31. März 2021 / 23:40 Uhr

Löw nennt Blamage gegen Nordmazedonien "richtigen Rückschlag" - Gündogan: "Es ist nicht zu erklären"

Löw nennt Blamage gegen Nordmazedonien "richtigen Rückschlag" - Gündogan: "Es ist nicht zu erklären"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Joachim Löw (links) und Ilkay Gündogan waren nach der Pleite gegen Nordmazedonien sichtlich geknickt.
Joachim Löw (links) und Ilkay Gündogan waren nach der Pleite gegen Nordmazedonien sichtlich geknickt. © IMAGO/Nico Herbertz (Montage)
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Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit erlebt Bundestrainer Joachim Löw eine bittere Premiere. In seinem letzten Spiel bei einer WM-Qualifikation kassiert er mit dem DFB-Team erstmals eine Pleite in diesem Wettbewerb - gegen den Weltranglisten-65. Nordmazedonien. Löw und Ersatz-Kapitän Ilkay Gündogan sind ratlos.

Nach dem 1:2 gegen Nordmazedonien am Mittwochabend herrschte bei der deutschen Nationalmannschaft vor allem eines: Ratlosigkeit. Die blamable Niederlage im dritten Spiel der laufenden WM-Qualifikation war für Bundestrainer Joachim Löw eine Premiere: Noch nie hat der scheidende 61-Jährige eine Partie in diesem Wettbewerb verloren. "Die Enttäuschung bei uns allen ist riesig groß", sagte Löw kurz nach Abpfiff am RTL-Mikrofon. "Es ist schwierig, so direkt eine Analyse zu machen."

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Einige Ansätze fand der DFB-Coach dann aber. "Wir haben heute in den Aktionen müde gewirkt, haben nicht die Frische gehabt, viele Fehler gemacht, waren zu langsam, hatten zu viele Ballkontakte", erklärte er. Ähnlich sah das derweil auch RTL-Experte Uli Hoeneß: "Es hat sich so angefühlt, dass sie sehr, sehr müde waren." Nach den beiden Siegen gegen Island (3:0) und in Rumänien (1:0) blieb das deutsche Team gegen den Underdog aus Südosteuropa erschreckend schwach, verpasste aber erneut einige gute Chancen. "Wir haben keine Mittel gehabt, den Gegner vor Probleme zu stellen", meinte Löw, der später in der Pressekonferenz feststellte: "Das war heute ein richtiger Rückschlag.“

Die Analyse von Ersatz-Kapitän Ilkay Gündogan fiel ebenfalls ernüchternd und recht deutlich aus. "Fakt ist, dass das nicht passieren darf", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City, der statt Manuel Neuer die Binde trug. Für den Keeper des FC Bayern durfte Marc-André ter Stegen von Beginn an zwischen den Pfosten stehen. Gündogan weiter: "Wir sahen bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Viele Worte fallen mir nicht ein ehrlich gesagt. Es ist nicht zu erklären."

Gnabry: "Mache mir keine Sorgen"

Die erste Löw-Niederlage in einer WM-Qualifikation war gleichzeitig das letzte Pflichtspiel vor der Nominierung des EM-Kaders. Wenn dieser feststeht, gibt es vor dem Start des Turniers nur noch zwei Testspiele gegen Dänemark und Lettland. "Es tut dementsprechend noch mehr weh, dass in zwei Monaten nicht viel passieren wird, bis wir uns wiedersehen", machte Gündogan deutlich. Bei aller Ernüchterung blickt Serge Gnabry aber optimistisch in die Zukunft. Die EM habe noch nicht begonnen, "deshalb mache ich mir keine Sorgen", erklärte der Bayern-Profi.

Bundestrainer Löw betonte das in der PK ebenfalls noch einmal. Er sagte: "Wir dürfen auf keinen Fall völlig den Glauben verlieren, an die Stärken, die die Mannschaft hat und daran, dass wir ein gutes Turnier spielen können. Wenn wir in der Vorbereitung Zeit haben, werden wir Konstanz reinbringen und die richtigen Dinge anpacken.“