05. Mai 2020 / 23:28 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller: "Kopfschütteln" über Kalou-Video - "Jetzt ist jeder in der Pflicht"

DFB-Präsident Fritz Keller: "Kopfschütteln" über Kalou-Video - "Jetzt ist jeder in der Pflicht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 DFB-Präsident Fritz Keller hat unter anderem über das Skandal-Video von Salomon Kalou gesprochen und die Spieler zur Einhaltung der Corona-Vorgaben aufgefordert.
DFB-Präsident Fritz Keller hat unter anderem über das Skandal-Video von Salomon Kalou gesprochen und die Spieler zur Einhaltung der Corona-Vorgaben aufgefordert. © imago images/DFB Poolfoto
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Der Fall Salomon Kalou schlägt weiter hohe Wellen. Jetzt meldet sich DFB-Präsident Fritz Keller via "Bild" zu Wort. Das Skandal-Video des Hertha-Profis habe bei ihm für "Kopfschütteln" gesorgt. Keller appelliert an alle Fußball-Profis, die Regeln einzuhalten.

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Jetzt spricht der DFB-Präsident: Der Wirbel um das Facebook-Video des mittlerweile suspendierten Hertha-BSC-Profis Salomon Kalou hat auch Fritz Keller nicht kalt gelassen. "Auch bei mir haben die Bilder für Kopfschütteln gesorgt", sagte der 63-Jährige im Interview mit der Bild - und ergänzte: "Es ist die Bestätigung dafür, dass jeder Einzelne mit höchster Disziplin Verantwortung übernehmen muss."

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Mit einem Facebook-Video hatte der 34 Jahre alte Kalou am Montag nicht nur ungewöhnliche Einblicke in die Trainingsabläufe bei Hertha BSC gegeben, sondern auch deutliche Verstöße gegen die strengen Hygienevorschriften für die Bundesligisten in der Coronavirus-Krise dokumentiert. Kalou wurde noch am gleichen Tag suspendiert, am Dienstag entschuldigte sich der Stürmer. Keller zum Fall Kalou: "Ich bin zuversichtlich, dass spätestens jetzt jeder verstanden hat, worum es geht", sagte der DFB-Präsident. "Wer ernsthaft an der Ausübung seines Berufs interessiert ist, hält sich an die Vorschriften."

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Keller: "Grundvoraussetzung", dass sich alle Spieler ihrer Verantwortung bewusst sind

Zuvor hatte Nationalkeeper Manuel Neuer an alle Bundesliga-Spieler appelliert: „Wir als Profis tragen Verantwortung für unseren Berufsstand. Uns muss klar sein, dass es jetzt auch auf uns ankommt“, schrieb der Bayern-Star in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Laut Neuer tragen die Profis Verantwortung für alle Vereine, zehntausende Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen und „nicht zuletzt für all jene Fans, für die Fußball ein ganz großes Stück ihres Lebens ist.“

Ähnlich äußert sich nun Keller. Es sei "Grundvoraussetzung", dass sich alle Spieler ihrer Verantwortung für den Fußball bewusst seien. "Da ist jetzt jeder in der Pflicht", so der ehemalige Freiburg-Präsident, der auch schon persönliche Nachrichten von Spielern bekommen habe, "die es kaum erwarten können, bald wieder ihrem Beruf nachzugehen".