11. September 2020 / 22:40 Uhr

DFB-Pokal kompakt: Braunschweig schießt Hertha raus – Mainz rettet sich spät vor Blamage

DFB-Pokal kompakt: Braunschweig schießt Hertha raus – Mainz rettet sich spät vor Blamage

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Eintracht Braunschweig schaffte gegen Hertha die Überraschung. Mainz tat sich gegen Havelse lange schwer.
Eintracht Braunschweig schaffte gegen Hertha die Überraschung. Mainz tat sich gegen Havelse lange schwer. © imago images/Joachim Sielski/Montage
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Zum Start der neuen DFB-Pokal-Saison haben die Favoriten gewackelt – und ein Bundesligist ist bereits raus. Hertha BSC scheitert nach einem Torfestival an Eintracht Braunschweig. Mainz 05 rettet sich durch späte Treffer vor einer Pokal-Blamage gegen den TSV Havelse.

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Eintracht Braunschweig – Hertha BSC 5:4 (3:2)

Eintracht Braunschweig hat für die erste Pokal-Sensation in dieser Saison gesorgt. Dank eines Dreierpacks von Kapitän Martin Kobylanski (2., 44. und 66. Minute) sowie einem Treffer von Suleiman Abdullahi (73.) und einem Eigentor durch Maximilian Mittelstädt hat der Zweitligist im heimischen Eintracht-Stadion vor 500 Zuschauern einen überzeugenden Sieg über Hertha BSC gefeiert. Der ambitionierte Bundesligist aus Berlin um Trainer Bruno Labbadia muss trotz Toren von Dodi Lukebakio (23. und 83.), Matheus Cunha (29.) und Peter Pekarik (65.) bereits in der ersten Runde die Segel streichen – und das mehr als verdient.

Denn ein Klassenunterschied war im Duell zwischen dem Drittliga-Dritten und dem Bundesliga-Zehnten der Vorsaison nicht zu erkennen. Braunschweig ging früh in der Partie dank des überragenden Kapitäns Kobylanski und des Eigentors in Führung. Hertha wachte durch die Tore von Lukebakio und Cunha erst Mitte der ersten Halbzeit auf, ging aber trotzdem mit einem Rückstand in die Pause, da Kobylanski seinen vom neuen Hertha-Keeper Alexander Schwolow abgewehrten Elfmeter im Nachschuss verwandelte.

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Nach der Pause wirkte die Labbadia-Elf spritziger und kam durch Pekarik zum verdienten Ausgleich. Im Anschluss drehte die Eintracht plötzlich erneut auf. Erneut der Löwen-Kapitän und dann Abdullahi brachten die Braunschweiger wieder komfortabel in Führung. Lukebakio machte es mit seinem Anschlusstreffer noch mal spannend. Doch die Hausherren wehrten die Hertha-Angriffe erfolgreich ab. Zuletzt waren die Berliner in der Saison 2012/13 in der ersten Pokalrunde ausgeschieden.

TSV Havelse – Mainz 05 1:5 (1:0)

Mainz 05 hat sich mühevoll in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält. Beim 5:1 (0:1) gegen den Viertligisten TSV Havelse wendete der Bundesligist am Freitagabend vor 1000 Zuschauern erst in der Schlussphase eine Blamage ab. Noah Plume brachte die Niedersachsen, die ihr Heimrecht getauscht hatten, in der 17. Minute in Führung. Jean-Philippe Mateta mit einem Dreierpack in der 57., 79. und 90. Minute sowie Adam Szalai (77.) und der eingewechselte Robin Quaison (86.) drehten die Partie für den wenig überzeugenden Favoriten.

Nachdem die Hausherren in der Anfangsphase zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen konnten, schlug der Außenseiter mit dem ersten Angriff zu. Nach einer flachen Hereingabe stand Plume im Zentrum völlig frei und vollendete mit einem platzierten Flachschuss. Der Bundesligist fand darauf zunächst keine Antwort. Trotz spielerischer Überlegenheit tat sich der FSV in der Offensive äußerst schwer. Noch vor dem Pausengang versammelte 05-Kapitän Moussa Niakhaté die Mannschaft auf dem Feld und schwor sie für die zweite Halbzeit ein. Den besseren Start erwischten aber die Niedersachsen. Yannik Jaeschke (48.) und Kevin Schumacher (50.) verpassten das mögliche 2:0. Die Mainzer wachten erst danach auf und drehten das Spiel endgültig.