz in Frankfurt warnte vor der "Marginalisierung" von Frauen- und Junioren-Wettbewerben. Auch für die ohnehin schon viel belasteten Profis sei der Einfall nicht gut. Die physische und mentale Belastung für Nationalspieler und Nationalspielerinnen "wäre angesichts eines dann jährlichen großen Turnieres im Wechsel zwischen Welt- und Europameisterschaften sowie einer etwa einmonatigen Abstellungsperiode im Oktober immens und würde zu einem signifikant steigenden Verletzungsrisiko führen", hieß es in dem Statement.