26. Juli 2020 / 09:09 Uhr

So kurios läuft die Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal - 22 Teilnehmer fehlen noch

So kurios läuft die Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal - 22 Teilnehmer fehlen noch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aufgrund der Corona-Krise musste der Verband vor der Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal ungewöhnliche Maßnahmen beschließen.
Aufgrund der Corona-Krise musste der Verband vor der Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal ungewöhnliche Maßnahmen beschließen. © imago images/MaBoSport (Montage)
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Am 11. September eröffnet der DFB-Pokal die neue Saison. Während die Reihenfolge mit den ersten Pokal-Spielen vor dem Start in die Ligen gleich geblieben ist, hat die Corona-Krise nicht nur den Zeitpunkt für den Anpfiff in die neue Spielzeit auf den Kopf gestellt. Auch bei der Auslosung der 1. Runde im Pokal mussten die Verantwortlichen kreativ werden.

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Ob FC Bayern München oder Borussia Dortmund: Die Verkündung dieser Namen sorgt bei der Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals bei Amateurklubs regelmäßig für überschwänglichen Jubel. In diesem Jahr wird rund um die Ziehung davon eher wenig zu sehen sein. Zum einen stehen viele Cup-Teilnehmer aus den unteren Spielklassen für die kommende Saison noch gar nicht fest, zum anderen dürfen die Vertreter der kleinen Vereine wegen der Corona-Regeln auch gar nicht wie sonst üblich euphorisch und dicht gedrängt live bei der Ziehung dabei sein. Die Auslosung ist in diesem Jahr gleich in mehrfacher Hinsicht eine ganz besondere.

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Unter welchen Rahmenbedingungen findet die Auslosung statt?

Die Auslosung wird am Sonntag ab 18.30 Uhr live aus dem ARD-Sportschau-Studio in Köln übertragen (Der SPORTBUZZER tickert die Ziehung der Lose live). Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, und die stellvertretende DFB-Generalsekretärin, Heike Ullrich, nehmen die Ziehung der Lose vor. Anders als zuletzt im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund sind keine Zuschauer vor Ort zugelassen.

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Der SPORTBUZZER blickt zurück: alle Gewinner des DFB-Pokals seit 2000. Unter anderem mit dabei: die Triple-Bayern, ein Lewandowski-Dreierpack gegen den späteren Arbeitgeber und ein berüchtigtes Tor vom Ex-Frankfurter Ante Rebic. Klickt euch durch! ©

Wann wird gespielt?

Die erste Runde soll vom 11. bis zum 14. September ausgetragen werden und damit eine Woche vor dem Saisonstart in der Bundesliga und 2. Liga. Die zweite Runde findet kurz vor Weihnachten statt (22./23. Dezember). Für das Achtelfinale (2. und 3. Februar 2021) sowie das Viertelfinale (2. und 3. März) gibt es ebenfalls schon feste Termine. Ungewöhnlich: Die Halbfinalspiele sollen nicht wie sonst üblich unter der Woche, sondern am ersten Mai-Wochenende stattfinden. Ebenfalls unüblich: Das Finale im Berliner Olympiastadion ist nicht für einen Samstagabend geplant, sondern für den Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt).

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Welche Vereine sind dabei?

Bereits qualifiziert sind die 36 Erst- und Zweitligisten der Saison 2019/20. Hinzu kommen aus der vergangenen Drittliga-Spielzeit die Aufsteiger Würzburger Kickers und Eintracht Braunschweig. Auch der FC Ingolstadt und der MSV Duisburg sind dabei. Die meisten weiteren Teilnehmer werden in den Pokalendspielen der Landesverbände ermittelt. Das Problem: Wegen der Corona-Pause wurden nicht nur die Finals verschoben, in einigen Ländern stehen sogar noch Viertelfinalspiele an.

Für die 22 noch nicht feststehenden Teilnehmer werden bei der Auslosung Platzhalter eingesetzt. Einen Sonderfall gibt es in Sachsen-Anhalt: Dort wurde der Pokal bereits endgültig abgebrochen und der 1. FC Magdeburg als DFB-Pokal-Teilnehmer festgelegt. Aus Bayern, das zwei Startplätze hat, ist zudem aller Voraussicht nach der 1. FC Schweinfurt 05 dabei.

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Wieso wartet man mit der Auslosung nicht einfach noch?

Die Landespokal-Endspiele sollen am 22. August im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ ausgetragen werden. Bis dahin will der DFB mit der Auslosung aber nicht warten. Nach Verbandsangaben wurde der frühe Termin gewählt, „um insbesondere den Amateurvereinen eine intensivere Planung für die Spielorte zu ermöglichen“.

Wegen der Coronavirus-Pandemie brauchen die Amateurklubs ein Hygienekonzept und ein Stadion, wo dieses auch umgesetzt werden kann. Bis Mitte August müssen alle Amateurvereine, die als Teilnehmer der ersten Runde infrage kommen, eine Heimspielstätte festlegen und ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Hygienekonzept vorstellen. Anschließend sollen schnellstmöglich die genauen zeitlichen Ansetzungen veröffentlicht werden. Gelingt es einem Amateurverein nicht, die Vorgaben umzusetzen, könnte das Heimrecht wohl auch getauscht werden, wie Jörg Schmadtke beim SPORTBUZZER angedeutet hatte.

Der Manager des VfL Wolfsburg erklärte: "Wir müssen schon die Dinge einhalten, die vom Gesetzgeber vorgegeben sind. Wenn das für den einen oder anderen Amateurklub nicht umsetzbar ist, was ich durchaus nachvollziehen kann, dann gibt es halt die Möglichkeit, das Heimrecht zu tauschen." Kommt es so, fände er dies für den jeweiligen kleineren Klub "schade. Die erste Pokalrunde lebt davon, dass Bundesligisten zu Dorfvereinen fahren und sich dort mit den Begebenheiten nicht gut arrangieren können und es dann zu einer Überraschung kommen kann. Das ist Pokal pur. Das macht den Wettbewerb aus", sagte Schmadtke.