10. November 2019 / 21:30 Uhr

DFB-Team: Auch Leverkusen-Profi Kai Havertz droht Bundestrainer Joachim Löw auszufallen 

DFB-Team: Auch Leverkusen-Profi Kai Havertz droht Bundestrainer Joachim Löw auszufallen 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz könnte der deutschen Nationalmannschaft in den beiden Spielen gegen Weißrussland und Nordirland fehlen.
Kai Havertz könnte der deutschen Nationalmannschaft in den beiden Spielen gegen Weißrussland und Nordirland fehlen. © 2019 Getty Images
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Bundestrainer Joachim Löw muss in den anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Nordirland erneut verletzungsbedingt auf Spieler verzichten. Kommt nun auch noch Bayer-Profi Kai Havertz dazu? Ein MRT am Montag soll Klarheit über die Schwere der Verletzung geben. 

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Joachim Löw droht schon wieder eine große Absagewelle. Nach dem ärgerlichen, aber gerade noch zu verschmerzenden Ausfall von Offensiv-Wirbler Marco Reus musste sich der Bundestrainer auch noch auf einen Verzicht von Leverkusens Jungstar Kai Havertz einstellen. Im Kreativbereich fehlen dem 59-Jährigen im Endspurt um das EM-Ticket somit zwei wichtige Akteure.

Noch in Wolfsburg informierte sich Tribünengast Löw am Sonntag über den Gesundheitszustand des 20-jährigen Havertz, der mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste. Die Aussage von Bayer-Sportchef Rudi Völler machte ihm wenig Hoffnung: „Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass es Sinn macht, zur Nationalmannschaft zu fahren.“ Ein MRT am Montag soll Klarheit über die Schwere der Verletzung von Havertz geben.

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Das ebenfalls dicke Fragezeichen hinter Niklas Stark verdeutlicht das große Löw-Dilemma vor dem Länderspiel-Abschluss im Umbruch-Jahr 2019. Der sehr wahrscheinliche Ausfall des Berliners nach seinem Nasenbeinbruch würde die Zahl der gelernten Innenverteidiger für die letzten Partien des Jahres gegen Weißrussland am kommenden Samstag in Mönchengladbach und drei Tage später gegen Nordirland in Frankfurt auf nur noch drei Akteure reduzieren, inklusive des jungen Freiburgers Robin Koch.

Hummels-Rückkehr weiterhin ein Thema

Löw ist angesichts der Abwehrproblematik längst zum Pragmatiker geworden und riskiert sogar eine Fortsetzung der seit Monaten öffentlich schwelenden Debatte um eine spektakuläre Rückkehr von Mats Hummels bis weit ins EM-Jahr 2020 hinein. Statt eines Machtworts lavierte sich Löw auch vor der Zusammenkunft seines nach der Reus-Absage nun auf 23 Spieler reduzierten Kaders am Dienstag in Düsseldorf um eine klare Richtungsentscheidung in der Abwehrfrage. Er hält an seinen Umbauplänen fest, vorerst.

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Weißrussland und Nordirland

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) Zur Galerie
Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) ©
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„Generell schenken wir den Spielern, die jetzt dabei sind, unser volles Vertrauen, ihnen gehört unsere Aufmerksamkeit“, ließ sich Löw in einer DFB-Pressemitteilung zitieren, um wenig später in einem Videointerview des Verbandes dieses Vertrauen zumindest zeitlich zu befristen: „Das große Ziel heißt, eine schlagkräftige Mannschaft bei der EM eben dort auf den Platz schicken zu können. Und das muss man sehen, in welcher Konstellation, können wir heute noch nicht abschließend beurteilen und sagen.“

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Ein Debütant und ein Leistungsträger: Niklas Stark (l.) kam gegen Nordirland zu seinem langersehnten ersten Einsatz, Serge Gnabry legte zum Jahresabschluss eine Drei-Tore-Gala hin. Zur Galerie
Ein Debütant und ein Leistungsträger: Niklas Stark (l.) kam gegen Nordirland zu seinem langersehnten ersten Einsatz, Serge Gnabry legte zum Jahresabschluss eine Drei-Tore-Gala hin. ©

Löw verzichtet noch auf Nachnominierung

Trotz des Ausfalls von Reus verzichtet Löw zunächst auf eine Nachnominierung. Ob eine endgültige Havertz-Absage dies ändern würde war zunächst unklar. In Ilkay Gündogan oder Leon Goretzka stehen Optionen für die zentrale Position bereit. Bei den Länderspielen im Oktober gegen Argentinien (2:2) und Estland (3:0) hatte der Bundestrainer bereits zahlreiche Absagen bekommen.

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