22. September 2022 / 15:28 Uhr

"Nicht nur da, um mich zu streicheln": DFB-Stürmer Werner erklärt den Flick-Faktor für sein Spiel

"Nicht nur da, um mich zu streicheln": DFB-Stürmer Werner erklärt den Flick-Faktor für sein Spiel

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner (rechts) blickt auf die Nations-League-Partie gegen Ungarn.
Timo Werner (rechts) blickt auf die Nations-League-Partie gegen Ungarn. © IMAGO/HMB-Media/Schüler (Montage)
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Timo Werner steht bei Bundestrainer Hansi Flick hoch im Kurs. Beim Nations-League-Spiel am Freitag gegen Ungarn dürfte der Leipzig-Stürmer in seiner Heimat auflaufen. Vor der Partie erklärte Werner, welche Rolle Flick beim DFB-Team für ihn spielt.

Läuft es wie vor knapp zwei Jahren, dürfte er nur wenig dagegen haben: Beim letzten Länderspielauftritt der deutschen Nationalmannschaft am 14. November 2020 in Leipzig erzielte Timo Werner einen Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen die Ukraine. "Ich hoffe es läuft wieder genau so", sagte der Stürmer am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Spiel am Freitag gegen Ungarn (20.45 Uhr/ZDF).

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Damals war Werner nur wenige Monate zuvor für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt. Jetzt läuft er nach seiner Rückkehr nach Leipzig wieder als RB-Spieler auf. "Als Spieler freut man sich immer besonders, wenn man in dem Stadion spielen darf, in dem auch der Verein spielt", so der 26-Jährige.

Der Auftritt vor heimischem Publikum soll der Extra-Motivations-Kick für den Angreifer sein, für den es bei RB bisher noch nicht richtig rund läuft. In sechs Spielen gelang ihm erst ein Treffer. "Die ersten Wochen waren sehr intensiv und anstrengend mit dem hohen Pressing. Aber wir finden uns langsam als Mannschaft“, erklärte Werner. "Es ist noch nicht 100 Prozent alles gut, auch noch nicht bei mir."

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Flick: Werner muss an Chancenverwertung arbeiten

Auch wenn er noch nicht in Topform ist, bei Bundestrainer Hansi Flick genießt Werner einen hohen Stellenwert. "Wir sind mit Timo sehr zufrieden, weil er viele Dinge gut macht, gut gegen den Ball arbeitet“, lobte Flick. "Es wäre schön, wenn er sich dafür öfter mal belohnt, seine Chancen dann auch nutzt. Daran muss er arbeiten.“

Die Arbeit mit dem Bundestrainer schätzt der Torjäger (24 Tore in 53 Länderspielen). "Das arbeiten mit ihm hat mir in den letzten zwei Jahren gutgetan, er hat mir immer das Vertrauen geschenkt“, beschreibt Werner. "Er hat einen sehr großen Anteil, ist aber nicht nur dafür da, um mich zu streicheln. Er hat mich auch in die Pflicht genommen, immer an mir zu arbeiten.“ Vor allem die Fitness, um für die Wüsten-WM in Katar gerüstet zu sein, war ein großes Thema.

Über seine Zeit in England trauert der Nationalspieler übrigens nicht. "Es war nicht enttäuschend, persönlich vielleicht nicht die allerbeste Zeit, aber es wurde immer etwas schlimmer dargestellt als es war", sagte Werner. "Ich habe die Champions League gewonnen, habe London sehr genossen." Jetzt will er die Zeit bei der Nationalmannschaft genießen - und sich in Form für Katar bringen.