11. März 2022 / 19:13 Uhr

DFB-Präsident Neuendorf über die Wahl-Pleite von Koch, den Dialog mit Zwanziger und Co. sowie die EM 2024

DFB-Präsident Neuendorf über die Wahl-Pleite von Koch, den Dialog mit Zwanziger und Co. sowie die EM 2024

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bernd Neuendorf ist der neue DFB-Präsident.
Bernd Neuendorf ist der neue DFB-Präsident. © Getty (Montage)
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Bernd Neuendorf ist der neue Kopf des Deutschen Fußball-Bundes. Bei seiner Antrittspressekonferenz sprach der DFB-Präsident über seine ersten Schritte im Verband, die Wahl-Schlappe von Rainer Koch und die EM 2024 in Deutschland.

Bernd Neuendorf geht zuversichtlich in seine dreijährige Amtszeit als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. "Wir haben uns verjüngt und sind weiblicher geworden. Das ist ein wichtiges Signal und macht mich auch ein wenig stolz. Wir haben eine gute Mannschaft zusammen", sagte der 60-Jährige am Freitag nach seiner Wahl auf dem DFB-Bundestag in Bonn. Er empfinde große Freude und Lust, aber auch Respekt vor den vielen Aufgaben, um die sich der DFB kümmern müsse. Außerdem sprach der neue DFB-Chef auf seiner Antrittspressekonferenz über...

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... die Wahl zum neuen DFB-Präsidenten: "Ich empfinde eine große Freude, diese ganze Geschichte hat vor rund einem halben Jahr begonnen. Das ist ein relativ langer Zeitraum. Ich war viel unterwegs bei Landesverbänden und Bundesligisten, habe viele Gespräche geführt. Ich fühle mich so, dass ich viele Menschen kennengelernt habe in dieser Zeit. Das hat mir mehr Lust gemacht. Es wäre merkwürdig – wenn man so eine lange Reise macht – wenn man sich dann nicht freuen würde. Die Freude ist da, die Lust ist da, aber auch der Respekt."

... die Wahl-Schlappe für Rainer Koch: "Ich bitte um Verständnis. Wir werden das Thema auch erst einmal im Präsidium besprechen müssen. Ich habe mit Rainer Koch nach der Wahl noch gar nicht sprechen können. Es ist nicht der Zeitpunkt darüber zu reden, wer im DFB welche Perspektiven hat. Wir werden uns sehr genau anschauen, was wir für Folgerungen daraus ziehen. Ich würde zunächst gerne nochmal mit Rainer Koch persönlich darüber sprechen."

... die Wahl von Silke Sinning: "Es ist ein Beleg dafür, dass die innerverbandliche Demokratie funktioniert. Das Ergebnis gilt es zu akzeptieren. Ich werde auf Frau Sinning zugehen, mich mit ihr austauschen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie gut und loyal mit allen anderen im Präsidium umgeht. Ich betrachte das sehr nüchtern. Es ist ein demokratischer Prozess gewesen, das sollte ganz normal sein. Wir haben eine Situation, mit der wir jetzt umgehen müssen und werden. Ich bin überzeugt, dass das eine gute Zusammenarbeit wird."

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... seine ersten Schritte beim DFB: "Ich selber habe ein Programm skizziert und werde versuchen, entlang dieses Programms Eckpunkte zu setzten und Signale zu setzen in Richtung DFB. Wir haben erstmal eine Menge Themen vor der Brust. Wir brauchen eine gute Kommunikation nicht nur innerhalb des Fußballs, sondern auch darüber hinaus. Das ist ein wichtiger Aspekt, dem man sich zuwenden muss. Das Wichtigste für den DFB ist aber der Fußball. Wir haben uns verjüngt und sind weiblicher geworden. Das ist ein wichtiges Signal und macht mich auch ein wenig stolz. Wir haben eine gute Mannschaft zusammen."

... einen Dialog mit Ex-Präsidenten des DFB: "Ich kenne Theo Zwanziger und Reinhard Grindel schon etwas länger. Ich habe mir vorgenommen, mit ihnen das Gespräch zu suchen, Es ist gut, den Rat von Menschen zu hören, die diese Position schonmal innehatten. Dem werde ich mich nicht verschließen. Dass es einen Austausch geben wird, davon kann man ausgehen."

... Versäumnisse des Verbandes in der Vergangenheit: "Ich habe immer gesagt: Ich muss abwarten, ob ich überhaupt gewählt werde. Viele Unterlagen lagen mir nicht vor, ich hatte keine Einsicht. Es gehört natürlich dazu, dass man sich einarbeitet in die Dinge. Dann stellt sich die Frage: Gibt es neue Erkenntnisse, den man nachgehen muss? Es wird so sein, dass man sich mit den Unterlagen vertraut machen und dann gucken muss, welche Konsequenzen man daraus zieht."

... die EM 2024 in Deutschland: "Wir werden versuchen, die zu erwartende Welle, die wir bekommen, dann auch aufzufangen. Ich bin verwundert darüber, dass man so wenig über diese EM spricht. Bei anderen Turnieren hat man zwei Jahre vor so einem Event überlegt: Wer schafft noch den Sprung in die Mannschaft?, wie sieht unser Kader aus?, Dadurch entsteht Spannung. Das ist mir alles noch ein bisschen zu wenig, ich werde das fördern und hoffe, dass das gelingt"

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