17. Juni 2020 / 06:49 Uhr

DFB-Präsident Keller stellt DFB-Pokalfinale mit Zuschauern in Aussicht - Absage an spätere Austragung

DFB-Präsident Keller stellt DFB-Pokalfinale mit Zuschauern in Aussicht - Absage an spätere Austragung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller hat ein DFB-Pokalfinale mit Fans in Aussicht gestellt.
DFB-Präsident Fritz Keller hat ein DFB-Pokalfinale mit Fans in Aussicht gestellt. © (c) zb
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DFB-Präsident Fritz Keller hat durchblicken lassen, dass das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen vor Zuschauern stattfinden könnte. 1000 Fans im Berliner Olympiastadion seien nicht ausgeschlossen. Eine Absage hingegen erteilte Keller den Forderungen nach einer späteren Austragung.

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DFB-Präsident Fritz Keller hat ein Pokalfinale mit Zuschauern nicht gänzlich ausgeschlossen. "Der Boss ist der Gesetzgeber“, sagte Keller am späten Dienstagabend in der ARD. "Der Senat ist dafür zuständig. In Berlin sind Veranstaltungen bis 1000 Personen erlaubt. Wenn der Senat sagt, ja, wir können das, dann gehen wir auf 1000.“ Es habe dazu bereits Gespräche gegeben am Montag und Dienstag. Da habe es die klare Ansage gegeben, dass es "keine Sonderstellung für den Fußball gibt und das finde ich auch in Ordnung. Der Fußball braucht keine Sonderstellung.“

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Einem von Fan-Vertretern der beiden Finalteilnehmer Bayern München und Bayer Leverkusen zuletzt geforderten späteren Termin als dem 4. Juli erteilte Keller eine Absage: "Weil wir einen neuen Wettbewerb auch für die Amateurmannschaften starten wollen“, sagte Keller. "Guckt euch doch mal den ganzen Kalender an.“

Das sind die Vorgänger von DFB-Präsident Fritz Keller

Fritz Keller (links) ist der designierte DFB-Präsident: Theo Zwanziger (zweiter von links), Wolfgang Niersbach
 (dritter von links) und Egidius Braun (rechts) gehören zu seinen Vorgängern. Zur Galerie
Fritz Keller (links) ist der designierte DFB-Präsident: Theo Zwanziger (zweiter von links), Wolfgang Niersbach (dritter von links) und Egidius Braun (rechts) gehören zu seinen Vorgängern. ©

Virologe über Stadionerlebnis: "Kann sich keiner wünschen"

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit von der Universität Hamburg hält eine Rückkehr vieler Zuschauer in Stadien noch für einige Zeit für unrealistisch. Entscheidend sei, "wie viele Menschen man ins Stadion lässt“, sagte er. "Deutlich begrenzen, im niedrigen dreistelligen Bereich, dann kann man das durchaus auch umsetzen.“ Weil Menschen in Stadien schrien und sängen sei die Gefahr einer deutlich weiteren Verteilung von Tröpfchen über die eineinhalb Meter hinaus groß. Fußball sei emotional. "Da mit Abstand still zwei Stunden zu sitzen mit Maske ist kein Erlebnis, das kann sich keiner wünschen.“