01. September 2020 / 19:54 Uhr

Sané, Havertz, Süle und Co.: Das sind die Hoffnungsträger im DFB-Team für die Nations League

Sané, Havertz, Süle und Co.: Das sind die Hoffnungsträger im DFB-Team für die Nations League

Leon Schaefer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Drei der deutschen Hoffnungsträger in der Nations League: Leroy Sané, Kai Havertz und Niklas Süle.
Drei der deutschen Hoffnungsträger in der Nations League: Leroy Sané, Kai Havertz und Niklas Süle. © Getty Images/imago images/Xinhua/Sportfoto Rudel (Montage)
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Nach dem schwachen Premieren-Jahr ohne Sieg stand der deutsche Abstieg aus der Nations League - nur eine UEFA-Reform brachte die Rettung. Bei der zweiten Ausgabe des Wettbewerbs will Bundestrainer Joachim Löw um den Titel mitspielen. Der SPORTBUZZER zeigt, auf welchen DFB-Stars nun die Hoffnungen liegen.

Dieses Mal soll es besser laufen für die deutsche Nationalmannschaft in der Nations League. In der Premieren-Spielzeit des UEFA-Wettbewerbs hatte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Liga A gegen Frankreich und Holland keine Partie gewonnen und war sportlich schon in Liga B abgestiegen. Nur durch die Reform des Wettbewerbs, bei der die erste Liga aufgestockt wurde, konnte nachträglich und am grünen Tisch die Klasse gehalten werden.

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In der zweiten Nations-League-Saison geht es für die Löw-Elf nun gegen Spanien, die Schweiz und die Ukraine – sicherlich leichtere Aufgaben als bei der Premiere. Schon beim Auftakt am Donnerstag gegen Spanien (20.45 Uhr, ZDF) und am Sonntag in der Ukraine ist daher alles darauf gerichtet, dieses Mal das Final-Turnier zu erreichen. Auf wen setzt Löw dabei? Der SPORTBUZZER zeigt die deutschen Hoffnungsträger für die neue Nations-League-Spielzeit.

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Leroy Sané

Etwas über ein Jahr ist es her, dass sich der inzwischen 24-Jährige im englischen Supercup einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Sané stand schon im Sommer des vergangenen Jahres vor einem Wechsel zum FC Bayern. Doch aufgrund der Verletzung verpasste er bei Manchester City die größten Teile der Saison. Auch der Nationalmannschaft fehlte er, war bei den letzten fünf Partien der EM-Qualifikation nicht dabei. Ein Jahr später hat es mit dem Wechsel nach München geklappt.

Sowohl beim Triple-Sieger als auch im DFB-Team will der Linksaußen endlich wieder angreifen. "Ich bin bei über 80 Prozent. Na klar fehlen die Spiele und der Rhythmus natürlich noch, da werden die letzten Prozent dazukommen", sagte er am Dienstag. Er soll eines der Gesichter des Umbruchs nach dem WM-Debakel 2018 sein. Wenn er fit war, lieferte Sané im DFB-Dress zuletzt ab: bei seinen bislang letzten sechs Länderspiel-Einsätzen erzielte er fünf Tore. Auf diese Qualitäten baut Löw nun wieder.

Kai Havertz

Als "Jahrhunderttalent" bezeichnete Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler den jungen Havertz. Und der 21-Jährige wird diesen Vorschusslorbeeren mehr und mehr gerecht. Mit zwölf Toren war der offensive Mittelfeldspieler in Leverkusen vergangene Saison Top-Torjäger, hat mit seinen jungen Jahren schon 118 Bundesliga-Einsätze zu verzeichnen. Dieser Tage sorgt vor allem sein bevorstehender Wechsel zum FC Chelsea für Schlagzeilen – Havertz wird wohl als erster deutscher Spieler die Schallmauer von 100 Millionen Euro Ablöse durchbrechen. In der Nationalelf kommt er bisher erst auf sieben Einsätze. In den kommenden Monaten dürften einige hinzukommen. Der begnadete Spielmacher wird aller Voraussicht nach auch bei Joachim Löw eine tragende Rolle spielen.

Niklas Süle

Nach dem Umbruch in der Nationalmannschaft ist der Bayern-Star der designierte Abwehr-Chef. Ähnlich wie sein neuer Team-Kollege Sané sind die anstehenden Spiele gegen Spanien und die Ukraine auch für den 24-Jährigen der Re-Start im DFB-Dress. Denn auch Süle fehlte über weite Teile der Saison mit einem Kreuzbandriss. Zwischendurch musste er daher fürchten, die Europameisterschaft zu verpassen, die bekanntlich in den Sommer 2021 verlegt worden ist. "Das war natürlich eine nicht ganz so einfache Zeit für mich", sagte er am Dienstag auf einer DFB-Pressekonferenz.


Nun hat er also ein Jahr länger Zeit, für die EM in Top-Form zu kommen. Beim Champions-League-Finalturnier konnte er schon wieder einige Kurzeinsätze feiern – und lieferte im Finale gegen PSG als Ersatz für den verletzten Jerome Boateng über 65 Minuten eine solide Leistung (SPORTBUZZER-Note 2).

Timo Werner

Mit seinem Wechsel von RB Leipzig zum FC Chelsea ist Werner – noch vor Sané – aktuell teuerster deutscher Spieler der Geschichte. Auch wenn sein neuer Klub diesen Rekord für Kollege Kai Havertz zeitnah brechen dürfte, fasst er den Wert des Stürmers doch gut ein: Werner hat in Leipzig abermals eine herausragende Saison gespielt. In der Bundesliga erzielte er 28 Tore – wäre da nicht Überflieger Robert Lewandowski (34 Tore), hätte es sicher für die Torjäger-Kanone gereicht. Wenn Werner so wie in der Liga auch für die DFB-Elf trifft, wird Deutschland in der Nations League kaum aufzuhalten sein.

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Toni Kroos

Er ist einer von ganz wenigen Weltmeistern von 2014, die nach dem Umbruch weiter eine Rolle im DFB-Team spielen. Doch gerade seine Erfahrung macht Kroos zum absoluten Anführer auf dem Platz. Er kann die Geschwindigkeit eines Spiels regulieren wie kein Zweiter. Mit Real Madrid hat der Mittelfeld-Motor in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft und damit seinen 26. Titel geholt - und ist nun zumindest nach diesem Kriterium einer der beiden erfolgreichsten deutschen Spieler aller Zeiten. Noch muss er sich diese Bezeichnung mit Bastian Schweinsteiger teilen. Allerdings ist es nur ein Frage der Zeit, bis Kroos seinen Trophäenschrank weiter füllt. Mit dem DFB-Team hat er in der Nations League und bei der EM im nächsten Jahr gleich zwei gute Chancen.