09. Dezember 2019 / 15:29 Uhr

DFB-Direktor Oliver Bierhoff befürwortet Russland-Sperre: "Mit Sicherheit konsequent"

DFB-Direktor Oliver Bierhoff befürwortet Russland-Sperre: "Mit Sicherheit konsequent"

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Bierhoff hat die WADA-Sperre gegen Russland als konsequent bezeichnet.
Oliver Bierhoff hat die WADA-Sperre gegen Russland als "konsequent" bezeichnet. © Getty/dpa
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Die vierjährige WADA-Sperre gegen Russland betrifft auch den Fußball: Bei der WM 2022 dürfte die russische Nationalmannschaft nicht unter eigener Flagge spielen. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die Strafe gegen Russland auf SPORTBUZZER-Nachfrage befürwortet.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die am Montag von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verhängte vierjährige Sperre gegen Russland begrüßt. „Es ist mit Sicherheit konsequent, auch wenn es bitter für einige junge Athleten ist“, sagte der 51-Jährige am Montag beim Leadership Festival des DFB in Frankfurt am Main auf SPORTBUZZER-Nachfrage. "Gerade im Kampf gegen Doping muss man einfach Konsequenz zeigen und entsprechend hart durchgreifen“, betonte Bierhoff.

Mehr zur Russland-Sperre

Die WADA hat Russland am Montag wegen der Manipulierung der Doping-Daten aus dem Moskauer Labor für vier Jahre gesperrt und bestätigte damit die Empfehlungen der unabhängigen Prüfkommission CRC. Demnach wird die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA bis 2023 gesperrt. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, wenn sie nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind. Russland hat mittlerweile angekündigt, die WADA-Entscheidung anzufechten.

Russland-Sperre bei Olympia und WM - FIFA reagiert

Der Ausschluss gilt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio und 2022 in Peking, die Olympischen Jugendspiele und Weltmeisterschaften von Sportarten, die den WADA-Code unterschrieben haben, sowie sogenannten „Major Sport-Events“. Dazu zählt unter anderem die Fußball-WM, die 2022 in Katar stattfindet. Die FIFA als Unterzeichner des WADA-Codes hat allerdings noch keine abschließende Entscheidung getroffen. „Die FIFA ist in Kontakt mit der WADA und der Vereinigung der olympischen Sommersportverbände, um das Ausmaß der Entscheidung in Bezug auf den Fußball zu klären“, teilte der Weltverband mit.

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EM-Teilnahme von Russland nicht von Sperre betroffen

Die Teilnahme von Russland an der EM 2020 ist von der WADA-Sperre nicht betroffen. Der Grund: Bei dem Wettbewerb handele es sich um ein "kontinentales Sportevent". Auch die Austragung der Spiele des Pan-Europa-Turniers in St. Petersburg finden wie geplant statt. Dies trifft auch auf das Champions-League-Finale 2021 zu, das ebenfalls in der russischen Metropole stattfindet.