14. November 2020 / 17:38 Uhr

Die Rückkehr des Turbo-Sturms: Wie sich die DFB-Stars Sané, Gnabry und Werner seit 2018 entwickelt haben

Die Rückkehr des Turbo-Sturms: Wie sich die DFB-Stars Sané, Gnabry und Werner seit 2018 entwickelt haben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leroy Sané, Serge Gnabry und Timo Werner: Deutschlands Turbo-Offensive stand zum bisher letzten Mal im November 2018 gemeinsam in der Startelf. Beim 2:2 gegen die Niederlande trafen Werner und Sané.
Leroy Sané, Serge Gnabry und Timo Werner: Deutschlands Turbo-Offensive stand zum bisher letzten Mal im November 2018 gemeinsam in der Startelf. Beim 2:2 gegen die Niederlande trafen Werner und Sané. © imago images/Montage
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Leroy Sané, Serge Gnabry und Timo Werner stehen für die neue Generation deutscher Offensivspieler. Doch bei der DFB-Auswahl stand das Trio zuletzt vor fast genau zwei Jahren gemeinsam in der Startelf. Vor dem Nations-League-Spiel gegen die Ukraine macht der SPORTBUZZER den Check: Wie haben sich die Drei entwickelt?

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Sie stehen für die neue Generation deutscher Offensivspieler: Nicht erst seit der Ausbootung von Thomas Müller, dem Rücktritt von Lukas Podolski, Mesut Özil oder dem Karriereende von André Schürrle geben Leroy Sané (24), Serge Gnabry (25) und Timo Werner (24) im Angriff der deutschen Nationalmannschaft den Ton an. Doch es ist fast zwei Jahre her, dass das Trio gemeinsam in einem Länderspiel in der Startelf stand: am 19. November 2018 beim 2:2 zum Ausklang der ersten Nations-League-Auflage gegen die Niederlande. Werner und Sané erzielten damals gar die beiden Treffer zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung für die DFB-Auswahl. In der Partie gegen die Ukraine wird es heute höchstwahrscheinlich (20.45 Uhr, ZDF) zum erneuten Auftritt des torgefährlichen Turbo-Sturms kommen. Der SPORTBUZZER macht den Check - was hat sich bei Sané, Gnabry und Werner seit 2018 verändert?

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Leroy Sané

Der gebürtige Essener dürfte aus dem Offensiv-Trio des DFB derjenige sein, um den es in den vergangenen zwei Jahren am turbulentesten zuging. Schon 2019 warb der FC Bayern München um die Dienste des damals noch bei Manchester City unter Vertrag stehenden Ex-Schalkers. Doch dann zog sich Sané, der meist auf der linken offensiven Seite eingesetzt wird, im August vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss zu und fiel monatelang aus. Der anvisierte Transfer nach München war geplatzt - aber nur vorerst. Denn nach dem Comeback des 24-Jährigen schlugen die Bayern, nunmehr Triple-Sieger, in diesem Sommer dann doch zu - und kamen mit einer kolportieren Ablösesumme von 45 Millionen Euro vergleichsweise "günstig" davon. Schließlich war im vergangenen Jahr über eine mögliche Ablöse von um die 100 Millionen Euro spekuliert worden. Beim FCB musste Sané im Oktober wegen einer Kapselverletzung bereits eine vierwochige Pause einlegen, trotzdem kam er in fünf Bundesliga-Spielen schon auf drei Treffer. In der Nationalmannschaft steht er bei 23 Einsätzen (fünf Tore).

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Serge Gnabry

Im Vergleich zu Sané und Werner ist Gnabry der größte Titelsammler - obwohl Sané mit City unter anderem zweimal englischer Meister (2018, 2019) und einmal FA-Cup-Sieger (2019) wurde. Denn Gnabry holte, seit er bei den Bayern spielt, 2019 und 2020 nicht nur das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. In diesem Jahr kam der Triumph in der Champions League durch das 1:0 im Finalturnier von Lissabon über Paris Saint-Germain hinzu. Gnabry fühlt sich auf der rechten offensiven Außenbahn am wohlsten, kann aber auch links oder im Zentrum aushelfen. Allerdings könnte der Ex-Bremer und -Hoffenheimer nunmehr sowohl beim FCB als auch im Nationalteam eine Flügelzange mit Sané bilden. In München sind die beiden damit auf dem besten Wege, in die Fußstapfen des über Jahre unantastbaren Duos Franck Ribery und Arjen Robben zu treten. Gnabry kommt bislang auf 15 Länderspiele, in denen er 14 Treffer markierte. Mit acht Toren in sieben Begegnungen hatte er maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen EM-Qualifikation.

Timo Werner

Wie Sané hat auch Werner seit dem bisher letzten gemeinsamen Startelf-Auftritt beim DFB den Verein gewechselt. In diesem Sommer machte der 25 Jahre alte Ex-Stuttgarter Gebrauch von einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2023 dotierten Vertrag bei RB Leipzig und zog für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea in die Premier League weiter. Bei den "Blues" schickt sich Werner an, das zu werden, was er auch bei den Sachsen war: die klare Nummer eins im Sturm. Für Leipzig traf er in der vergangenen Saison in 34 Bundesliga-Begegnungen 28-mal, war damit Zweiter in der Torjägerliste hinter Bayerns Robert Lewandowski (34 Saisontore). Für Chelsea war Werner in seinen ersten acht Punktspielen immerhin viermal erfolgreich. Beim DFB netzte er in bislang 33 Länderspielen 13-mal. Interessant: Werner ist der einzige aus dem Angriffs-Trio von Bundestrainer Joachim Löw, der bei der verkorksten WM 2018 dabei war - er bestritt in Russland alle drei Spiele. Gnabry verpasste die WM wegen eines Muskelbündelrisses an den Adduktoren, Sané war kurz vor Turnierbeginn aus dem finalen Kader gestrichen worden.