05. Februar 2019 / 23:30 Uhr

Elfmeter-Drama: Max Kruse schießt Werder Bremen gegen den BVB ins Viertelfinale

Elfmeter-Drama: Max Kruse schießt Werder Bremen gegen den BVB ins Viertelfinale

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werders Siegtorschütze Max Kruse und Elfmeter-Held Jiri Pavlenka bejubeln den Bremer Sieg beim BVB.
Werders Siegtorschütze Max Kruse und Elfmeter-Held Jiri Pavlenka bejubeln den Bremer Sieg beim BVB. © Getty
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Was für ein Pokal-Fight: Werder Bremen erreicht nach einem echten Krimi-Sieg über Borussia Dortmund das Viertelfinale im DFB-Pokal. Max Kruse verwandelt im Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß für die Bremer - in einem der verrücktesten Pokal-Spiele der vergangenen Jahre!

An dieses Spiel werden sich Fußball-Fans noch lange erinnern: Werder Bremen ringt Borussia Dortmund in einem echten Pokal-Fight nieder. Der Bundesliga-Zehnte schlägt den Tabellenführer aus Dortmund mit 7:5 nach Elfmeterschießen. Nach der Verlängerung stand es 3:3. Paco Alcacer und Maximilian Philipp verschossen für die Dortmunder. Max Kruse verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

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Borussia Dortmund ist raus: Der BVB unterlag im DFB-Pokal-Achtelfinale nach einem irren Spiel im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, welche Spieler gut in Form waren - und wer nicht. Zur Galerie
Borussia Dortmund ist raus: Der BVB unterlag im DFB-Pokal-Achtelfinale nach einem irren Spiel im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen. Der SPORTBUZZER zeigt, welche Spieler gut in Form waren - und wer nicht. ©

Max Kruse bejubelt den Werder-Sieg

"Meine Stimme ist fast weg, die Emotionen heute sind der Wahnsinn, wir haben uns das total verdient. Wir haben es vorher gesagt: die Dortmunder sind heute zu schlagen", sagte Kruse nach der Partie. BVB-Trainer Lucien Favre zeigte sich enttäuscht: "Es ist keine Überraschung gewesen, dass es schwer wurde. Schade, dass wir nach dem 3:2 das 3:3 nicht verhindern können", so der Kommentar des Coaches. "Es liegt manchmal am Detail, an 50 Zentimeter in die falsche Richtung."

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Im ausverkauften Dortmunder Signal-Iduna-Park sahen die 81.365 Zuschauer einen echten Pokal-Fight. Werder Bremen ging nach einem Freistoß von Max Kruse, den Milot Rashica unhaltbar per Volley ins Tor abfälschte, in Führung. Den Ausgleich besorgte Marco Reus per direktem Traum-Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Zur Pause wurde der BVB-Kapitän wegen muskulärer Probleme ausgewechselt.

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BVB-Keeper Eric Oelschlägel hält sensationell - und patzt dann

In der Verlängerung schien sich die individuelle Klasse des BVB zunächst durchzusetzen. Gegen die erschöpft wirkenden Bremer traf zunächst Christian Pulisic, der im Sommer zum FC Chelsea wechseln wird, zur BVB-Führung. Den Ausgleich von Claudio Pizarro kurz nach dem Seitenwechsel konterte Achraf Hakimi. Ein umstrittener Treffer, zuvor beschwerten sich die Bremer über ein Handspiel der Dortmunder im Mittelfeld. Doch der Ärger sollte bald verfliegen. Martin Harnik bescherte Bremen mit seinem Kopfballtreffer zum 3:3 das Elfmeterschießen. Der neue BVB-Keeper Eric Oelschlägel, der für die beiden erkrankten Torhüter Roman Bürki und Marwin Hitz zwischen die Pfosten rückte, patzte.

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"Es war recht emotional. Klar ist ein Traum in Erfüllung gegangen ein Stück, aber der Ausgang des Spiels ist natürlich ärgerlich. Kurz nach dem Spiel ist die Enttäuschung da, aber es wird später sicher die Freude über den Einsatz überwiegen", sagte der BVB-Keeper.

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Oelschlägel machte ansonsten ein großes Spiel. Für den Ex-Bremer gab es beim 0:1 und 2:2 keine Abwehrchance. Der 23-Jährige machte bei seinem BVB-Profidebüt ansonsten einen positiven Eindruck - besonders bei seiner sensationellen Parade kurz vor Ende der regulären Spielzeit gegen Kruse glänzte der Ex-Bremer. Auch gegen Davy Klaassen rettete er kurz vor Ende der Verlängerung herausragend. Dann kam es zum verhängnisvollen Patzer gegen Martin Harnik zum 3:3, der Bremen in das Elfmeterschießen rettete.