19. April 2022 / 17:37 Uhr

Zieht der HSV ins Endspiel ein? So schlugen sich die letzten fünf Zweitligisten im Pokal-Halbfinale

Zieht der HSV ins Endspiel ein? So schlugen sich die letzten fünf Zweitligisten im Pokal-Halbfinale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV schaffte es als Zweitligist bereits 2019 bis ins Halbfinale des DFB-Pokals, Holstein Kiel zog in der vergangenen Saison in die Vorschlussrunde ein.
Der Hamburger SV schaffte es als Zweitligist bereits 2019 bis ins Halbfinale des DFB-Pokals, Holstein Kiel zog in der vergangenen Saison in die Vorschlussrunde ein. © IMAGO/KBS-Picture/Poolfoto (Montage)
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Der Hamburger SV hat am Dienstagabend gegen den SC Freiburg die Chance, ins Finale des DFB-Pokals einzuziehen. Zweitligisten schafften es in den vergangenen Jahren immer mal wieder bis in die Vorschlussrunde, dann war aber meistens Schluss. Der SPORTBUZZER zeigt, wie sich die letzten fünf Teams aus der 2. Liga im Halbfinale schlugen.

Der Hamburger SV kann am Dienstagabend (20.45 Uhr, Sky und ARD) als erster Zweitligist seit 2011 ins Endspiel des DFB-Pokals einziehen. Das Team von Trainer Tim Walter muss dafür allerdings zunächst die Hürde SC Freiburg im Halbfinale meistern. Als Favorit geht der HSV gegen den Tabellenfünften der Bundesliga definitiv nicht ins Rennen, Chancen rechnen sich die Hanseaten dennoch aus. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte Walter auf der Pressekonferenz vor der Partie selbstbewusst. Zudem sei es für jeden Gegner schwer, in Hamburg vor 57.000 Fans zu bestehen.

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Klar ist: Der Traum vom Finaleinzug lebt. Auch in den vergangenen Jahren schafften es immer mal wieder Zweitligisten bis in die Vorschlussrunde des DFB-Pokals. Dem Favoriten aus der Bundesliga das Leben wirklich schwer zu machen, schafften allerdings nur wenige. Ein Überblick.

Holstein Kiel (Saison 2020/21)

In der vergangenen Spielzeit zog Holstein Kiel überraschend in die Runde der letzten Vier ein. Die damals noch von Ole Werner trainierten "Störche" warfen in der zweiten Runde sensationell Rekordsieger Bayern München aus dem Wettbewerb. In Runde eins setzten sie sich zunächst souverän beim Oberligisten FC Rielasingen-Arlen, nach dem Bayern-Coup folgten im Achtel- und Viertelfinale Siege gegen Darmstadt 98 und Rot-Weiss Essen. Im Halbfinale waren die Kieler beim 0:5 gegen den späteren Pokalsieger Borussia Dortmund dann aber chancenlos.

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Hamburger SV (Saison 2018/19)

Vor drei Jahren zog der HSV als Zweitligist schon einmal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein, scheiterte in der Vorschlussrunde allerdings am großen Favoriten RB Leipzig. Bei der 1:3 (1:1)-Heimniederlage konnten die Hamburger das Spiel vor allem in der ersten Halbzeit noch offen gestalten, nach dem Seitenwechsel ging ihnen allerdings die Puste aus. Das damals von Hannes Wolf trainierte Team hatte sich über die Stationen TuS Erndtebrück, SV Wehen Wiesbaden, 1. FC Nürnberg und SC Paderborn für die Runde der letzten Vier qualifiziert.

1. FC Kaiserslautern (Saison 2013/14)

Der heutige Drittligist 1. FC Kaiserslautern stand zu Zweitliga-Zeiten ebenfalls mal im DFB-Pokal-Halbfinale. In der Saison 2013/14 hätte es für die "Pfälzer" in der Vorschlussrunde mit einem Auswärtsspiel beim späteren Sieger Bayern München allerdings kaum schwerer kommen können. Lautern war beim 1:5 hoffnungslos unterlegen, strich aber erhobenen Hauptes - und immerhin mit eigenem Treffer - die Segel. In den vorherigen Runden hatte der FCK den Neckarsulmer SU, die Berliner Klubs Hertha und Union sowie überraschend auch Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen.

Greuther Fürth (Saison 2011/12)

Im Jahr 2012 verpasste Borussia Dortmund dem FC Bayern im Endspiel des DFB-Pokals eine richtige Reibe und gewann hochverdient mit 5:2. Viel knapper ging es für den BVB dagegen im Halbfinale beim damaligen Zweitligisten Greuther Fürth zu. Das "Kleeblatt" lieferte dem Doublesieger einen überragenden Fight, schaffte es sogar bis in die Verlängerung - und verlor schließlich durch ein ganz spätes Tor von Nationalspieler Ilkay Gündogan (120.) denkbar unglücklich mit 0:1. Zuvor hatten die Fürther bereits den Eimsbütteler TV, den SC Paderborn, den 1. FC Nürnberg und die TSG Hoffenheim ausgeschaltet.

MSV Duisburg und Energie Cottbus (Saison 2010/11)

Vor elf Jahren standen sich in der Vorschlussrunde des DFB-Pokals mit dem MSV Duisburg und Energie Cottbus zwei Zweitligisten im direkten Duell gegenüber. Der MSV zog durch Siege über den VfB Lübeck, den Halleschen FC, den 1. FC Köln und den 1. FC Kaiserslautern in die Runde der letzten Vier ein, Cottbus warf den TuS Heeslingen, den SC Freiburg, den VfL Wolfsburg sowie die TSG Hoffenheim aus dem Wettbewerb. Im Halbfinale setzten sich die Duisburger schließlich knapp mit 2:1 durch und zogen ins Endspiel ein. Dort ließ ihnen der FC Schalke 04 beim 0:5 aus MSV-Sicht allerdings keine Chance.