20. Januar 2022 / 14:42 Uhr

Michael Rummenigge: Welches Duell ich mir im Pokal-Finale wünsche – und welcher Zweitligist überraschen kann

Michael Rummenigge: Welches Duell ich mir im Pokal-Finale wünsche – und welcher Zweitligist überraschen kann

Michael Rummenigge
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge blickt auf die Viertelfinal-Teilnehmer im DFB-Pokal.
SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge blickt auf die Viertelfinal-Teilnehmer im DFB-Pokal. © IMAGO / Jan Huebner (Montage)
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SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge blickt auf das überraschende Teilnehmerfeld das Pokal-Viertelfinals und erklärt, welchen Mannschaften er die besten Chancen auf den Titel einräumt. Besonders von einem Zweitligisten zeigt er sich angetan.

Was war das für ein verrücktes Achtelfinale im DFB-Pokal – nach dem schon zuvor gescheiterten FC Bayern verabschiedete sich auch noch Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb. Die vermeintlich kleinen Klubs begehren auf und sorgen im zuletzt zuweilen arg berechenbaren deutschen Fußball für eine Renaissance der Spannung. Gut so! Die Pleite des völlig enttäuschenden BVB beim Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli sorgt bei mir als Dortmunder zwar für Frust, dennoch freue ich mich schon jetzt auf den weiteren Pokal-Verlauf mit frischen Gesichtern.

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Welche Mannschaft welche Chancen auf den Titel hat, hängt natürlich wesentlich von der Auslosung am 30. Januar ab. Stand jetzt haben für mich RB Leipzig und der SC Freiburg die besten Aussichten auf den Titel und ich wünsche mir, dass sich diese beiden Mannschaften am 21. Mai im Finale im Berliner Olympiastadion gegenüberstehen. Das wäre ein tolles Duell. Leipzig verfügt über den am besten besetzten Kader aller verbliebenen Teilnehmer und Freiburg hat seine gute Bundesliga-Saison im Pokal-Achtelfinale noch einmal bestätigt. Beim besonders in der Höhe überraschenden 4:1 bei der TSG Hoffenheim hat man gesehen, dass das eine richtig gute Mannschaft ist.

Man sollte aber auch zwei andere Teams auf dem Zettel haben. Da wäre Union Berlin, das gegen die Hertha noch einmal unterstreichen konnte, wer die Nummer eins in der Hauptstadt ist. Und da wäre St. Pauli. Die Hamburger gefallen mir sehr gut und sind in der 2. Liga der erste Kandidat für den Aufstieg. Doch auch im Pokal können sie noch ein Wörtchen mitreden. Gerade dann, wenn sie Losglück haben und bei etwaigen Heimspielen mehr Zuschauer als zuletzt im Millerntor-Stadion empfangen dürfen. Bei voller Hütte ist man noch motivierter. Kein Bundeligist tritt dort gern an.

Insgesamt sind noch vier Zweitligisten, so viele wie zuletzt vor 18 Jahren, in der Runde der letzten Acht dabei. Ich finde das ist eine tolle Mischung. Ich würde mir wünschen, dass diese Pokal-Saison auch so etwas wie ein Fingerzeig in Richtung der Bundesliga ist. Die Außenseiter haben bewiesen, was alles möglich ist, wenn man Mut zeigt und an sich glaubt. Eigenschaften, die mir im Ligabetrieb zu oft fehlen – gerade dann, wenn die Mannschaften gegen den FC Bayern ran müssen.