26. April 2021 / 23:52 Uhr

Nach Nazi-Vergleich: DFB-Präsident Fritz Keller schließt Rücktritt aus

Nach Nazi-Vergleich: DFB-Präsident Fritz Keller schließt Rücktritt aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller will nach dem jüngsten Wirbel nicht zurücktreten.
DFB-Präsident Fritz Keller will nach dem jüngsten Wirbel nicht zurücktreten. © IMAGO/Hartenfelser
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DFB-Präsident Fritz Keller hat einen Rücktritt als Reaktion auf die Berichte um einen auf seinen Vizepräsidenten Rainer Koch bezogenen Nazi-Vergleich ausgeschlossen. Das bekräftigte Keller in der "Bild". Keller hat Koch offenbar mit dem früheren Nazi-Richter Roland Freisler verglichen.

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DFB-Präsident Fritz Keller hat nach seiner verbalen Entgleisung einen Rücktritt ausgeschlossen. "Einen Rücktritt schließe ich aus. Ich habe einen Fehler gemacht, aber ich werde die Aufräumarbeiten, für die ich zum DFB geholt und mit 100 Prozent der Stimmen auf dem Bundestag gewählt wurde, zu Ende führen", sagte Keller der Bild.

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Keller hatte zuvor seinen Vizepräsidenten Rainer Koch nach Medienberichten mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen, sich sofort aber dafür entschuldigt. Dies berichteten Bild und Spiegel Online am Montag übereinstimmend über den 64 Jahre alten Freiburger. Der Deutsche Fußball-Bund, dessen Spitze seit längerer Zeit als zerstritten gilt, äußerte sich nicht zu Einzelheiten, bestätigte aber eine Entschuldigung von Keller.

"Manchmal fallen in Kontroversen Worte, die nicht fallen sollen und nicht fallen dürfen. Dafür habe ich mich in aller Form persönlich im Gespräch wie auch schriftlich bei Rainer Koch entschuldigt", wurde Keller zitiert. "Er hat die Größe, die Entschuldigung anzunehmen, wofür ich ihm dankbar bin. Insbesondere auch im Hinblick auf die Opfer des Nationalsozialismus war der Vergleich gänzlich unangebracht. Ich bedauere dies sehr und werde meine Worte künftig weiser wählen."



Der 1945 gestorbene Freisler war als Teilnehmer an der Wannseekonferenz einer der Verantwortlichen für die Organisation des Holocaust und später Präsident des berüchtigten Volksgerichtshofes, wo er etwa 2600 Todesurteile verhängte. Darunter auch gegen die Widerstandsgruppe "Weiße Rose".

Das ist mir so peinlich wie noch nie etwas im Leben», sagte Keller der «Bild». «Ich bin mit der Erinnerungs-Kultur familiär verwachsen, meine Großmutter hatte jüdische Stammtische veranstaltet. Seit meiner Kindheit liegt mir jüdisches Leben in Deutschland und Israel sehr am Herzen", fügte er hinzu.

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