30. Oktober 2020 / 19:04 Uhr

DFB-Präsident Keller: "Nichts Belastendes" gegen Beckenbauer in Sommermärchen-Affäre

DFB-Präsident Keller: "Nichts Belastendes" gegen Beckenbauer in Sommermärchen-Affäre

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Laut DFB-Präsident Fritz Keller (kleines Bild) hat die vom DFB beauftragte Detektei zur Aufklärung der Sommermärchen-Affäre nichts Belastendes gegenüber Franz Beckenbauer ergeben.
Laut DFB-Präsident Fritz Keller (kleines Bild) hat die vom DFB beauftragte Detektei zur Aufklärung der Sommermärchen-Affäre "nichts Belastendes" gegenüber Franz Beckenbauer ergeben. © imago images/Sven Simon/Martin Hoffmann/Montage
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Er war eines der Gesichter der Sommermärchen-Affäre: Franz Beckenbauer. Laut DFB-Präsident Fritz Keller haben die Ermittlungen der vom DFB beauftragten Detektei bei der Aufklärung der Affäre "nach aktuellem Stand gegen ihn persönlich nichts Belastendes ergeben"

Die vom DFB beauftragte Detektei hat bei der Aufklärung der Sommermärchen-Affäre nach Angaben von DFB-Präsident Fritz Keller keine Hinweise auf ein Fehlverhalten von Franz Beckenbauer gefunden. Er habe dem 75-Jährigen mitgeteilt, „dass die Ermittlungen von Esecon nach aktuellem Stand gegen ihn persönlich nichts Belastendes ergeben haben“, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Bild. Die Ermittlungen der Berliner Detektei seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

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Der DFB hatte Esecon im Mai damit beauftragt, für Aufklärung in der Sommermärchen-Affäre zu sorgen. Ende April war das Verfahren gegen die ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger sowie den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt von der Schweizer Bundesanwaltschaft wegen Verjährung eingestellt worden.

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Im Kern ging es in dem Prozess um eine Überweisung des DFB im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über den Weltverband FIFA an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand. Im Jahr 2002 hatte der damalige WM-Organisationschef Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten des damaligen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand. Wofür, ist immer noch unklar.