11. September 2020 / 23:10 Uhr

BVB, HSV und Co.: In diesen Pokal-Partien ist das Überraschungs-Potenzial am größten

BVB, HSV und Co.: In diesen Pokal-Partien ist das Überraschungs-Potenzial am größten

Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmund und dem Hamburger SV drohen im Pokal unschöne Überraschungen.
Borussia Dortmund und dem Hamburger SV drohen im Pokal unschöne Überraschungen. © imago images/Dennis Hetzschold/Montage
Anzeige

Die erste Runde im DFB-Pokal ist stets das Duell der Außenseiter gegen die Profiklubs aus Bundesliga und 2. Liga. Bevor es am Freitag mit den ersten Partien losgeht, untersucht der SPORTBUZZER, in welchen Spielen das Überraschungspotenzial am größten ist.

Anzeige

Einmal im Jahr bietet sich für unterklassige Vereine die Gelegenheit, das Scheinwerferlicht von den Großen der Fußballbühne auf sich selbst zu drehen – in der am Freitag gestarteten ersten Runde des DFB-Pokals. Auch wenn die vermeintlichen Außenseiter diesmal wegen der Coronavirus-Pandemie in vielen Fällen keine lautstarke Kulisse, sondern oft nur ein paar hundert Fans hinter sich haben werden, gibt es Partien mit Überraschungspotenzial. Schon am Freitag setzte sich ein erster Underdog durch. Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig bezwang den ambitionierten Hauptstadtklub Hertha BSC in einem turbulenten Spiel mit 5:4. Der SPORTBUZZER nimmt weitere Spiele mit Überraschungspotenzial unter die Lupe.

FC Oberneuland – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr):

"Oberneuland verpflichtet Ibrahimovic" – diese Schlagzeile wurde in dieser Woche Realität. Weil Schwedens Superstar Zlatan aber eine Vertragsverlängerung beim AC Mailand vorzog, musste sich der Bremer Regionalligist mit dessen Namensvetter Haris (22) begnügen, der aus Finnlands dritter Liga zu den Hanseaten stieß und wie sein prominentes Pendant im Sturm spielt. 2008/2009 warf der FCO den damaligen Zweitligisten TuS Koblenz mit 6:5 im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. Ob es mit Ibrahimovic auch gegen den Champions-League-Teilnehmer Gladbach klappt?

Mehr vom SPORTBUZZER

RSV Meinerzhagen – SpVgg Greuther Fürth (Samstag, 15.30 Uhr):

Bayern, BVB oder Schalke? Der Oberligist aus dem Sauerland hätte sich für sein Debüt im DFB-Pokal vielleicht einen größeren Namen gewünscht als den Zweitligisten aus Franken. So allerdings steigen in dem ersten Pflichtspiel, das der Klub aufgrund des Corona-bedingten Heimrechttauschs außerhalb Nordrhein-Westfalens bestreitet, die Chancen auf ein Weiterkommen. An Euphorie mangelt es in Meinerzhagen ohnehin nicht: Seit der frühere Bundesliga-Profi Nuri Sahin (in diesem Sommer von Werder Bremen zum türkischen Erstligisten Antalyaspor gewechselt), der in dem 20.000-Einwohner-Städtchen aufgewachsen ist, im Frühjahr 2015 beim RSV einstieg, marschierte der Klub von der Bezirks- in die Oberliga.

Dynamo Dresden – Hamburger SV (Montag, 18.30 Uhr):

Spätestens seit der HSV in diesem Sommer die Bundesliga-Rückkehr zum zweiten Mal verpasst hat, haben die Hamburger ihre Ansprüche heruntergeschraubt. Gelingt es Dynamo trotz des Abstiegs in die 3. Liga, genügend Aufbruchstimmung zu erzeugen, könnte der einstige Bundesliga-"Dino" in Sachsen ins Stolpern geraten. Der HSV indes kennt sich mit Pokal-Blamagen in der ersten Runde aus. Beispiele aus der jüngeren Geschichte: 2012 war der damalige Drittligist Karlsruher SC eine Nummer zu groß (2:4), 2015 nach Verlängerung Regionalligist FC Carl Zeiss Jena (2:3) und 2017 Drittligist VfL Osnabrück (1:3).

MSV Duisburg – Borussia Dortmund (Montag, 20.45 Uhr):

Zwei Gründungsmitglieder der Bundesliga treffen aufeinander, noch dazu Ruhrgebietsnachbarn. Abseits der Geografie verbindet den MSV und den BVB inzwischen jedoch nicht mehr allzu viel. Sportlich hat Dortmund nicht die besten Erinnerungen an Duisburg. Als die Meidericher 2007/2008 zum bislang letzten Mal in der Bundesliga spielten, blieb die Borussia unter ihrem damaligen Trainer Thomas Doll in beiden Partien sieglos (1:3, 3:3). Dortmunder Pokal-Blamagen gab es im zurückliegenden Jahrzehnt: 2010 in der zweiten Runde gegen den damaligen Regionalligist Kickers Offenbach (2:4 nach Elfmeterschießen) oder ein Jahr zuvor beim VfL Osnabrück (2:3).