14. Januar 2020 / 22:32 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller fordert eine neue Handregel - "So geht das nicht mehr"

DFB-Präsident Fritz Keller fordert eine neue Handregel - "So geht das nicht mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller möchte die Handregel reformieren und setzt dabei auf die Unterstützung anderer europäischer Länder.
DFB-Präsident Fritz Keller möchte die Handregel reformieren und setzt dabei auf die Unterstützung anderer europäischer Länder. © dpa
Anzeige

DFB-Boss Fritz Keller hat die aktuelle Unschärfe der Handregel scharf kritisiert und eine Neuerung gefordert. Mit einer Reform der Richtlinien möchte er besonders den Schiedsrichtern zur Seite springen. Dabei ist sich der 62-Jährige der Unterstützung weiterer europäischer Fußballländer sicher, wie er in einem Interview verriet.

Anzeige
Anzeige

DFB-Präsident Fritz Keller will sich vehement für eine Reform der Handregel im Fußball einsetzen. "Das muss geändert werden. So geht das nicht mehr", sagte der 62-Jährige am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball Liga in Offenbach im Sport1-Interview. Der DFB werde bei der Europäischen Fußball-Union "hinterlegen, dass diese Regel nicht haltbar ist. Angekündigt habe ich das schon bei der entsprechenden Organisation in der FIFA und dann werden wir sehen", sagte Keller. "Ich glaube, dass die anderen europäischen Fußballländer sich da auch anschließen werden."

Mehr vom SPORTBUZZER

Einen Sitz im UEFA-Exekutivkomitee und im FIFA-Rat hat der DFB bislang nicht, im März wird Kellers Vize Rainer Koch in das UEFA-Entscheidergremium gewählt werden. Maßgebend für Regeländerungen ist das International Football Association Board der FIFA.

Die Auslegung der Handregel hatte in der Hinrunde der Bundesliga immer wieder für Diskussionen gesorgt. "Die Schiedsrichter werden allein gelassen", sagte Keller. "Ich habe gehört, dass die Schiedsrichter auch abstimmen wollen, ob die Handregel neu aufgesetzt wird. Sie müssen entscheiden können, wenn es ein richtiges Handspiel oder wenn es keines ist. Das wissen sie ja selbst nicht mehr."

50 ehemalige deutsche Nationalspieler und was aus ihnen wurde

Patrick Owomoyela, Benjamin Lauth, David Odonkor und Manuel Friedrich spielten für die deutsche Nationalmannschaft. Wir zeigen, was sie heute machen. Klickt euch durch! Zur Galerie
Patrick Owomoyela, Benjamin Lauth, David Odonkor und Manuel Friedrich spielten für die deutsche Nationalmannschaft. Wir zeigen, was sie heute machen. Klickt euch durch! ©

Keller kritisiert WM-Vergabe nach Katar

Ähnlich kritisch hatte sich Keller zuletzt zur Vergabe der WM 2022 nach Katar geäußert. "Die WM an Katar zu vergeben, war in vielerlei Hinsicht eine ganz schlechte Entscheidung", sagte der DFB-Präsident über die Endrunde im Wüstenstaat und sah insbesondere die für den Wettbewerb unzuträgliche Hitze als Problem. "Auch aus ökologischer Sicht ist diese WM nicht zeitgemäß. Selbst die Verlegung in den Winter bringt eine ungeheure Energieverschwendung mit sich, um die Stadien für die Spieler und Zuschauer auf erträgliche Temperaturen herunter zu kühlen."