07. August 2021 / 21:24 Uhr

Pokalsensation perfekt! Babelsberg 03 schmeißt Greuther Fürth aus dem DFB-Pokal (mit Galerie)

Pokalsensation perfekt! Babelsberg 03 schmeißt Greuther Fürth aus dem DFB-Pokal (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Fans und Mannschaft bejubeln den DFB-Pokal-Sieg des SV Babelsberg 03 gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Fans und Mannschaft bejubeln den DFB-Pokal-Sieg des SV Babelsberg 03 gegen die SpVgg Greuther Fürth. © Jan Kuppert
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Als amtierender Brandenburger Landespokalsieger empfing der SV Babelsberg 03 am Samstagabend Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion und zog nach einem 7:6 nach Elfmeterschießen in die 2. Runde ein.

Packender Pokalabend im Karl-Liebknecht-Stadion: Nachdem beim DFB-Pokal-Erstrundenspiel zwischen Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 und Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth nach 120 Minuten ein 2:2 auf der Anzeigetafel stand - Branimir Hrgota (22., Strafstoßtor) und Julian Green (85.) trafen für die Gäste, Marcel Rausch (37.) und Marcus Hoffmann (70.) für Nulldrei - ging es ins Elfmeterschießen. Dort verwandelte David Danko für die Babelsberger den alles entscheidenden Elfmeter und wurde unter einer Jubeltraube von seinen Mitspielern begraben. SVB-Keeper Marco Flügel hatte vorher zwei der sechs Fürther Elfmeter pariert, während bei Nulldrei nur Kapitän Petar Lela nicht erfolgreich war. Somit feierten die Kiezkicker einen 7:6-Erfolg nach Elfmeterschießen und stehen in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

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Bei den Babelsbergern setzte Jörg Buder, der nach der Entlassung von Predrag Uzelac am vergangenen Dienstag erstmals als Cheftrainer in der Verantwortung stand, zwischen den Pfosten auf Marco Flügel. Das 26-jährige Eigengewächs, das in der Liga zuletzt Jannick Theißen den Vortritt lassen musste, stand von Anfang an im Fokus. Nach vier Minuten musste er im Anschluss an eine Ecke zweimal in höchster Not klären - und hatte das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite.

Die besten Bilder vom DFB-Pokalspiel Babelsberg 03 gegen Greuther Fürth.

Als amtierender Brandenburger Landespokalsieger traf Regionalligist SV Babelsberg 03 in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth und setzte sich am Ende mit 7:6 nach Elfmeterschießen durch. Zur Galerie
Als amtierender Brandenburger Landespokalsieger traf Regionalligist SV Babelsberg 03 in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth und setzte sich am Ende mit 7:6 nach Elfmeterschießen durch. © Jan Kuppert

Ein Abschluss von Jamie Leweling wurde erst hinter der Linie geklärt, was Schiedsrichter Robin Braun und sein Team allerdings nicht sahen und weiterlaufen ließen. Nur eine Zeigerumdrehung später tauchte Fürths Kapitän Branimir Hrgota frei vor Flügel auf, konnte diesen aber nicht überwinden. Der ließ wenig später einen Distanzschuss von Paul Seguin zunächst klatschen, packte im Nachfassen aber zu (11.).


Fürth-Kapitän Branimir Hrgota trifft zur Gästeführung

Nach der Anfangsviertelstunde, in der die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte kamen, gestaltete sich die Begegnung etwas offener und die Babelsberger kamen selbst zu ihren ersten Offensivaktionen und Eckbällen. Die folgende Führung der Gäste resultierte dann nach einem tiefen Ball von Hrgota auf Leweling. Obwohl der aktive Angreifer mit der Rückennummer 40 im Abseits stand, blieb die Fahne des Schiedsrichterassistenten unten und Flügel konnte ihn nur noch regelwidrig zu Fall bringen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hrgota sicher ins von ihm aus gesehen rechte untere Eck (22.).

Anschließend parierte Flügel einen Distanzschuss von Julian Green (24.) und hatte bei einem Kopfball von Justin Hoogma Glück, dass dieser sein Tor verfehlte (26.). Insgesamt machten die Franken einen sehr fokussierten Eindruck und wollten früh für klare Verhältnisse sorgen. Da ihnen das aber in den Folgeminuten nicht gelang, glichen die Kiezkicker mit ihrem ersten Abschluss der Partie zum 1:1 aus. Robin Müller setzte sich auf der linken Seite ganz stark durch und passte das Leder von der Grundlinie zu Tino Schmidt. Der legte überlegt zurück auf Rausch, der mit der Innenseite verwandelte und den Halbzeitstand besorgte.

Der Pokal-Liveticker zum Nachlesen

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel jubelten dann erneut die Gästefans - dieses Mal allerdings vergeblich. Nachdem Flügel einen Distanzschuss parierte, legte Hrgota den Abpraller auf den zur Pause eingewechselten Abdourahmane Barry quer - stand dabei aber im Abseits (55.). Ansonsten hatten die Fürther natürlich weiter mehr Spielanteile, konnten sich in dieser Phase aber kaum klare Abschlussmöglichkeiten herausspielen. Ein Kopfball von Gideon Jung verfehlte sein Ziel (62.), ehe SVB-Torschütze Rausch entkräftet und unter tosendem Applaus der Zuschauer ausgewechselt wurde. Für ihn kam Jakub Moravec in die Partie (64.).

Auf der anderen Seite drückte Innenverteidiger Hoffmann das Leder über die Linie, nachdem Tino Schmidt einen Freistoß aus gut und gerne 25 Metern sehenswert an die Latte setzte (70.). Anschließend verteidigten die Kiezkicker den 2:1-Vorsprung vor einer stimmungsvollen Kulisse im "Karli" aufopferungsvoll. Das gelang bis zur 85. Minute. In dieser setzte sich Barry einmal mehr auf der rechten Seite durch und fand mit seiner punktgenauen Flanke Green, der per Kopf zum Ausgleich traf und für die Verlängerung sorgte. In dieser überstanden die Kiezkicker die ersten 15 Minuten schadlos und ließen Fürth kaum zum Abschluss kommen. Die beste Gästegelegenheit hatte Hrgota, der das Leder in der 111. Minute aus aussichtsreicher Position aber nur gegen das Außennetz schoss. Somit blieb es nach 120 packenden Minuten beim 2:2 und es ging ins Elfmeterschießen - mit dem besseren Ende für den SV Babelsberg 03.

SV Babelsberg 03: Flügel - J. Wilton, Lela, Hoffmann, Wegener - Danko, Reimann - Müller (82. Härtel), Schmidt (104. Zille), Rausch (64. Moravec) - Frahn.

Greuther Fürth: Funk - Asta (46. Barry), M. Bauer, Jung, Hoogma - Seguin - Seufert (73. Fein), Tillmann (111. Sarpei), Green - Hrgota, Leweling (68. Abiama).