07. August 2021 / 17:35 Uhr

Nach hartem Kampf: Greifswalder FC unterliegt Bundesligist Augsburg knapp

Nach hartem Kampf: Greifswalder FC unterliegt Bundesligist Augsburg knapp

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alfred Finnbogason  zieht hier artistisch gegen Greifswalds Jannis Farr (r.) ab.
Alfred Finnbogason zieht hier artistisch gegen Greifswalds Jannis Farr (r.) ab. © LUTZ BONGARTS
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In der ersten Runde des DFB-Pokals zeigte der Oberligist Greifswalder FC eine beeindruckende Leistung, unterlag am Ende aber dem Erstligisten FC Augsburg mit 2:4 (1:1).

Toll gespielt, hart gekämpft, am Ende knapp verloren. Die Oberliga-Fußballer des Greifswalder FC sind nur knapp an einer großen Pokalsensation vorbeigeschrammt. Gegen den Bundesligisten FC Augsburg unterlagen die Norddeutschen mit 2:4 (1:1). Dabei führte der Fünftligist sogar 40 Minuten lang durch einen Treffer von Lukas Knechtel (2.). Danach erzielte aber der FCA drei Buden in Folge. Frederik Winther (41.), Florian Niederlechner (53.) und Hans Jensen (68.) sorgten für eine beruhigende 3:1-Führung für die Augsburger. GFC-Kapitän Velimir Jovanovic machte es kurz danach noch einmal spannend (70.), ehe André Hahn in der 80. Minute für die Entscheidung sorgte.

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Schon nach 90 Sekunden brandete auf den Rängen des Greifswalder Volksstadion Riesenjubel aus. GFC-Stürmer und Kapitän Velimir Jovanovic trieb den Ball durchs Mittelfeld und legte klug rüber zu Lukas Knechtel. Der drang in den Strafraum ein und überlupfte FCA-Keeper Rafal Gikiewicz überlegt zur überraschenden 1:0-Führung.

In Bildern: Das DFB-Pokalspiel des Greifswalder FC gegen den FC Augsburg:

GFC-Kicker Velimir Jovanovic (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Felix Uduokhai. Zur Galerie
GFC-Kicker Velimir Jovanovic (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Felix Uduokhai. ©

Angeführt von 4237 Anhängern blieb auch danach zunächst der Fünftligist gefährlich. Zweimal wurde der schnelle Rechtsaußen Bleon Salihu geschickt. Augsburgs Defensive hatte Mühe, den Neuzugang aus den USA zu halten.


In der Folge hatte dann vor allem der Bundesligist viel Ballbesitz. Doch die GFC-Defensive stand gut, ließ kaum etwas zu. Erstmals gefährlich wurde der FC Augsburg in der 19. Minute, als André Hahn den Ball aus 16 Metern knapp am Tor vorbei schoss.

Danach biss sich der Bundesligist weiter die Zähne an der Defensive der Greifswalder aus. Sie probierten es mit vielen Diagonalbällen, doch die GFC-Abwehr agierte hellwach. Erst kurz vor der Pause wurde es mehrmals brenzlig. Erst parierte GFC-Torhüter Adam Marczuk glänzend gegen einen Hahn-Kopfball, danach zappelte der Ball im Anschluss an eine Ecke doch im Netz der Greifswalder. Frederik Winther traf per Abstauber ins leere Tor.

Kurz danach wurde es wieder brandgefährlich. FCA-Stürmer Alfred Finnbogason musste den Ball nur noch am schon liegenden Marczuk vorbeischieben, doch der Ball wurde noch auf der Linie geblockt. Pause! Mit tosendem Applaus verabschiedeten die Greifswalder Anhänger ihr Team in die Kabine.

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Mit neuem Elan versuchten die Gastgeber aus der Kabine zu kommen, aber Torchancen hatte zunächst nur Augsburg. In der 53. Minute kombinierten sich die Augsburger gekonnt durch den gegnerischen Sechzehner. Florian Niederlechner erzielte nach Vorlage von Iago Borduchi den verdienten 2:1-Führungstreffer. Der Greifswalder FC hatte danach Probleme, sich zu befreien. Augsburg drückte auf das 3:1. Chancen von Niederlechner (55. und 58.) und von Fredrik Jensen (60.) blieben aber zunächst ungenutzt. In der 68. Minute hatte dann aber der starke GFC-Torwart Marczuk keine Chance mehr. Jensen verwertete ein Flanke von der linken Seite zum 3:1. Die Vorentscheidung? Nein!

Mit Wiederanpfiff spielte sich der Greifswalder FC über die rechte Seite durch. Der eingewechselte Clemens Schröder flankte auf den Kopf von Jovanovic, der den unglücklich agierenden Gikiewicz überwand. Urplötzlich waren die Hausherren am Drücker. Nur zwei Minuten später verfehlte wieder Jovanovic aus der Distanz das FCA-Tor nur knapp. Die Zuschauer peitschten die Norddeutschen nun wieder lautstark nach vorne. Es war wieder Spannung drin.

Diese nahm den GFC-Fans zehn Minuten vor Schluss dann André Hahn. Er überlupfte Adam Marczuk zum 4:2 für die Augsburger. Danach stemmten sich die Gastgeber gegen die Niederlage, hatten auch noch ein, zwei gute Chancen zum Anschluss. Diese blieben aber ungenutzt. Somit blieb die große Pokal-Überraschung aus. Dennoch waren die gut 4000 Zuschauer im Volksstadion stolz auf ihre Mannschaft. Mit einer Ehrenrunde verabschiedete sich das Tean nach der Partie von ihren Anhängern.

Greifswalder FC: Marczuk - Farr (87. Kröger), Sanin, Rüh, Bütterich - Richardson, Garbuschewski (57. Sindik) - Salihu (46. Müller), Hecker (46. Schröder), Knechtel - Jovanovic (83. Appiah).
FC Augsburg: Gikiewicz - Framberger, Uduokhai, Winther, Borduchi - Dorsch, Moravek (60. Gruezo) - Hahn, Jensen - Finnbogason (60. Gregoritsch), Niederlechner.
Tore: 1:0 Knechtel (2.), 1:1 Winther (41.), 1:2 Niederlechner (52.), 1:3 Jensen (68.), 2:3 Jovanovic (69.), 2:4 Hahn (80.).
Schiedsrichter: Max Burda.
Zuschauer: 4732.