20. Mai 2022 / 17:06 Uhr

"Mit europäischer Stimme sprechen": DFB-Präsident Neuendorf will Proteste gegen Katar gemeinsam abstimmen

"Mit europäischer Stimme sprechen": DFB-Präsident Neuendorf will Proteste gegen Katar gemeinsam abstimmen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bernd Neuendorf äußert sich zu den Protesten gegen die WM 2022 in Katar.
Bernd Neuendorf äußert sich zu den Protesten gegen die WM 2022 in Katar. © IMAGO/Martin Hoffmann
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf möchte mit einer "europäischen Stimme" für die Einhaltung der Menschenrechte in Katar sprechen. Ob es neben den bereits stattgefundenen Protestaktionen weitere geben würde, ließ er offen.

Europas Fußball-Verbände wollen nach Aussage von DFB-Präsident Bernd Neuendorf Aktionen für die Einhaltung der Menschenrechte bei WM-Gastgeber Katar gemeinsam abstimmen. Man habe mit der Europäischen Fußball-Union eine Arbeitsgruppe, über die man versuchen wolle, mit einer europäischen Stimme zu sprechen, sagte der Verbandschef am Freitag in Berlin beim Medienevent Bild100 Sport.

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"Das gilt für die Verbände, aber das gilt auch für mögliche Aktionen der Mannschaften, denn ich glaube, es wäre jetzt unglücklich, wenn man in eine Art Überbietungswettkampf einsteigt: Wer macht jetzt die coolste Aktion oder wer bekommt am meisten Beifall für die Aktion X, Y oder Z", sagte Neuendorf und fügte an: "Es ist gut, wenn wir mit einer europäischen Stimme sprechen und das wird gerade vorbereitet."

Die deutsche oder auch die norwegische Nationalmannschaft hatten im vergangenen Jahr gegen Menschenrechtsverletzungen in Katar verschiedene Protestaktionen gestartet. So lief die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem Spiel gegen Island mit selbst bemalten T-Shirts mit der Aufschrift "Human Rights" (Menschenrechte) auf. Ähnliches hatten die Norweger um Stürmerstar Erling Haaland gemacht und beim Länderspiel gegen Gibraltar Shirts mit der Aufschrift "Respekt - On and off the pitch" (Respekt - auf und neben dem Platz) getragen.

Die DFB-Auswahl spielt in der Nations League in Bologna gegen Italien (4. Juni), in München gegen England (7. Juni), in Budapest gegen Ungarn (11. Juni) und in Mönchengladbach erneut gegen Italien (14. Juni). Ob es bereits dort zu abgestimmten Aktionen kommt, ließ Neuendorf offen. Die WM-Endrunde in Katar beginnt am 21. November.

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Katar steht praktisch seit der Vergabe des Turniers Ende 2010 wegen der Menschenrechtslage und der Situation für ausländische Arbeiter in der Kritik. Berichte über Tausende Todesfälle auf den Baustellen des Emirats sorgen immer wieder für großes Aufsehen. Die Regierung Katars weist die Kritik zurück und verweist auf eine Vielzahl an Reformen.

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