04. November 2020 / 16:35 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller appelliert an Politik: Trainingsbetrieb im Amateurfußball wieder zulassen

DFB-Präsident Fritz Keller appelliert an Politik: Trainingsbetrieb im Amateurfußball wieder zulassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Will den Trainingsbetrieb im Amateurfußball wieder zulassen: DFB-Präsident Fritz Keller.
Will den Trainingsbetrieb im Amateurfußball wieder zulassen: DFB-Präsident Fritz Keller. © dpa
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DFB-Präsident Fritz Keller und die Präsidenten der Regional- und Landesverbände haben sich dafür ausgesprochen, den Trainingsbetrieb im Amateurfußball wieder bundesweit zuzulassen. Die Ausübung von Freiluftsport – auch in Mannschaftssportarten – berge laut Keller kaum ein Corona-Ansteckungsrisiko.

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Der Deutsche Fußball-Bund bittet die Politik um eine Lockerung der Corona-Einschränkungen im Amateurbereich. Nach einer Konferenz am Mittwoch richteten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände sowie DFB-Präsident Fritz Keller einen entsprechenden Appell an die Politiker, der sich in erster Linie auf den organisierten Sport von Kindern und Jugendlichen unter freiem Himmel bezieht. Der DFB sprach in einer Mitteilung davon, damit ausdrücklich nicht nur den Fußball einzuschließen. Seit Montag ist es mit wenigen Ausnahmen nur noch Profi-Sportlern erlaubt, zu trainieren und Wettkämpfe zu betreiben.

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“Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, für die Gesundheit, die Gesellschaft und nicht zuletzt für unsere Kinder. Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen und Zahlen birgt die Ausübung von Freiluftsport – auch in Mannschaftssportarten – kaum ein Ansteckungsrisiko", begründete Keller seinen Aufruf: "Dies hat Prof. Dr. Tim Meyer als anerkannter Experte und Leiter der Medizinischen Kommission des DFB in den vergangenen Wochen öffentlich nachvollziehbar erläutert." Der DFB-Präsident verwies zudem auf die gesundheitsförderlichen Aspekte wie auch auf die hohe gesellschaftliche und soziale Bedeutung des Sports.

DFB-Präsident Keller: "Sport ist wichtiger denn je"

"Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit den bewährten Hygienekonzepten ist es wichtig, vor allem Kindern und Jugendlichen schnell wieder die Möglichkeit zu bieten, ihren Bewegungsdrang gemeinsam im sportlichen Trainingsbetrieb auszuleben. Sport ist wichtiger denn je", so Keller.

Derzeit ist es nur Kindern und Jugendlichen in Berlin (unter zwölf Jahren) und Mecklenburg-Vorpommern (unter 18 Jahren) erlaubt, Training im Verein zu absolvieren. Diese Beispiele sehe die Präsidentenkonferenz als vorbildhaft. Der DFB führte zudem eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO an, laut der sich in Deutschland knapp 80 Prozent der Jungen und 88 Prozent der Mädchen zu wenig sportlich bewegen.