13. Mai 2021 / 19:05 Uhr

DFB-Pokal: So liefen die letzten fünf Endspiele ohne Beteiligung des FC Bayern

DFB-Pokal: So liefen die letzten fünf Endspiele ohne Beteiligung des FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Abwesenheit des FC Bayern: Neuer, de Bruyne und Co. triumphierten im Pokal ohne Final-Beteiligung der Münchener.
In Abwesenheit des FC Bayern: Neuer, de Bruyne und Co. triumphierten im Pokal ohne Final-Beteiligung der Münchener. © IMAGO/Sven Simon/Fassbender/Joachim Sielski (Montage)
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Das Finale um den DFB-Pokal findet in dieser Saison ohne Titelverteidiger FC Bayern statt. Ein Umstand, der in der jüngsten Vergangenheit die Ausnahme bildet. Der SPORTBUZZER blickt auf die letzten fünf Endspiele ohne Beteiligung des Rekord-Pokalsiegers.

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Wenn sich am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion RB Leipzig und Borussia Dortmund entgegenstehen, dann ist das bemerkenswert – denn der deutsche Fußball-Primus FC Bayern München hat das Endspiel in diesem Jahr verpasst. Das passiert nicht allzu häufig: Seit 2011 standen die Münchner in sieben Endspielen, gewannen davon insgesamt fünf.

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Zwar ist die Vormachtstellung des FCB im traditionsreichen deutschen Pokal-Wettbewerb nicht so eindrucksvoll wie in der Liga, wo selbst die Bayern-Stars David Alaba und Thomas Müller inzwischen mehr Meisterschaften haben (10) als der BVB (8). Dennoch drückte die Mannschaft des scheidenden Trainers Hansi Flick auch dem Pokal regelmäßig seinen Stempel auf. Die Statistik zeigt: Pokalendspiele ohne den Rekordmeister und -pokalsieger haben Seltenheitswert. Der SPORTBUZZER zeigt die letzten fünf.

2016/2017: Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 1:2

Es ist mittlerweile vier Jahre her, dass letztmalig ein Endspiel ohne die Bayern über die Bühne ging. Der bekennende Pokal-Fan Niko Kovac, der die Eintracht im Jahr zuvor über den Umweg der Relegation vor dem Abstieg bewahrt hatte, zog gegen Thomas Tuchel den Kürzeren, der sich mit einem Titel vom BVB verabschieden konnte. Ousmane Dembélé (8.) brachte Dortmund in Führung, Ante Rebic (29.) glich noch vor der Pause aus. Den entscheidenden Treffer markierte Pierre-Emerick Aubameyang (67.) vom Elfmeterpunkt. Während es für Tuchel der erste Titel war, blieb die Krönung von Kovac lediglich aufgeschoben – er gewann die folgenden Pokal-Endspiele: einmal mit Frankfurt, einmal mit Bayern.



2014/2015: Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 1:3

In diesem Spiel wurde Dieter Hecking zum "HecKING"; nicht nur, weil er mit den in diesem Jahr extrem starken Wölfen seinen ersten großen Titel als Trainer einfahren konnte, sondern auch, weil er nach dem Spiel mit einer schwarzen "King"-Basecap und dem Pokal im Arm durch das Olympiastadion lief. Der letztmalig von Jürgen Klopp trainierte BVB war früh durch Aubameyang (5.) in Führung gegangen, hatte dann aber noch vor der Pause das Nachsehen: Luiz Gustavo (22.), Kevin De Bruyne (33.), der sich danach Manchester City anschloss, und Bas Dost (38.) schossen Wolfsburg zum ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

2010/2011: MSV Duisburg – FC Schalke 04 0:5

Das letzte Mal, dass ein Zweitligist den Sprung ins Finale schaffte, war vor mittlerweile zehn Jahren. Der MSV Duisburg spielte unter Trainer Milan Sasic eine zwar vom Losglück begünstigte, aber dennoch bemerkenswerte Pokalsaison, schaltete Lübeck, Halle, Köln, Kaiserslautern und Cottbus aus und zog ins Endspiel ein. Dort war Schalke, das zuvor im Semifinale die Bayern ausgeschaltet hatte, jedoch mindestens eine Nummer zu groß. Das königsblaue Starensemble (Manuel Neuer, Raúl, Jefferson Farfán) gewann deutlich. Die Tore besorgten Julian Draxler (18.), Klaas-Jan Huntelaar (22., 70.), Benedikt Höwedes (42.) und José Manuel Jurado (55.) – es ist bis heute Schalkes letzter großer Titel.

2008/2009: Bayer Leverkusen – Werder Bremen 0:1

Stichwort letzter großer Titel – zwei Jahre vor Schalke war damit der SV Werder an der Reihe. Damals schoss ein gewisser Mesut Özil die Hanseaten in der 58. Minute des Endspiels zum Pokalerfolg. Interessant ist bei beiden Mannschaften auch der Blick ins defensive Mittelfeld: Dort spielten mit Simon Rolfes (Bayer) und Frank Baumann (SVW) nämlich die derzeitigen Sportchefs ihrer Vereine. Beide Mannschaften waren damals übrigens prominent besetzt: Bei Leverkusen wurde unter anderem Toni Kroos eingewechselt, beim SVW wirbelten Diego und Claudio Pizarro im Angriff unter Trainer-Legende Thomas Schaaf.

2006/2007: VfB Stuttgart – 1. FC Nürnberg 2:3 n.V.

Ein echter Coup gelang Trainer-Ikone Hans Meyer mit dem Endspielsieg des 1. FC Nürnberg gegen die nominell besser besetzten Stuttgarter – als Jan Kristiansen in der 109. Minute mit einem Schuss aus der Distanz das Siegtor erzielte, gab es für die "Clubberer" kein Halten mehr. Für Meyer war es der einzige Titelgewinn im wiedervereinigten Deutschland. Als Cup-Spezialist hatte er sich zu Beginn seiner Karriere allerdings auch in der DDR hervorgetan - als er dreimal mit Carl Zeiss Jena erfolgreich war. Zurück zum Spiel: Der Ex-Nürnberger Cacau (19.) hatte Stuttgart zunächst in Führung gebracht, FCN-Legende Marek Mintal (27.) und Marco Engelhardt (47.) drehten das Spiel jedoch zugunsten der Franken, ehe Pavel Pardo (80.) dem VfB per Elfmeter die Verlängerung rettete. Dort erwies sich der FCN letztlich als glücklicher.

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