02. Februar 2021 / 21:19 Uhr

DFB-Pokal kompakt: Essen düpiert Leverkusen - Bayern-Bezwinger Kiel nach Elfmeter-Krimi weiter

DFB-Pokal kompakt: Essen düpiert Leverkusen - Bayern-Bezwinger Kiel nach Elfmeter-Krimi weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rot-Weiss Essen und Holstein Kiel bejubeln den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals.
Rot-Weiss Essen und Holstein Kiel bejubeln den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. © imago images (Montage)
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Vorjahresfinalist Bayer Leverkusen ist im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Regionalligist Rot-Weiss Essen hat in der Verlängerung einen Rückstand aufgeholt und steht überraschend im Viertelfinale. Die Reise für Holstein Kiel geht ebenfalls weiter. Die Bayern-Bezwinger setzten sich im Elfmeterschießen gegen Darmstadt durch.

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Rot-Weiss Essen - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1, 0:0)

Rot-Weiss Essen hat Vorjahresfinalist Bayer Leverkusen im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Regionalligist setzte sich gegen die Werkself in der Verlängerung mit 2:1 (1:1, 0:0) durch und steht in der Runde der letzten Acht. Der große Favorit war in der ersten Halbzeit überzeugend unterwegs, ließ aber - wie zuletzt häufiger - die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen. Zwei große Chancen hatte Leverkusens Stürmer Patrik Schick, der zunächst auf Vorlage von Leon Bailey am rutschigen Boden (14.) und dann nach punktgenauer Flanke von Karim Bellarabi (24.) aus kurzer Distanz am linken Pfosten scheiterte. Vor der Pause musste Bellarabi den Platz verletzungsbedingt verlassen. Für den elfmaligen Nationalspieler kam Moussa Diaby. Der eingewechselte Offensivspieler hatte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch die Chance auf die Führung, zielte aber mit einem Volleyschuss knapp daneben.

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Im zweiten Durchgang ließen beim Viertligisten aus Nordrhein-Westfalen allmählich die Kräfte nach. Leverkusen rannte an - blieb aber zunächst torlos. Zunächst scheiterte Diaby noch einmal am Gebälk (50.), ehe in der Schlussphase gleich zweimal das Aluminium für Essen rettete: erst traf erneut Diaby den linken Pfosten, ehe Keeper Davari den Nachschuss von Lucas Alario noch an den rechten Pfosten lenken konnte. So ging es in zusätzliche 30 Minuten, in denen die Werkself noch das vermeintlich erlösende 1:0 erzielte. Ein missglückter Versuch von Aleksandar Dragovic landete bei Bailey, der die Kugel im linken unteren Eck unterbrachte.

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Dann drehte der Außenseiter mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal auf - und belohnte sich für den Kampf. Zunächst glich Oguzhan Kefkir nach einem abgewehrten Ball von Leverkusens Keeper Lukas Hradecky aus (108.). Den umjubelten Siegtreffer für Essen erzielte Simon Engelmann drei Minuten vor Abpfiff der Verlängerung. Allerdings musste das Tor eine Überprüfung des VAR überstehen, weil einige Augenblicke zuvor Leverkusens Jeremie Frimpong im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Allerdings entschied Schiedsrichter Daniel Schlager auch nach Ansicht der Videobilder nicht auf Elfmeter. Damit war die Sensation für den Regionalligisten perfekt.

Holstein Kiel - SV Darmstadt 98 8:7 n.E. (1:1, 1:1)

Der Sieg von Holstein Kiel gegen den FC Bayern München in der 2. Runde des DFB-Pokals ist kein Strohfeuer gewesen. Die Mannschaft von Ole Werner schaltete am Dienstagabend den Zweitliga-Konkurrenten SV Darmstadt 98 nach einem irren Elfmeter-Krimi mit 8:7 n.E. (1:1, 1:1) aus und steht damit im Viertelfinale - so wie schon vor neun Jahren. Das erste Tor des Abends erzielte Janni Serra in der 58. Minute. Der erst kurz zuvor eingewechselte Serdar Dursun glich für Darmstadt aus (86.). Im ersten Durchgang spielten sich beide Teams gute Möglichkeiten heraus, verpassten aber jeweils den Führungstreffer. Schon früh im Spiel hatte Mathias Honsak die Chance, die Gäste aus Hessen in Führung zu bringen, doch er scheiterte am Aluminium (9.). Später vergab Fabian Reese (16.) eine gute Kontergelegenheit.

Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Bayern-Bezwinger Kiel im heimischen Stadion mit der Führung. Serra lief nach einem starken Steilpass von Reese allein auf Darmstadts Keeper Marcel Schuhen zu, blieb geduldig und lupfte den Ball gefühlvoll ins Tor. In der Folge zogen sich die Gastgeber etwas zurück und ließen die "Lilien" kommen. Das rächte sich: Torjäger Dursun zielte aus kurzer Distanz ab - und ausgerechnet dem gegen Bayern als Elfmeterheld gefeierte "Störche"-Keeper Ioannis Gelios rutschte der Ball durch die Hände über die Linie. In der Verlängerung blieb es beim 1:1, der Elfmeter-Krimi begann.

Es brauchte letztlich 18 Schützen, um die Entscheidung herbeizuführen. Den entscheidenden Fehlschuss aus Sicht der Darmstädter kam von Tim Skarke, der links am Tor vorbeischoss. Danach lastete der Druck auf den Schultern von Simon Lange, der den Kieler Viertelfinal-Einzug perfekt machte.