15. Juni 2020 / 21:41 Uhr

DFB-Pokal-Finale gegen FC Bayern: Leverkusen-Boss Carro will "5000 Zuschauer pro Klub" in Berlin

DFB-Pokal-Finale gegen FC Bayern: Leverkusen-Boss Carro will "5000 Zuschauer pro Klub" in Berlin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München ist amtierender Pokalsieger. Für das Finale 2020 gegen den Rekordmeister und -pokalsieger fordert Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro nun Fans im Olympiastadion Berlin.
Der FC Bayern München ist amtierender Pokalsieger. Für das Finale 2020 gegen den Rekordmeister und -pokalsieger fordert Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro nun Fans im Olympiastadion Berlin. © imago images/Sven Simon/dpa
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Am 4. Juli stehen sich der FC Bayern München und Bayer Leverkusen im DFB-Pokal-Finale im Olympiastadion Berlin gegenüber. Geplant ist, dass das Endspiel wie alle Bundesliga-Partien ohne Fans über die Bühne geht. Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro fordert den DFB aber nun auf, ein Hygiene-Konzept zu entwickeln, das Fans zulässt.

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Das DFB-Pokal-Finale in Berlin ist für viele Fußball-Fans eines der großen Highlights des Jahres. Vor allem die Stimmung im Olympiastadion ist einmalig. 74.322 Zuschauer, die ihre Teams zum Sieg pushen wollen - das wird es in diesem Jahr im Finale zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen nicht geben. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Finale nach aktuellem Stand ohne Zuschauer im Stadion geplant. Leverkusen-Boss Fernando Carro will das ändern. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger hat der Geschäftsführer nun den DFB in die Pflicht genommen.

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Carro deutlich: "Wir erwarten vom DFB, dass er ein Konzept für das Pokal-Finale erarbeitet, so dass am Ende wenigstens ein Teil unserer Fans dabei sein kann", sagte der Leverkusen-Chef. Nach derzeitiger Rechtslage könnten beim DFB-Pokal-Finale nur wenige Hundert Zuschauer im Berliner Olympiastadion sein - und das auch nur unter sehr strengen, für ein Fußballspiel logistisch schwer zu erfüllenden Auflagen, hieß es dazu vom Berliner Senat. Ähnlich wie Carro äußerte sich bereits auch Sportchef Rudi Völler: "Ich bin da ein bisschen Optimist und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir da vielleicht ein paar Zuschauer dabei haben werden", sagte Völler nach dem Final-Einzug der Leverkusener durch das 3:0 (2:0) beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken.

Zuschauer in Berlin: Leverkusen-Boss Carro nimmt DFB in die Pflicht

Leverkusen-Boss Carro würde in der Zulassung von mehr Zuschauern auch ein Signal für die kommende Saison sehen. "Ich glaube, dass das Pokal-Finale ein guter Test wäre für nächste Saison. Ich würde mir wünschen, dass 5000 Zuschauer pro Klub erlaubt würden", so der 55-Jährige, der deshalb auch den DFB in die Pflicht nimmt: "Entscheiden muss dann die Politik. Dieser Entscheidung würden wir uns selbstredend beugen. Aber die Politik kann nur entscheiden, wenn ein gutes Konzept vorgelegt wird, so wie das die DFL mit der Bundesliga gemacht und der DFB es für die Dritte Liga übernommen hat."  *Bayer 04 erklärte sich gleichzeitig bereit, "den DFB bei dieser herausfordernden Aufgabe zu unterstützen". *

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Der Berliner AK fegt Hoffenheim im Jahr 2012 mit 4:0 vom Platz, Vestenbergsgreuth besiegt 1994 den deutschen Meister FC Bayern um Torwart Oliver Kahn mit 1:0. Der SPORTBUZZER zeigt die größten Sensationen in der Geschichte des DFB-Pokals. ©

Laut Corona-Verordnung dürfen trotz Verbots für öffentliche Veranstaltungen ab dem 30. Juni 2020 „sonstige Veranstaltungen und Zusammenkünfte“ unter freiem Himmel mit bis zu 1000 Personen in der Hauptstadt stattfinden. Abzüglich der Kader und Delegationen der Finalisten sowie Medienvertretern blieben somit nur einig hundert Plätze in der Arena, die normalerweise mehr als 74.000 Besuchern Platz bietet. Über die Besucher müsste unter anderem eine Anwesenheitsdokumentation mit Informationen zur Kontaktnachverfolgung geführt werden, die bei einer Einlasskontrolle unter den gängigen Abstandsregeln zu erfolgen hätte. Laut Berliner Senat ist für einen Vorstoß für Fans im Stadion der Deutsche Fußball-Bund als Veranstalter am Zug. Beantragt habe der Verband bisher „ein Spiel ohne Zuschauer“, hieß es von der Behörde.