12. September 2020 / 21:03 Uhr

DFB-Pokal kompakt: Ulm schafft Überraschung gegen Aue – Union Berlin zittert sich weiter

DFB-Pokal kompakt: Ulm schafft Überraschung gegen Aue – Union Berlin zittert sich weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SSV Ulm hat die Sensation gegen Erzgebirge Aue geschafft, Nico Schlotterbeck (kleines Bild) rettet Union Berlin vor einer Blamage.
Der SSV Ulm hat die Sensation gegen Erzgebirge Aue geschafft, Nico Schlotterbeck (kleines Bild) rettet Union Berlin vor einer Blamage. © imago images/Jan Huebner/Carmele/tmc-fotografie.de/Montage
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Nach Favoriten-Siegen am Samstagnachmittag hat der SSV Ulm am Abend für eine Überraschung gesorgt. Der Ex-Bundesligist bezwang Erzgebirge Aue. Nico Schlotterbeck rettete Union Berlin in der Verlängerung vor einer Blamage gegen den Karlsruher SC. Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mühte sich in Ingolstadt dank eines späten Siegtreffers in die nächste Runde.

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SSV Ulm 1846 – FC Erzgebirge Aue 2:0 (1:0)

Der Regionalligist SSV Ulm 1846 hat im DFB-Pokal erneut für eine Überraschung gesorgt und den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue in der ersten Runde rausgeworfen. Zwei Jahre nach dem Erstrunden-Erfolg gegen den damaligen Pokalsieger Eintracht Frankfurt siegten die Ulmer am Samstagabend gegen Aue verdient mit 2:0 (1:0). Tobias Rühle (37. Minute) und Felix Higl (90.) machten mit ihren Toren vor rund 430 Zuschauern im Donaustadion den verdienten Sieg der Gastgeber perfekt. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war nicht zu erkennen.

Von den Sachsen kam überraschend wenig. Philipp Zulechner hätte die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Dirk Schuster in der 29. Minute in Führung bringen können, der Stürmer scheiterte aber frei vor dem Ulmer Tor. Im Anschluss fanden die Gäste kaum noch Lösungen gegen den diszipliniert verteidigenden Viertligisten von Trainer Holger Bachthaler.

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Karlsruher SC – 1. FC Union Berlin 0:1 (0:0) n. V.

Der 1. FC Union Berlin hat nur mit viel Mühe und erst nach einer 30-minütigen Sonderschicht die zweite Runde des Pokals erreicht. Der Bundesligist gewann beim Zweitligisten Karlsruher SC am Samstagabend mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Neuzugang Nico Schlotterbeck per Direktabnahme in der 118. Minute. Die Partie wurde gemäß der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg vor 450 Zuschauern ausgetragen.

Die "Eisernen", die offensiv neben ihrem nach wie vor am Knöchel lädierten Königstransfer Max Kruse auch auf den angeschlagenen Torjäger Sebastian Andersson verzichten mussten, begannen mit fünf Neuzugängen und durchaus druckvoll. Schon nach vier Minuten hätte Verteidiger Marvin Friedrich sie fast in Führung gebracht, er traf nach einer Ecke aber nur den Pfosten. Wenig später vergab Niko Gießelmann. In der Folge präsentierte sich der KSC stabiler und mutiger. Mehr als einen weiteren Flachschuss von Gießelmann (37.) und einen Konter über Marcus Ingvartsen (40.) ließ er nicht zu. In beiden Situationen war Karlsruhes neue Nummer eins, Marius Gersbeck, zur Stelle. In der zweiten Hälfte taten sich beide Mannschaften, vor allem aber Union, schwer, Chancen zu kreieren. In der Verlängerung, als alles schon auf ein Elfmeterschießen hindeutete, traf Schlotterbeck nach einem Freistoß von Gießelmann von der linken Seite sehenswert.

FC Ingolstadt 04 – Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:0)

Fortuna Düsseldorf ist nach einem Geduldsspiel in Ingolstadt in die zweite Runde des Pokals eingezogen. Der Bundesliga-Absteiger gewann mit 1:0 beim Drittligisten. Der frühere FCI-Profi Thomas Pledl markierte im zuschauerleeren Ingolstädter Sportpark mit seinem Joker-Treffer in der 80. Minute das Siegtor für den Favoriten vom Rhein. Die Düsseldorfer von Trainer Uwe Rösler waren über die gesamte Spielzeit das aktivere Team und rund dreimal so oft am Ball wie die ersatzgeschwächten "Schanzer". Gegen disziplinierte und tapfer kämpfende Gastgeber aber fanden sie kaum ein Durchkommen vor dem Tor.

Für die Entscheidung sorgte dann Pledl, der vor gut einem Jahr von Ingolstadt nach Düsseldorf gewechselt war. Der Stürmer verwertete eine Vorlage des ebenfalls eingewechselten Jakub Piotrowski im Strafraum direkt und traf in die kurze Ecke. Die Ingolstädter von Coach Tomas Oral, die eine holprige Vorbereitung mit etlichen Trainingsausfällen und auch positiven Corona-Fällen hinter sich hatten, konnten darauf nicht mehr antworten. Der Fokus der Oberbayern richtet sich nun auf die Liga, wo nach dem in der Vorsaison knapp verpassten Aufstieg ein Happy End folgen soll.