07. November 2019 / 16:35 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller nach Wirbel um türkischen Salut-Jubel: Gündogan und Can „nicht unschuldig"

DFB-Präsident Fritz Keller nach Wirbel um türkischen Salut-Jubel: Gündogan und Can „nicht unschuldig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller nimmt Ilkay Gündogan und Emre Can bei der Debatte um den türkischen Salut-Jubel in Schutz. 
DFB-Präsident Fritz Keller nimmt Ilkay Gündogan und Emre Can bei der Debatte um den türkischen Salut-Jubel in Schutz.  © imago images / Team 2
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Die Diskussion rund um den Salut-Jubel türkischer Spieler hat auch in Deutschland für viel Aufregung gesorgt - auch weil Ilkay Gündogan und Emre Can ein Bild auf Social Media geliked hatten. Jetzt hat sich der neue DFB-Chef Fritz Keller zu Wort gemeldet und die Nationalspieler nur teilweise in Schutz genommen.

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Der neue DFB-Chef Fritz Keller hat die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can für ihre Social-Media-Likes für den türkischen Salut-Jubel kritisiert. Sie seien „nicht unschuldig an der erneuten Diskussion“, schrieb der Chef des Deutschen Fußball-Bundes in einem Beitrag für die Tageszeitung Die Welt. In der gesellschaftlichen Grundsatzdebatte um Integration hat Keller die beiden Fußballer aber in Schutz genommen.

DFB muss kritisch hinterfragen

Der Präsident des Deutschen Fußballverbandes betonte: „Mit sensiblen Themen muss man auch bei Social Media sensibel umgehen. So viel darf man erwarten. Und auch wir als DFB müssen uns kritisch hinterfragen, ob wir im Umgang mit dem Thema alles richtig machen.“

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Social-Media-Like sorgte für Aufregung

Das war passiert: Gündogan und Can hatten bei Instagram ein Foto geliked, das türkische Fußballer zeigt, die nach dem Siegtor von Cenk Tosun beim 1:0 gegen Albanien in der EM-Qualifikation mit der Hand an der Stirn salutieren. Diese Reaktion auf den umstrittenen Salut-Jubel hatte rund um das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Oktober in Estland (3:0) für Aufregung gesorgt.

Die türkischen Fußballer wollten damit ihre Solidarität mit den Soldaten demonstrieren, die an der international verurteilten „Operation Friedensquelle“ gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien im Einsatz waren. Gündogan und Can zogen ihre Likes anschließend zurück und beteuerten, dass sie keine politische Aussage treffen, sondern ihrem ehemaligen Mitspieler Tosun gratulieren wollten.

Das sind die fünf wichtigsten Forderungen der #GABFAF-Supporter an den neuen DFB-Präsidenten Fritz Keller:

Das erwartet der Amateurfußball von Fritz Keller Zur Galerie
Das erwartet der Amateurfußball von Fritz Keller ©
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Keller: Gesamte Gesellschaft überfordert

In seinem Beitrag schrieb Keller, dass die „gesamte deutsche Gesellschaft“ überfordert sei bei den Fragen, wie Integration gelingen könne. „Was kann und muss jeder einzelne und jede einzelne von uns dazu beitragen? Wie zum Beispiel umgehen mit der Türkei unter Erdogan? Vor diesem Hintergrund ist es zu viel verlangt, dass ausgerechnet zwei Fußball-Nationalspieler mit türkischen Wurzeln die perfekte Lösung präsentieren sollen, die ein ganzes Land nicht findet“, formulierte der ehemalige Präsident des SC Freiburg.

Neben der klaren Kritik an dem Verhalten von Gündogan und Can formulierte Keller auch konkrete Ankündigungen wie einem Nein zu Spielen der deutschen Nationalmannschaft in „Ländern, in denen Frauen nicht gleichberechtigt und frei von Diskriminierung Zugang zu Fußballstadien oder anderen Sportstätten gewährt wird“ und forderte ein gemeinsames Leitbild und einen „Wertekanon des Fußballs“.

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