29. Oktober 2019 / 14:05 Uhr

Razzia beim DFB: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue-Verdachts - Beraterverträge im Fokus

Razzia beim DFB: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue-Verdachts - Beraterverträge im Fokus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am 22. Oktober 2019 wurde die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main von Ermittlern der Staatsanwaltschaft durchsucht. Der Deutsche Fußball Bund ist wohl Opfer von Untreue geworden.
Am 22. Oktober 2019 wurde die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main von Ermittlern der Staatsanwaltschaft durchsucht. Der Deutsche Fußball Bund ist wohl Opfer von Untreue geworden. © 2019 Getty Images
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Der Deutsche Fußball-Bund ist offenbar Opfer von Untreue geworden. Wie die Staatsanwalt Frankfurt bekannt gab, wurde schon am 22. Oktober eine Durchsuchung durchgeführt, die dem Verdacht nachgehen sollte. Es geht um alte Beraterverträge.

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Schon in der "Sommermärchen"-Affäre war Untreue ein wesentlicher Bestandteil der Vorwürfe. Nun ist aber offenbar ein zweiter Untreue-Fall beim Deutschen Fußball-Bund aufgetaucht: Schon am 22. Oktober führten Ermittler der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine unangekündigte Durchsuchung in der Geschäftsstelle des Verbandes durch, die dem Untreue-Verdacht nachgehen. Es wurden Akten gesichtet, die Beraterverträge betreffen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bekannt gab.

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Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben dazu, gegen wen konkret sich die Ermittlungen richten. „Es sind keine DFB-Mitarbeiter verwickelt, es geht um Untreue zum Nachteil des DFB“, sagte der an den Ermittlungen beteiligte Staatsanwalt Torsten Krach der Bild. Der größte Sportfachverband der Welt teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Dritte, in Verfahren in denen der DFB als Geschädigter in Betracht kommt.“ Der Verband habe bereits in den vergangenen Monaten kooperiert und werde dies weiterhin tun.

Grund für die Ermittlungen offenbar alte Beraterverträge

Wie die Bild berichtet, geht es um Beraterhonorare, die Verband in der Vergangenheit ausgezahlt habe. Betroffen sei ein Vertrag des ehemaligen Trainerausbilders Erich Ruthemöller und des 2017 verstorbenen Weltmeister von 1954 Hans Schäfer. Für "repräsentative Zwecke" habe der Ex-Nationalspieler bis 2015 3.000 Euro monatlich erhalten. Ex-Präsident Reinhard Grindel, damals Schatzmeister des Verbandes, habe die Vereinbarung demnach auslaufen lassen.

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DFB-Präsident Fritz Keller teilte der Bild gegenüber sein Einverständnis zu den Ermittlungen mit: "Ich habe zu Beginn meiner Amtszeit deutlich gesagt, dass ich den Verband einer kompletten Generalinventur unterziehen werde. Dass ich bei diesem Vorhaben nunmehr auch die Unterstützung der staatlichen Behörden bekomme, kann ich nur begrüßen, und wir unterstützen diese natürlich vollumfänglich." Weiterhin hieß es: "Der DFB hat selber größtes Interesse an einer vollständigen Aufklärung."

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