26. Oktober 2021 / 23:39 Uhr

DFB-Pokal kompakt: Mainz und Freiburg zittern sich weiter - Verletzungen überschatten HSV-Sieg

DFB-Pokal kompakt: Mainz und Freiburg zittern sich weiter - Verletzungen überschatten HSV-Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mainz und Freiburg zittern sich weiter. Der HSV-Sieg wird von Verletzungen überschattet.
Mainz und Freiburg zittern sich weiter. Der HSV-Sieg wird von Verletzungen überschattet. © dpa/IMAGO/Montage
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Drei Abendspiele, drei Verlängerungen, drei Pokal-Krimis. Während Mainz 05 gegen Bielefeld schon nach 120 Minuten feiern durfte, brauchten der SC Freiburg gegen Drittligist VfL Osnabrück ebenso das Elfemeterschießen wie der Hamburger SV in Nürnberg. 

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 2:4 (1:1, 0:1) im Elfmeterschießen

Das Pokal-Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV, das die Hamburger spät im Elfmeterschießen gewann und damit die nächste Runde erreichte, ist durch zwei schwere Verletzungen überschattet worden. Sowohl HSV-Verteidiger Tim Leibold (20.) als auch Club-Mittelfeldspieler Tom Krauß (52.) mussten jeweils offenbar schwer verletzt vom Platz getragen werden, wodurch das Sportliche im Max-Morlock-Stadion in den Hintergrund rückte - auch wenn beide Teams sich einen packenden Pokal-Fight lieferten. Nach Toren von Jonas David (45), der den HSV in Führung köpfte, und Taylan Duman (59.) kurz nach der Schock-Verletzung seines Mitspielers ging es beim Stand von 1:1 in die Verlängerung, in der jedoch keine weiteren Tore fielen. Im Elfmeterschießen verschossen Lino Tempelmann und Asger Sörensen für den FCN, während beim HSV alle Schützen trafen.

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Ex-HSV-Kapitän Leibold verletzte sich am rechten Knie nach einem Zweikampf - zufälligerweise mit Krauß, der den Ball spielte bevor er den Hamburger abräumte. Der HSV-Profi schrie vor Schmerzen. Eine Bänderverletzung wird befürchtet. Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte dann bange Momente um den Nürnberger: Krauß und der für Leibold eingewechselte Miro Muheim waren in der Luft mit den Köpfen zusammengestoßen. Während Muheim weiterspielen konnte, blieb der 20 Jahre alte FCN-Profi liegen und war offenbar auch kurz Bewusstlos. Unter lauten "Tom Krauß"-Sprechchören und Applaus wurde er von Feld getragen. Laut Nürnberg-Tweet, der kurz vor Start der Verlängerung veröffentlicht wurde, war Krauß "ansprechbar und wurde jetzt zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht".

Mainz 05 - Arminia Bielefeld 3:2 n.V. (2:2, 0:1)

Karnevals-Stimmung in Mainz - und das wenige Tage vor dem offiziellen Start der Narren-Saison. Im Duell der zweier Bundesligisten sah nach der 2:1-Führung durch Jonathan Burkardt (53.) und Karim Onisiwo (59.) alles nach einem Einzug ins Achtelfinale aus. Nach dem frühen Führungstreffer von Masaya Okugawa (2.), der ausnutzte, dass die Mainzer Hintermannschaft zu weit aufgerückt war, drehten Burkardt per Kopf und Onisiwo nach Vorlage seines Sturmpartners die Partie. Die Arminia schien nach dem Tempo-Doppelschlag beindruckt. Doch in der 89. Minute glich Fabian Klos für die Gäste wieder aus - Verlängerung. In der durfte dann abermals der FSV jubeln, weil Marcus Ingvartsen nach toller Vorlage von Adam Szalai sehenswert aus der Distanz traf, die Mewa Arena zum Kochen bringt und seine Mainzer ins Achtelfinale schoss.

VfL Osnabrück - SC Freiburg 2:3 (1:1, 0:1) im Elfmeterschießen

Der SC Freiburg hat sich in einem packenden Pokal-Krimi an der Bremer Brücke gegen den Drittligisten VfL Osnabrück nach Elfmeterschießen durchgesetzt und bleibt weiterhin ungeschlagen. SCF-Ersatzkeeper Benjamin Uphoff avancierte zum Matchwinner, indem er gleich drei Elfmeter des Zweitliga-Absteigers abwehrte und so eine Pokal-Blamage des aktuellen Bundesliga-Dritten verhinderte.

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Zunächst sah alles nach einem lockeren Achtelfinal-Einzug der Freiburger aus. Vincenzo Grifo (33.) traf mit einem traumhaften Schlenzer zur Führung. Der Italiener nutzte einen Fehler von Osnabrück-Schlussmann Kühn, der für eine Rettungsaktion zu spät aus seinem Tor gelaufen war, eiskalt aus. Freiburg, aktuell sensationell im Spitzen-Trio der Bundesliga, verpasste es jedoch, das Spiel trotz zahlreicher guter Gelegenheiten zu entscheiden und ließ auch den Drittligisten wieder ins Spiel kommen. Die Niedersachsen erkämpften sich vor allem durch Standards immer wieder ihren Platz vor dem Freiburger Tor - und so fiel auch der Treffer, der Osnabrück in die Verlängerung rettete. Lukas Gugganig (90.+7) sprang nach einer Ecke von Florian Kleinhansl am höchsten und nickte unter ekstatischem Jubel an der Bremer Brücke zum Ausgleich ein.

Schon kurz zuvor war der VfL das bessere Team - das bestätigte sich auch in der Verlängerung. Sebastian Klaas (108.) netzte nach starkem Sololauf gegen zu passive Freiburger zum 2:1 ein. Dann flatterten plötzlich beim Underdog die Nerven. Erst sah Osnabrück-Stürmer Ba-Muaka Simakala (116.) wegen Zeitspiels die Gelb-Rote Karte. Dann rettete Keven Schlotterbeck (120.) das Team von Christian Streich in den Shootout.

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