03. Mai 2021 / 19:33 Uhr

Keller-Beratungen abgeschlossen: DFB-Ethikkommission verweist Entscheidung an Sportgericht

Keller-Beratungen abgeschlossen: DFB-Ethikkommission verweist Entscheidung an Sportgericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller muss sich vor dem Verbandsgericht verantworten.
DFB-Präsident Fritz Keller muss sich vor dem Verbandsgericht verantworten. © 2021 Getty Images
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Die Ethikkommission beim Deutschen Fußball-Bund hat ihre Beratungen in der Affäre um den Nazi-Vergleich von Präsident Fritz Keller abgeschlossen. Die Kommission verwies den Fall nun ans DFB-Sportgericht, das über mögliche Konsequenzen entscheiden soll.

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Die DFB-Ethikkommission hat über den Nazi-Vergleich des angeschlagenen Präsidenten Fritz Keller beraten und das Resultat dem DFB-Sportgericht zu einer Entscheidung vorgelegt. Dies teilte der DFB am Montagabend mit. Noch kein DFB-Präsident musste sich bisher vor dem Sportgericht verteidigen. Zu den Details der abgeschlossenen Beratungen machte der Verband keine Angaben. Bei einem weiteren Verfahren rund um den DFB-Chef und dessen Büroleiter wurde ebenfalls beraten, hier plädiert die vierköpfige Kommission auf Zustimmung zur Einstellung des Verfahrens.

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Keller hatte Vizepräsident Rainer Koch als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im NS-Staat, verglichen. Generalsekretär Friedrich Curtius soll den Vorfall danach direkt zur Anzeige bei der Ethikkommission gebracht haben. Am Sonntag war sowohl Keller als auch dem langjährigen Generalsekretär das Vertrauen von den Chefs der Landes- und Regionalverbände entzogen worden.

Ethik-Kommission hat auch über zwei Anträge gegen Curtius beraten

Auch zwei Anträge gegen Curtius beriet die Kommission. Es handelt sich dabei zum einen um die Umstände im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung von Kellers Bürochef und zum anderen um die Weitergabe eines Schreibens von Keller an den Medienberater Kurt Diekmann. Auch diese Ergebnisse wurden dem Sportgericht vorgelegt, von einer Einstellung war hier nicht die Rede.