07. Oktober 2020 / 15:51 Uhr

Ex-Nationalspieler Stindl und Kramer über DFB-Elf: "Wir haben viele Jungs, die große Spieler werden können"

Ex-Nationalspieler Stindl und Kramer über DFB-Elf: "Wir haben viele Jungs, die große Spieler werden können"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Ex-Nationalspieler Lars Stindl und Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach verfolgen die Entwicklung des DFB-Teams um die neuen Stars Kai Havertz und Julian Brandt genau.
Die Ex-Nationalspieler Lars Stindl und Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach verfolgen die Entwicklung des DFB-Teams um die neuen Stars Kai Havertz und Julian Brandt genau. © Basti Sevastos/imago images/Xinhua/Montage
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Sie selbst gehören zwar nicht mehr zum Aufgebot, sind aber immer noch nah dran, was die Entwicklungen rund um die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw betrifft: Die Ex-Nationalspieler Christoph Kramer und Lars Stindl reden im SPORTBUZZER-Gespräch über die DFB-Elf.

Es ist schon ein paar Tage her, dass Christoph Kramer (29. März 2016) und Lars Stindl (27. März 2018) letztmals für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen sind. Trotzdem verfolgen die beiden Profis von Borussia Mönchengladbach die Geschehnisse rund um die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw nach wie vor sehr intensiv. Wenn am Mittwochabend (20.45 Uhr, RTL) in Köln also das deutsche Testspiel gegen die Türkei angepfiffen wird, werden beide auf dem heimischen Sofa Platz nehmen. "Die Nationalmannschaft ist einfach ein must-watch“, sagte der 12-malige Nationalspieler Kramer am Dienstagabend bei der SPORTBUZZER Network Light in der Strassenkicker Base in Köln-Mülheim. 2014 war der 29-Jährige mit der DFB-Auswahl in Brasilien Weltmeister geworden.

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Seitdem ist viel passiert. Insbesondere das Vorrunden-Aus des Titelverteidigers bei der WM 2018 in Russland hat zu einer konsequenten sportlichen Neuausrichtung beim DFB-Team geführt. Die Mannschaft wurde einer sukzessiven Verjüngung unterzogen, geprägt von neuen Gesichtern von Spielern wie Kai Havertz, Timo Werner (beide FC Chelsea) oder Robin Koch (Leeds United), die durch ihre Wechsel ins Ausland und neben den Profis von Champions-League-Sieger FC Bayern auch international für das neue deutsche Team stehen.

Die Ex-Nationalspieler Stindl und Kramer über den Umbruch beim DFB-Team

Ex-Nationalspieler Stindl sieht trotz der Neuausrichtung "viel Qualität“ in der Mannschaft. "Wir viele Jungs haben, die auf dem Vormarsch sind, große Spieler zu werden“, erklärt der 32-Jährige. Das DFB-Team sei daher "insgesamt auf einem guten Weg, um irgendwann wieder ganz große Erfolge zu feiern“, womöglich schon bei der wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Europameisterschaft im Juni. "Vielleicht tut es uns sogar ganz gut, noch ein Jahr Zeit zu haben, um uns noch besser zu finden", so Stindl.

Bevor es für die Löw-Elf am Samstag gegen die Ukraine und am Dienstag gegen die Schweiz in der Nations League wirklich ernst wird – Deutschland wartet in diesem Wettbewerb noch immer auf den ersten Sieg –, dient das Türkei-Spiel für den Bundestrainer als reiner Testlauf. Für viele Spieler aus der vermeintlich zweiten Reihe geht es darum, sich (wieder) in den Vordergrund zu spielen.

Kramer hofft auf DFB-Einsatz von Neuhaus und Hofmann

Dafür hat Löw mit Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) und Mo Dahoud (Borussia Dortmund) auch zwei Neulinge berufen. Sie könnten gegen die Türkei genauso zu ihrem ersten Einsatz kommen wie der Gladbacher Florian Neuhaus. Borussia-Profi Kramer jedenfalls hofft auf einen Einsatz seiner beiden Teamkollegen Hofmann und Neuhaus, wenn auch nur für ein paar Minuten: "Damit man sagen kann, dass man Nationalspieler ist. Und das ist es ja, was am Ende zählt und was unser aller Kindheitstraum ist.“