26. Oktober 2020 / 20:08 Uhr

DFB-Team spielfrei, andere gefordert: So sind die VfL-Frauen international im Einsatz

DFB-Team spielfrei, andere gefordert: So sind die VfL-Frauen international im Einsatz

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Einige sind wieder zurück, andere noch weg: Vor den Top-Spielen in der Bundesliga gab’s beim VfL Wolfsburg unerwartet frühe Rückkehrerinnen.
Einige sind wieder zurück, andere noch weg: Vor den Top-Spielen in der Bundesliga gab’s beim VfL Wolfsburg unerwartet frühe Rückkehrerinnen. © Boris Baschin
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Einige sind noch weg, andere aber unerwartet wieder da: VfL-Coach Stephan Lerch kann in der Länderspielpause vor den Top-Spielen in der Frauenfußball-Bundesliga auf eine größere Trainingsgruppe zurückgreifen, weil die deutschen Nationalspielerinnen doch nicht im Einsatz sind.

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Erst vor rund einer Woche stand Stephan Lerch, Trainer von Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, vor einer Herausforderung. Während der Länderspielpause konnte der 36-Jährige nur mit einer kleinen Gruppe am Elsterweg trainieren, dabei stehen im November mit den Liga-Partien gegen Turbine Potsdam (6. November, 19.15 Uhr) und Tabellenführer FC Bayern (15. November, 14 Uhr) zwei Kracher vor der Tür. Doch die Umstände haben sich geändert, denn die Nationalspielerinnen des deutsche Teams (beim VfL unter anderem Friederike Abt, Pia-Sophie Wolter, Kathrin Hendrich, Svenja Huth, Felicitas Rauch und Lena Oberdorf) kehrten frühzeitig zu ihren Vereinen zurück.

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Das für Dienstag ursprünglich geplante Testspiel gegen England wurde aufgrund eines positiven Corona-Falls eines Mitglieds des Funktionsteams der Engländerinnen abgesagt. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte daraufhin das Trainingslager in Wiesbaden am Montagvormittag vorzeitig beendet.

"Wir hätten sehr gern gegen England gespielt, müssen aber den Entschluss des englischen Verbandes respektieren", so Voss-Tecklenburg. Aber: "Wir sind uns bewusst, dass wir in schwierigen Zeiten leben und angesichts der Dynamik der Pandemie immer wieder unvorhersehbare Dinge geschehen können." Erfreuliche Nachrichten gibt es dennoch: Durch den 1:0-Sieg der Ukraine gegen den Tabellenzweiten Irland in der EM-Qualifikation können die Deutschen trotz noch zwei ausstehender Partien nicht mehr von Platz eins ihrer EM-Quali-Gruppe verdrängt werden und haben sich somit vorzeitig für die Europameisterschaft 2022 qualifiziert.

Niederlande

Die vorzeitige Qualifikation feiern auch die Niederländerinnen, die sich in Gruppe A deutlich mit 7:0 gegen Estland in der EM-Qualifikation durchsetzten. VfL-Verteidigerin Dominique Janssen spielte als Linksverteidigerin durch, Shanice van de Sanden fehlte aus privaten Gründen. Dienstag trifft die Niederlande im zweiten Spiel auf Kosovo (19 Uhr).

Norwegen

Das geplante Aufeinandertreffen der Norwegerinnen mit Belarus fand vergangenen Mittwoch nicht statt, die Partie wurde aufgrund der ungewissen Infektions-Situation des gegnerischen Teams vorsichtshalber verschoben. Am Dienstag trifft das Team samt dem VfL-Duo Ingrid Engen und Karina Saevik in der EM-Qualifikation Gruppe C auf Wales (17.30 Uhr).

Polen

Einen großen Sprung in der Qualifikation gelang Polen samt Wolfsburgs Torfrau Katarzyna Kiedrzynek: Durch den 3:0-Erfolg gegen Aserbaidschan letzten Freitag lauern die Polinnen nun mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Spanien. Folgt morgen gegen Modalwien (14 Uhr) der nächste Sieg, ist sogar die vorübergehende Tabellenführung drin.

So geht's weiter

Für den VfL geht es am 31. Oktober weiter: In der zweiten Runde des DFB-Pokals gastiert der Double-Gewinner beim VfL Bochum. Die Partie gegen den Regionalligisten sei, so Lerch, nach der Abstell-Phase "eine gute Möglichkeit, um uns wieder zu finden, bevor es in eine ganz heiße und spannende Phase mit schwierigen und wichtigen Spielen geht".