30. Januar 2022 / 10:55 Uhr

Viertelfinal-Auslosung: Die möglichen Pokal-Gegner von 96 im Check

Viertelfinal-Auslosung: Die möglichen Pokal-Gegner von 96 im Check

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit wem bekommt Hannover 96 es im Pokal-Viertelfinale zu tun? Vier Erstligisten und drei Zweitligisten sind mit im Lostopf.
Mit wem bekommt Hannover 96 es im Pokal-Viertelfinale zu tun? Vier Erstligisten und drei Zweitligisten sind mit im Lostopf. © Matthias Koch
Anzeige

Am Sonntagabend wird das DFB-Pokalviertelfinale ausgelost. Mit dabei: Hannover 96. Wen wünschen sich die Roten? Gegen wen stehen die Chancen am besten? Wir nehmen die möglichen sieben Gegner unter die Lupe.

Mark Diemers nahm sich gestern den Ball. Elf Meter, kurzer Anlauf, Trippelschritte, flach und hart unten links, keine Chance für Ron-Robert Zieler. Diemers qualifizierte sich schon einmal für ein mögliches Elfmeterschießen im DFB-Pokalviertelfinale am 1. oder 2. März. Bis der Gegner feststeht, fährt der ehemalige Skirennläufer Felix Neureuther am Sonntag (19.15 Uhr in der Sportschau) Slalom mit den Nerven der 96-Fans. Er zieht die Kugeln.

Anzeige

1,004 Millionen Euro verdiente die Mannschaft durch das 3:0 im Achtelfinale gegen Gladbach. 2,008 Millionen werden es, wenn 96 erneut einen Favoriten rausschmeißt. 96 ist das schlechtplatzierteste Team aller acht übrigen Klubs. Wie stehen die Chancen bei welchem Gegner im DFB-Pokal?

Im Mai 1992 schaffte Hannover 96 Einmaliges: Als Zweitligist gewannen die Niedersachsen das Pokalfinale in Berlin gegen den hohen Favoriten Borussia Mönchengladbach. Hier die besten Fotos:

23. Mai 1992: Die Anzeigentafel im Berliner Olympiastadion bringt es Weiß auf Blau: Hannover 96 ist Pokalsieger. Vorausgegangen war ein spannendes Finale gegen Borussia Mönchengladbach - in dem ein 96-Spieler zum Helden wurde. Zur Galerie
23. Mai 1992: Die Anzeigentafel im Berliner Olympiastadion bringt es Weiß auf Blau: Hannover 96 ist Pokalsieger. Vorausgegangen war ein spannendes Finale gegen Borussia Mönchengladbach - in dem ein 96-Spieler zum Helden wurde. ©

RB Leipzig: „In Leipzig muss nicht sein“, findet Trainer Christoph Dabrowski. Warum nicht? Leipzig ist natürlich Topfavorit für den Titel, verlor das vergangene Finale 1:4 gegen Dortmund und vor drei Jahren in Berlin gegen die Bayern (0:3). Die Stars von Trainer Domenico Tedesco schwanken aber in den Leistungen. Das Programm der Leipziger ist mörderisch mit sechs Spielen in 18 Tagen vom 17. Februar bis zum 5. März. Das Pokalspiel ist das fünfte Spiel. Wenn da nicht die Gedanken woanders sind? 96-Siegchance: 20 Prozent.

Anzeige

SC Freiburg: Bloß kein Auswärtsspiel beim Streich-Ensemble. 96 hätte den weitesten Weg. Beim aktuellen Bundesliga-Fünften ist immer Spektakel: 4:1 gegen Hoffenheim im Pokal, 1:5 gegen Dortmund in der Meisterschaft. Gladbach können sie auch: 6:0 in der Bundesliga. Nur einer würde gern gegen gegen Freiburg spielen: Sebastian Kerk. „Unangenehmer Gegner“, weiß er. „Aber es wäre für mich etwas Besonderes, weil ich dort großgeworden bin.“ Kerk war neun Jahre in Freiburg. 96-Siegchance: 5 Prozent.

Union Berlin: Nach Berlin zum Finale wollen alle, zu Union Berlin auch viele. „In Berlin spielen und weiterkommen, das wäre was“, meinte Linton Maina. Außerdem will Cedric Teuchert seinem Ex-Klub Union zeigen, was er drauf hat. Extramotivation für auswärts, machbares Kaliber für zu Hause. 96-Siegchance: 30 Prozent.

VfL Bochum: Der Lieblingsgegner von Trainer Dabrowski, der nach sieben Jahren dort seine Karriere als Spieler beendete. Der 96-Trainer fiebert während der Auslosung auf dem Sofa mit. „Ich gucke zu Hause. Klar ist das spannend. Heimspiel und hoffentlich mal mit Zuschauern“, sagt er neutral. Wunschgegner Bochum? „Und volles Haus, ja.“ Sportlich eine komplizierte Aufgabe, weiß auch 96-Stürmer Lukas Hinterseer, der sich ebenfalls seinen früheren Klub wünscht. Für Bochum schoss Hinterseer 32 Tore. 96-Siegchance: 40 Prozent.

Mehr zu Hannover 96

Hamburger SV: Wenn ein Gegner 96 in den vergangenen zwei Jahren Glück brachte, dann der HSV. Mit den glücklichen Siegen kann es weitergehen. Für Hendrik Weydandt ist Hamburg das Wunschlos. Im Pokal hatte 96 kein Glück: Der HSV kam 1966, 1970 (je erste Runde) und 1990 (zweite Runde) weiter. 96-Siegchance: 60 Prozent.

FC St. Pauli: Nur einmal verlor 96 in den vergangenen acht Duellen. Im Pokal haben sich 96 und St. Pauli noch nie getroffen. Das kann warten bis zum Halbfinale. Spielerisch ist der FC St. Pauli die Topadresse der 2. Liga. 96-Siegchancen: 50 Prozent.

Karlsruher SC: Im Hinspiel der Liga (0:4) war 96 chancenlos. Aber: Das Kapitel KSC gehört zum 96-Pokalmärchen 1991/1992. 1:0, ebenfalls im Viertelfinale, Mathias Kuhlmey traf gegen Oliver Kahn, ein halbes Jahr später gewann 96 das DFB-Pokalfinale. Geschichte wiederholt sich nicht? Kann sein. 96-Siegchance: 60 Prozent.