23. August 2020 / 18:25 Uhr

Diese Amateur-Klubs aus dem Norden treffen im DFB-Pokal auf Bundesliga-Teams

Diese Amateur-Klubs aus dem Norden treffen im DFB-Pokal auf Bundesliga-Teams

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Amateur-Klubs aus dem Norden, wie hier der SV Todesfelde, haben sich am Finaltag der Amateure für den DFB-Pokal und Spiele gegen Erst- oder Zweitligisten qualifiziert. 
Amateur-Klubs aus dem Norden, wie hier der SV Todesfelde, haben sich am "Finaltag der Amateure" für den DFB-Pokal und Spiele gegen Erst- oder Zweitligisten qualifiziert.  © imago images/Montage
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Für die 1. Runde im DFB-Pokal reisen gleich mehrere Bundes- und Zweitligisten zu Amateur-Klubs in den Norden. Fünf Teams aus den unteren Ligen Norddeutschlands dürfen sich auf namhafte Gegner wie Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach freuen. 

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„Das ist der Tag der Tage“, sagte der Stürmer Til Weidemann, nachdem er sich mit dem Fünftligisten SV Todesfelde aus Schleswig-Holstein für den DFB-Pokal qualifiziert hat. Von Todesfelde bis Celle freuen sich nach dem bundesweiten „Finaltag der Amateure“ gleich mehrere Außenseiter aus Norddeutschland auf Pokalduelle mit großen Gegnern wie Bayer Leverkusen oder Borussia Mönchengladbach (11. bis 14. September).

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Das sind die Amateur-Pokalteilnehmer aus dem Norden

SV TODESFELDE: Nur etwa 1000 Einwohner hat die Gemeinde im Kreis Segeberg in der Mitte Schleswig-Holsteins. Auch fußballerisch ist sie nur in der fünftklassigen Oberliga zu Hause. Dass der SV Todefelde im Endspiel des SHFV-Pokals trotzdem mit 3:2 (1:2) gegen den prominenten Drittliga-Rückkehrer VfB Lübeck gewann, gehörte zu den großen Sensationen des „Finaltags“. Der SVT bezeichnet sich auf seiner Internetseite selbst als „kleiner Dorfverein mit regionalem Bezug“. Gegner im DFB-Pokal ist jetzt der Zweitliga-Klub VfL Osnabrück.

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EINTRACHT NORDERSTEDT: Der Weg zurück in das DFB-Pokalfinale beginnt für Bayer Leverkusen in Norderstedt. Denn der zwar aus Schleswig-Holstein kommende aber dem Hamburger Fußballverband angehörende Regionalligist FC Eintracht gewann durch ein 5:1 gegen den TSV Sasel souverän den Hamburg-Pokal. Cup-Finalist Leverkusen ist nach Wattenscheid 09 (1995), dem VfB Stuttgart (1999), Greuther Fürth (2016) und dem VfL Wolfsburg (2017) bereits der fünfte Bundesliga-Klub, der im Edmund-Plambeck-Stadion antritt. Wolfsburg und Wattenscheid gewannen dort nur mit 1:0.



FC OBERNEULAND: Der Regionalliga-Aufsteiger aus dem Bremer Nobelstadtteil hat noch mehr DFB-Pokal-Erfahrung als die Norderstedter. 2008 besiegte er in der ersten Runde den damaligen Zweitligisten TuS Koblenz. Der Gegner in diesem Jahr ist mit Borussia Mönchengladbach ähnlich attraktiv wie der damalige Titelverteidiger Borussia Dortmund (2012) oder der spätere deutsche Meister VfL Wolfsburg (2008). Der entscheidende Mann im Bremer Pokalfinale gegen den Blumenthaler SV war Torwart Jonas Horsch, der beim Elfmeterschießen gleich drei Elfmeter hielt.

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MTV EINTRACHT CELLE: Fußball in Celle - das verband man über Jahrzehnte nur mit dem TuS Celle FC. Doch der langjährige Drittligist ist bis in die Kreisliga abgestürzt, während sich der Stadion an Stadion spielende Nachbar MTV Eintracht mit kluger Aufbauarbeit bis in die Oberliga Niedersachsen hochgearbeitet hat. Stürmer Felix Krüger erlitt in den vergangenen drei Jahren einen Kreuzbandriss, einen Syndesmosebandriss und eine Schambeinverletzung. Im Finale gegen den MTV Gifhorn (3:2) wurde er dann beim Stand von 1:2 eingewechselt und schoss noch zwei Tore. Der Lohn: ein Pokal-Duell mit dem Bundesligisten FC Augsburg.

TSV HAVELSE: Der kleine Stadtteilklub aus Garbsen vor den Toren Hannovers wurde zum ersten Mal 1990 richtig bekannt, als er unter dem späteren Freiburg-Trainer Volker Finke in die 2. Bundesliga aufstieg. In Havelse wurden Spieler wie Frank Pagelsdorf oder Jens Todt groß, im DFB-Pokal besiegte der Club zudem gleich zweimal den 1. FC Nürnberg (1991 und 2012). In diesem Jahr hofft der Regionalligist auf eine Sensation gegen den FSV Mainz 05. Für dieses Spiel qualifizierte man sich am Sonntag durch ein 4:1 im Niedersachsen-Pokal beim BSV Rehden.