05. September 2019 / 18:23 Uhr

DFB-Pokal: RB Leipzig empfängt Bundesligist und Rekordmeister 1. FFC Frankfurt

DFB-Pokal: RB Leipzig empfängt Bundesligist und Rekordmeister 1. FFC Frankfurt

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Die Frauen von RB Leipzig spielten am 4. August 2019 in der 1. Runde des DFB-Pokal gegen den BV Cloppenburg. NAch 11Meter war der Jubel bei RB LEipzig groß
Es käme einer Sesation gleich wenn RB Leipzigs am Sonntag nach dem Duell gegen den 1. FFC Frankfurt ebenso jubeln darf wie nach dem Erfolg gegen Zweitligist Cloppenburg. © Dirk Knofe (Archiv)
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RB Leipzigs Trainerin Katja Greulich gibt sich vor dem Duell gegen die Hessen selbstbewusst: „Wir sind zwar der Underdog, haben aber keine Angst."

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Leipzig. Es ist das vorläufige Highlight in der noch jungen Geschichte der Fußballfrauen von RB Leipzig. Am Sonntag (14 Uhr, Cottaweg) empfängt der Regionalligist in der zweiten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten 1. FFC Frankfurt. Doch was heißt Bundesligist! Die Hessinnen sind ein Denkmal im deutschen Frauenfußball, sieben Mal deutscher Meister, neun Mal Pokalsieger, die Champions League haben sie auch schon gewonnen. Auch wenn es die Dominanz des FFC früherer Jahre nicht mehr gibt – eine große Nummer ist Frankfurt in der Szene noch immer.

Für RB-Trainerin Katja Greulich stehen die Chancen am Sonntag dennoch 50 zu 50. „Wir haben in der ersten Runde gegen einen Zweitligisten (Cloppenburg, d.A.) gewonnen. Warum soll das nicht auch gegen einen Erstligisten gelingen?“, sagt die 34-Jährige Augen zwinkernd.

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RB Leipzig - BV Cloppenburg (4:2) Zur Galerie
RB Leipzig - BV Cloppenburg (4:2) ©
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Katja Greulich geht in ihre zweite Saison mit den RB-Damen. „Wir sind noch eine ganze junge Gruppe, haben viele Schülerinnen, Studentinnen. Einige haben zum Studium noch einen Nebenjob. Die Altersspanne reicht von 16-Jährigen bis Anja Mittag, die 34 ist“, erzählt sie. Trainiert wird viermal pro Woche. Zu zwei zusätzlichen Trainingseinheiten vormittags können nur die kommen, die nicht in der Schule, der Uni oder im Job beschäftigt sind. 23 Spielerinnen gehören zum Kader.

Stichwort Anja Mittag: Wie wichtig ist die im Sommer aus Schweden gekommene 158-fache Nationalspielerin für das Team? Oder hat sie das Mannschaftsgefüge durcheinander gebracht? „Ich sehe das komplett positiv“, sagt Katja Greulich. „Anja ist eine enorme Unterstützung für uns auf dem Weg, besseren Fußball zu spielen und die Mannschaft weiterzuentwickeln.“ Natürlich sei sie eine Führungsfigur, aber nicht allein. „Wir wollen gar nicht die gesamte Last bei Anja Mittag abladen. Neben ihr gibt es auch noch andere, die Führungsaufgaben übernehmen.“ Die Trainerin nennt Kapitänin Marie Luise Herrmann, dazu Lea Mauly und Johanna Kaiser.

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Die RB-Frauen spielen aktuell ihre dritte Saison in der Regionalliga. Kein Geheimnis, dass es nach oben gehen soll. „Aber einen Zeitrahmen gibt es nicht. Wir versuchen immer, die bestmöglichste Leistung zu erreichen. Wenn wir am Ende diese Saison auf Platz eins stehen sollten, müssen wir immer noch in die Relegation“, sagt Katja Greulich. Doch die Perspektive scheint klar. „Wir haben viele junge Spielerinnen, die wir über Jahre bei uns halten möchten und mit denen wir den Weg gehen möchten. Wenn der Aufstieg dabei herausspringt, nimmt man den natürlich sehr gerne an.“

Doch nun steht erst einmal die Pokalaufgabe 1. FFC Frankfurt an. Mit dem Los sei sie „sehr zufrieden“. Denn: „Wir sind zwar der Underdog, haben aber keine Angst. Und wir haben überhaupt keinen Druck und können eigentlich nur mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.“ Ja, was wäre denn ein gutes Gefühl? „Wenn man alles gegeben hat auf dem Platz. Entweder schaffen wir dann die Überraschung oder können nach Hause gehen und sagen: Wir haben heute alles gegeben, leider hat es eben nicht gereicht.“ Wie aber kann/soll die Überraschung gelingen? „Wir werden uns schon was einfallen lassen. Für uns wird es ein in Anführungszeichen einfaches Spiel – ohne Druck.“

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