15. November 2019 / 13:16 Uhr

Joachim Löw über das Süle-Comeback, die Torwartfrage, Guardiola und Flick beim FC Bayern

Joachim Löw über das Süle-Comeback, die Torwartfrage, Guardiola und Flick beim FC Bayern

Tim Lüddecke und Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw (r) hat sich unter anderem zum verletzten Niklas Süle (l) und dem angeblichen Bayern-Interesse an Pep Guardiola (m) geäußert.
Joachim Löw (r) hat sich unter anderem zum verletzten Niklas Süle (l) und dem angeblichen Bayern-Interesse an Pep Guardiola (m) geäußert. © imago images/Revierfoto
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Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Samstag gegen Weißrussland hat sich Bundestrainer Joachim Löw über die Verletzungsmisere beim DFB, ein Comeback von Niklas Süle die Möglichkeit, das EM-Ticket zu lösen, und den FC Bayern gesprochen.

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Bundestrainer Joachim Löw hat auf der Pressekonferenz vor dem EM-Qualifikationsspiel am Samstag in Mönchengladbach gegen Weißrussland (20.45 Uhr, zum SPORTBUZZER-Liveticker zu den relevantesten Themen beim DFB und auch beim FC Bayern bezogen. Der 59-Jährige über...

... die vielen Ausfälle: „Die Verletzungen waren in diesem Jahr leider ein ständiger Begleiter, wir mussten immer wieder wechseln und andere Spieler aufbieten, was natürlich nicht dazu beiträgt, dass man Konstanz und Automatismen reinbekommt. Da hätten wir gerne mehr einstudiert, dennoch sind wir auf dem richtigen Weg und jetzt kommen mit Kroos, Goretzka oder Ginter auch einige Stabilisatoren zurück.“

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Weißrussland und Nordirland

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) Zur Galerie
Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) ©
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... einen taktischen Umbruch: „Es gibt Dinge, die wir verändert haben, neue Ideen für unser Spiel - aber die sind natürlich auch abhängig vom Gegner und anders in der Qualifikation gegen Estland oder Weißrussland oder eben bei einem großen Turnier. Das hat man beispielsweise auch gegen Argentinien gesehen, wo wir nicht so viel Ballbesitz hatten und es darum geht, den Ball zu erobern und dann schnell umzuschalten und zum Abschluss zu kommen. Auch an der Raumaufteilung haben wir gearbeitet, in der Defensive verschiedene Varianten ausprobiert. Aufgrund der vielen Wechsel kann man aber noch nicht erwarten, dass wir das über 90 Minuten schaffen - da müssen wir hinkommen. Allgemein möchte ich aber mal sagen, dass wir eine unglaubliche Disziplin an den Tag legen, die Dinge umsetzen wollen und es - auch wenn es nicht klappt - immer wieder versuchen. Auch die Stimmung untereinander ist klasse, das ist wirklich absolut positiv.“

Mehr vom DFB-Team

... die Torwartfrage: „Wir haben heute in Ruhe mit den Torhütern gesprochen, Manuel wird in Gladbach spielen und Marc gegen Nordirland.“ 

... den Begriff Männerfußball und Körperlichkeit allgemein: „Ich halte von dem Begriff nichts, aber wir haben viele Analysen gemacht in diesem Jahr und festgestellt, dass körperliche Robustheit und allgemeines Zweikampfverhalten ein großes Thema sind. Da wird gerade in der Bundesliga viel zu viel abgepfiffen, die Spieler liegen auch zu oft auf dem Boden. Zweikampf führen heißt für mich stabil bleiben, auf den Beinen bleiben, auch um dem Gegner ein Signal zu senden. Zweikämpfe sind die Basis, und zwar nicht nur defensiv. Gerade in der Offensive ergeben sich dadurch oft viele Möglichkeiten und manche Spieler schenken da zu schnell ab.“

... Hansi Flick, der beim FC Bayern auf deutsche Spieler setzt: „Ich freue mich natürlich, wenn deutsche Spieler zum Einsatz kommen. Der Hansi wird aber seine Entscheidungen treffen auf der Basis, was er im Training sieht und er hat da viele Möglichkeiten.“

Die DFB-Kandidaten für die EM 2020 im Chancen-Check

Ein Debütant und ein Leistungsträger: Niklas Stark (l.) kam gegen Nordirland zu seinem langersehnten ersten Einsatz, Serge Gnabry legte zum Jahresabschluss eine Drei-Tore-Gala hin. Zur Galerie
Ein Debütant und ein Leistungsträger: Niklas Stark (l.) kam gegen Nordirland zu seinem langersehnten ersten Einsatz, Serge Gnabry legte zum Jahresabschluss eine Drei-Tore-Gala hin. ©

... die Gerüchte um Pep Guardiola als Bayern-Trainer: „Dass er zu den besten Trainern überhaupt zählt, steht außer Frage. Der Rest ist Bayerns Sache und Spekulation - ob sie ihn wollen, ob er will - man muss abwarten, was Bayern plant.“

... Niklas Süle: „Keine Ahnung, wie es in 5,6 Monaten aussehen wird. Da sind Spieler auch unterschiedlich. Wichtig ist, dass da nichts zurückbleibt, er zu 100 Prozent fit ist und er sich zu 1000 Prozent sicher fühlt. Da darf man keinen Druck machen, weder wir, noch Bayern. Ob es zur EM reicht, steht in den Sternen, das weiß niemand.“

... die Ausgangslage in der EM-Qualifikation: „Es ist ja relativ klar: wir müssen unsere Schritte machen, am Samstag drei Punkte holen und dann sehen wir weiter und schauen, wie die Situation ist.“

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