20. August 2019 / 17:36 Uhr

Kritik an designiertem DFB-Präsident Fritz Keller: Fortuna-Boss von Nominierung "überrascht"

Kritik an designiertem DFB-Präsident Fritz Keller: Fortuna-Boss von Nominierung "überrascht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fritz Keller soll neuer DFB-Präsident werden - diese Entscheidung hat Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (rechts) überrascht.
Fritz Keller soll neuer DFB-Präsident werden - diese Entscheidung hat Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (rechts) "überrascht". © imago images / Beautiful Sports
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Die DFB-Findungskomission hat den aktuellen Freiburg-Chef Fritz Keller als neuen DFB-Präsidenten vorgeschlagen. Bislang wurde diese Entscheidung weitestgehend positiv aufgenommen - doch Fortuna-Boss Thomas Röttgermann äußert erstmals Kritik.

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Als erster Bundesliga-Vertreter hat sich Thomas Röttgermann skeptisch zum designierten DFB-Präsidenten Fritz Keller geäußert. „Wir wollen doch einen Verband, der international agiert und auch den Anspruch hat, internationales Gewicht zu entwickeln. Es wird sich zeigen, ob Fritz Keller diese Herausforderung meistern und den deutschen Fußball so repräsentieren kann, wie das in diesen Zeiten erforderlich ist, in denen gravierende grundsätzliche und auch strukturelle Probleme zu lösen sind“, sagte der Vorstandsboss von Fortuna Düsseldorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

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Röttgermann hatte Keller "nicht auf dem Zettel"

Der 58-Jährige fügte allerdings hinzu: „Es gibt für mich gegenwärtig überhaupt keine Anzeichen dafür, dass Fritz Keller das nicht könnte. Aber genau das wird am Ende entscheidend sein für die Frage, ob er punkten kann oder nicht.“ Der Fortuna-Boss zeigte sich jedenfalls überrascht über die Nominierung des Präsidenten des SC Freiburg: „Ich hatte einige Namen auf dem Zettel, aber nicht Fritz Keller. Seine Wahl hat mich ebenfalls überrascht, das muss ich zugeben.“

Als zwingend erforderlich sieht Röttgermann die Präsenz des künftigen DFB-Präsidenten in den wichtigsten Gremien der UEFA und FIFA an. „Wenn nicht der Präsident, sondern der Vize-Präsident oder ein anderer Hauptamtlicher in diesen Gremien auftreten würde, dann wäre das vielleicht für die Sacharbeit vorzüglich, aber in der Wirkung sicher suboptimal“, meinte Röttgermann. Dem Vernehmen nach strebt Keller keine Kandidatur für die internationalen Ämter an.

Reinhard Grindel: Seine Zeit als DFB-Präsident in Bildern

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Am 15. April 2016 wurde Reinhard Grindel auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag als neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes vorgestellt. Grindel folgte auf den am 9. November 2015 zurückgetretenen Wolfgang Niersbach. Das Motto des 41. DFB-Bundestages lautete damals "Fußball ist Zukunft." ©

Wegen Keller: Kandidatin Groth kritisiert DFB

Der aktuelle Freiburg-Präsident war als Kandidat von der Findungskommission um die DFB-Interimschefs Rainer Koch und Reinhard Rauball nominiert worden. Kritik kam an dieser Stelle von der Kandidatin Ute Groth, die dem Verband vowirft, die Entscheidung "im Hinterzimmer ausgekaspert" zu haben.

Am Mittwoch stellt sich Keller in Berlin den Delegierten der Amateurverbände und den Vertretern der Profi-Klubs vor. Die Wahl des 62-Jährigen am 27. September zum neuen DFB-Präsidenten als Nachfolger von Reinhard Grindel gilt als sicher.