23. September 2022 / 21:33 Uhr

DFB-Präsident Bernd Neuendorf verteidigt neue Kapitänsbinde: "Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz"

DFB-Präsident Bernd Neuendorf verteidigt neue Kapitänsbinde: "Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die deutsche Kapitänsbinde verteidigt.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die deutsche Kapitänsbinde verteidigt. © dpa
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Bei der Weltmeisterschaft in Katar wird Manuel Neuer nicht mit einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben sondern nur mit einer an das Symbol angelehnten Variante auflaufen. Vor dem Nations-League-Spiel gegen Ungarn, bei dem Thomas Müller die Binde erstmals präsentierte, verteidigte DFB-Präsident Bernd Neuendorf die Aktion.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat das Design der als Symbol gedachten Kapitänsbinde für die Fußball-WM in Katar gegen die Kritik verteidigt. "Es ist ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz, nicht nur für die LGBTIQ-Szene, sondern auch für Frauenrechte, für Meinungsfreiheit, für Arbeitnehmerrechte", sagte Neuendorf am Freitagabend im ZDF vor dem Nations-League-Spiel gegen Ungarn in Leipzig. "Das alles bildet diese Binde ab, und es ist insofern eine Binde, die für die Werte steht, für die auch der DFB steht."

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Der DFB hatte unter der Woche die gemeinsame Aktion mit anderen Topnationen angekündigt. Auf der mehrfarbigen Kapitänsbinde steht "One Love". Kritik war an der Farbgebung aufgekommen, weil diese nicht die Regenbogenflagge darstellt. Eine solche Kapitänsbinde hatte Nationaltorwart Manuel Neuer während der EM 2021 getragen.

Neuendorf: Neue DFB-Kapitänsbinde "nicht das Ende der Fahnenstange"

Die Rechtslage für Angehörige der LGBTIQ-Community in Katar steht derzeit im Zentrum der Kritik - mehr noch als die bedenkliche Lage für Gastarbeiter. Vertreter der LGBTIQ-Community raten bislang von einer Reise nach Katar ab. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

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Neuendorf kündigte an, dass es weitere Aktionen geben könne. "Das ist nicht das Ende der Fahnenstange", sagte der DFB-Präsident. "Das war ein erster Schritt, zehn Länder stehen dahinter, das ist eine klare Botschaft für Toleranz und für die Menschenrechte, und ich bleibe dabei, natürlich umfasst das auch die Schwulen- und Lesbenszene."